Wie kommt es, dass viele Menschen den Massenmörder, Vergewaltiger, Unterdrücker, Rassisten und Terroristen Che Guevara verehren? – DIE MITTELLÄNDISCHE ZEITUNG

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DMZ – KULTUR ¦

#mittellaendische ¦

Sicher ist dieser Umstand der mangelnden Bildung anzurechnen. Wie oft geschieht es, dass ein Trend lanciert wird auf dem Buckel der meist unwissenden Jüngerinnen und Jünger. Im T-Shirt oder einer
Fahne mit dem Konterfei von Che Guevara rumzulaufen ist in der Tat nicht weniger verwerflich als das Selbe mit einem eines Taliban zu tragen.

Che ist in den letzten Jahren im Westen zu einem Modesymbol avanciert, das seines gleichen sucht. Wenn er das nur zu Lebzeiten mitbekommen hätte – er wäre sicherlich ein stolzer Mann.

Dieser traurige Blick in die Ferne. Das wehende Haar, der schüttere Bart. Die schwarze Baskenmütze mit dem roten Stern. Jeder kennt das Porträt. Der Fotograf Alberto Korda hat es am 5. März 1960
auf dem Platz der Revolution in Havanna aufgenommen. Der italienische Verleger Giangiacomo Feltrinelli hat es Korda abgeluchst und weltweit vermarktet. Das Bild wurde abermillionen Mal gedruckt
und multiplizierte den Mythos des Porträtierten. Das war schon nach dessen Tod.

Ungepflegter Macho

Ernesto Guevara war kein angenehmer Mensch. Er war – neben allen Verdiensten als Guerillero – eitel, launisch und autoritär. Ein ungepflegter Macho, der sich nur sehr selten wusch. Er konnte
ungerecht sein und brutal und hatte bisweilen rassistische Ausfälle. Das steht nicht in den Heiligen-Legenden. Man muss mit alten Männern reden, die mit ihm in der Sierra Maestra waren oder im
Industrieministerium. Nach ein paar Gläsern Rum fangen sie an zu erzählen – unter der Bedingung, dass ihre Namen nicht erwähnt werden. Und man muss seine Briefwechsel studieren und seine
Tagebücher. Man liest und hört da manches, das gar nicht zum Mythos des guten Che passen will.

Anspruch und Realität klaffen weit auseinander

Hollywood – und nicht Kuba – hat massgeblich zu der derzeit stattfindenden Renaissance des Ernesto Che Guevara beigetragen. So wird der gute Che in so manchem Hollywood-Streifen als fürsorglicher
Revolutionär präsentiert, der die Vision hatte, die Kubaner mit Bildung und Nahrung en masse zu versorgen. Diese Vision wurde zum Versprechen. Realisieren sollte sie Fidel Castro. Man könnte also
denken: Commandante Ernesto Che Guevara – ein Name, der für Friede und Freude und für Glanz und Gloria stand. In Wirklichkeit klafften jedoch Anspruch und Realität weit auseinander.

Che drängt sich vor, um als erster töten zu dürfen

In der Sierra Maestra hatte Che sich vorgedrängt, als es darum ging, den ersten Verräter in den Reihen der Guerilla zu füsilieren. Eigentlich hatte Castro einem anderen den Schiessbefehl gegeben.
Dieser erzählte später: “Ich hatte mein Gewehr dabei. Aber dann zog plötzlich Che einen 22er Colt und jagte ihm – bumm – eine Kugel in den Kopf.” Guevara hat den Vorfall in seinem Tagebuch nicht
erwähnt, ganz stolz aber, dass er nach der Eroberung der Stadt Santa Clara als Erstes zwölf Polizisten an die Wand stellen liess. Erschiessungen, schrieb er, seien “eine Notwendigkeit für das
kubanische Volk”. Später richtete er das erste Arbeitslager Kubas ein, für Menschen, “die kleinere oder grössere Vergehen gegen die revolutionäre Moral begangen haben”. Seinen Untergebenen im
Industrieministerium drohte er, sie könnten dort “Ferien verbringen”, wenn sie nicht spurten.

Che Guevara ordnete über 14000 Exekutionen an Männern und Jungen an

Das interessanteste am Che Guevara-Kult ist, dass sich dieser aufgrund mangelnder Geschichtskenntnis fortentwickelt. Man nehme eine Friedensdemonstration: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man
dort Fahnen mit dem Konterfei des Che Guevara erblicken.

Aber er steht und stand nie für Frieden.

Als Ankläger war er mitverantwortlich für mindestens 179 Exekutionen politischer Regimegegner, wobei die Dunkelziffer aller Wahrscheinlichkeit wesentlich höher sein dürfte. In den 1960er Jahren
gelten weitere 14000 von Che Guevara angeordnete Exekutionen an Männern und Jungen als gesichert. Warst du mit Che nicht d’accord, dann drohte Mord! All dies deckt sich wunderbar mit einem seiner
pointierten Zitate – der grosse Commandante sprach einst: ,,Mein grösster Traum ist es, eines Tages zu einer Tötungsmaschine zu werden!” So spricht ein wahrer Pazifist, oder? Seinen
revolutionären Genossen empfahl er: ,,Wenn ihr euch der Loyalität eurer Mitstreiter unsicher seid, dann erschiesst sie einfach!” Che Guevara war zweifelsfrei ein Sadist. Zu diesem Urteil kommt
man unter anderem durch die Lektüre seiner Tagebücher, in denen er beschreibt, wie er persönlich Menschen in den Kopf geschossen hat. Absolut hollywoodreif!

Unterdrückung der Meinungsfreiheit gehörte zu seinen favorisierten Methoden 

Nicht nur Gewehr und Galgen gehörten zu den Lieblingsinstrumenten des Che. Auch die Unterdrückung der Meinungsfreiheit gehörte zu seinen favorisierten Methoden politischen Agierens. Er verbot
Jazz- und Rock-Musik, da diese Produkte des Imperialismus seien. Besonders amüsant: Bei der Oscar-Verleihung 2005 erschien Carlos Santana in einem T-Shirt mit dem berühmten Che Guevara-Konterfei
– ein Symbol eines Regimes, welches es vor Jahrzehnten verbot, die Musik des Carlos Santana zu hören.

“Wenn ich eine Atombombe hätte, würde ich sie auf die zentralen strategischen Punkte der U.S.A., inklusive New York abwerfen.”

Nunja, wenn Che Guevara weder Pazifist, noch ein Vorkämpfer der Meinungsfreiheit, sondern ein Massenmörder und Meinungsunterdrücker war, dann war er doch wenigstens kein Rassist oder? Ebenfalls
weit gefehlt! Über Schwarze sagte er, sie seien faul und stumpf und geben all ihr Geld für Unsinn und Alkohol aus, wohingegen die Europäer intelligent und fortschrittlich seien. All dies steht in
seinen Tagebüchern und dennoch schreit ein Jesse Jackson voller Überzeugung: ,,Viva Che” und Rapper Jay-Z sieht sich als ,,Che Guevara mit Kette”. Vielleicht sollten sich Jesse Jackson und
Jay-Z die Tagebücher des Che Guevara ansatzweise durchlesen.

Che Guevara – auch ein Terrorist? Gewiss! Zitat Che: ,,Wenn ich eine Atombombe hätte, würde ich sie auf die zentralen strategischen Punkte der U.S.A., inklusive New York abwerfen.” Oder: ,,Die
U.S.A. sind der grösste Feind der Menschheit. Gegen diese Hyänen sehe ich keine andere Option als den Völkermord.” Che Guevara – ein Vordenker der Taliban!

Glücklicherweise waren seine Visionen von der Eliminierung des amerikanischen Volkes von ebenso geringem Erfolg, wie die Idee der kommunistischen Weltrevolution.

Nick Gillespie – Redakteur von reason.com – bezeichnet Che nicht zu Unrecht als karibische Version eines Taliban. Doch die Kehrseite der guevarischen Medaille ist den meisten wohl recht
unbekannt. Die Zustände auf Kuba, aber auch in Nordkorea, sollten die Menschen zum Nachdenken anregen.

Schiesswütiger Massenmörder und Vergewaltiger

Das Video ‚The truth About Che Guevara’ zeigt die Abgründe in allen Einzelheiten: Es zeigt ihn als korrupten Unternehmer, als gescheiterten Polit-Abenteurer, als schiesswütigen Massenmörder und
Vergewaltiger. Die Darstellungen von Stefan Molyneux sind wie immer gut belegt.

Wie gross die Gefahr, die von ihm ausging, war, zeigt ein Rückblick auf die Kuba-Krise, den der focus vornimmt. Guevara wertete den Rückzug der Atomraketen aus Cuba als “Verrat”. Er sagte ganz
offen, wenn die Raketen unter kubanischer Kontrolle gewesen wären, hätte man sie abgefeuert.

Nur im Scheitern war Che gut

Der aus Kuba stammende US-Amerikaner Humberto Fontova beschreibt Guevara als ineffektiven wie brutalen Taktiker. Verschiedene Kritiker führen das Scheitern der von Guevara verantworteten
Wirtschafts- und Industriepolitik auf seine Persönlichkeit wie auf unzureichende wirtschaftspolitische Konzepte zurück.

Guevara wurden darüber hinaus Folter und Ermordung hunderter kubanischer Häftlinge, der Mord an Kleinbauern im Operationsbereich seiner Guerillatruppen sowie später die Freude an der Exekution
von Gegnern und die Einrichtung des ersten Arbeitslagers auf Kuba vorgeworfen. Seine Brutalität umschrieb er mit paradoxen Formeln, etwa der Definition des Ansporn des Revolutionärs in “einem
unermesslichen Gefühl der Liebe” wobei er sich gleichzeitig darin üben müsse, “eine kaltblütige Tötungsmaschine zu werden, angetrieben von blankem Hass”.

Quelle: Tagebücher Che ¦ taz.de ¦ Tomasz M. Froelich ¦ focus ¦ Molyneux ¦ Sean O’Hagan: Che Guevara …
The Dark Underside of the Romantic Hero. In: History News 
Network. 26. Februar 2006, abgerufen am 22. Juli 2013 (englisch) ¦
F
ree Cuba Foundation: Che Guevara’s Dubious Legacy. ¦ Peter Gaupp: Che Guevara – der
gescheiterte Messias der Weltrevolution. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. Oktober 2017 ¦ 
↑ Álvaro Vargas Llosa: The Killing Machine: Che Guevara,
from Communist Firebrand to Capitalist Brand. In: The New Republic. 11. Juli 2005, abgerufen am 29. Juli 2012 ¦ 
Samuel Farber: The Resurrection
of Che Guevara. In: New Politics. Bd. 7, Nr. 1, Sommer 1998, abgerufen am 29. Juli 2012 ¦ 
Jon Lee Anderson: Blut und Hoffnung. In: Magnum
Revolution – 65 Jahre Freiheitskampf. 2012, ISBN 978-3-7913-4643-4, S. 5.

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