Task Force Corona: Testmöglichkeiten derzeit “der Flaschenhals”

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Interview mit Marcus da Gloria Martins (Pressesprecher “Task Force Corona”) zu dem Einsatz von Ehrenamtlichen und die Lage an den Corona-Teststationen in Bayern.

22.08.2020, 21:05 Uhr

  • Artikel mit Video-Inhalten

Task Force Corona: Testmöglichkeiten derzeit “der Flaschenhals”

Die Zahl testwilliger Reiserückkehrer übertrifft die Erwartungen. Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen stoßen so an Grenzen. Dennoch sei der Betrieb sichergestellt, so Marcus da Gloria Martins von der Task Force Corona, auch dank des BRK.

Durch steigende Zahlen bei Reiserückkehrern aus Kroatien kommen die Teststationen an Bayerns Autobahnen an ihre Grenzen. Das sagte der Sprecher der “Task Force Corona”, Marcus da Gloria Martins, in der “Rundschau” im BR Fernsehen.

Viele Kroatien-Urlauber kehren vorzeitig heim

Da Kroatien nun als Corona-Risikogebiet gilt, träten mehr Menschen als erwartet die Heimreise an, erklärte da Gloria Martins. Wegen der großen Transitrouten durch Bayern gebe es bei den Tests eine “deutlich größere Nachfrage als ursprünglich kalkuliert, da wir tatsächlich für viele Bundesländer mittesten”.

Da Gloria Martins: Testkapazitäten “im Moment der Flaschenhals”

Die Testkapazitäten seien “im Moment der Flaschenhals” bei der Corona-Prävention. Bei den Laborkapazitäten gebe es im Moment keine Hinweise auf Engpässe, sagte da Gloria Martins. Das bedeute, dass “im Idealfall” die Testergebnisse weiterhin nach 48 Stunden vorlägen.

Teststation bei Passau kurzzeitig geschlossen

Die tägliche Lageanalyse des Landesamts für Gesundheit (LGL) habe am Freitag an der Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau Engpässe ermittelt. Diese beruhten auf Erkrankungen von drei Mitarbeitern der Nachtschicht und hätten nichts mit den Arbeitsbedingungen zu tun, betonte da Gloria Martins. Sollte es aber Beschwerden geben, so werde man diesen nachgehen. Die Hilfsorganisationen, allen voran das Bayerische Rote Kreuz (BRK), seien umgehend eingesprungen. Im Endeffekt sei die Teststation nur eine Stunde lang geschlossen gewesen.

BRK-Mitarbeiter sprangen zur Unterstützung ein

Am Freitagabend gegen 22 Uhr war die Teststation an der A3 vorübergehend geschlossen worden. Drei Mitarbeiter des privaten Dienstleisters hatten Krankheitssymptome gezeigt und waren daraufhin nach Angaben des Gesundheitsministeriums sicherheitshalber abgezogen worden. Das BRK wurde daraufhin um Unterstützung gebeten. Die Ehrenamtlichen konnten den Betrieb ab 23 Uhr wieder sicherstellen.

BRK: Rückreiseverkehr verursacht “heißes Wochenende”

Auch an der Corona-Teststation an der Raststätte Hochfelln-Nord an der A8 unterstützten ehrenamtliche Helfer des BRK den privaten Dienstleister Eurofins bei den Testungen. BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk sagte dem BR, in Donautal-Ost und in Hochfelln-Nord würden insgesamt am Tag circa 90 bis 120 BRK-Mitarbeiter aushelfen. Auch er bestätigte, es sei aufgrund des Rückreiseverkehrs ein “heißes Wochenende”.

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