Rock Hard – ME AND THAT MAN

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Review
7.5

22.11.2019

(Dynamit, RH 391, 2019)

TYGERS OF PAN TANG – Ritual

Das Vorgängeralbum gehört zu den erfolgreicheren der dänischen Plattenfirma Mighty und bewies, dass auch Bands wie die TYGERS OF PAN TANG, deren wechselhafte Geschichte etwas unübersichtlich ist, mit Beharrlichkeit und Geschick einen goldenen Spätherbst ihrer Karriere feiern können. Dass dem starken italienischen Sänger Jacopo Meille neben Songwriter und Ur-Mitglied Robb Weir dabei der Hauptanteil des Erfolgs zugeschrieben werden kann, dürfte sich herumgesprochen haben. „Ritual“ ist ein Album, wie es kaum noch erscheint. Die Songs zeichnen sich durch eine lockere Gradlinigkeit aus, die man eher aus dem AOR/Melodic-Rock-Sektor kennt, während das Soundgewand mit satter Gitarren-Distortion fast schon nach Heavy Metal klingt. Die Tygers haben in ihrer Karriere beides gemacht und sind nun bei einer Mischung angelangt, die für viele traditionelle Hörer passt. Anders als bei ähnlich gelagerten Truppen (Whitesnake, Vandenberg, Pretty Maids) wird man hier nie wilder Griffbrett-Akrobatik oder gar „Experimenten“ ausgesetzt, und sei es nur ein öder Blues-Shuffle. So gut und grundsolide „Ritual“ Song für Song auch ist (Schwachpunkte sind keine auszumachen), fehlt mir persönlich ein bisschen die Reibung in dieser Wohlfühl-Oase ohne Überraschungen. Vergleiche mit den Frühwerken der Band finde ich deshalb auch unpassend. Trotzdem ist das natürlich ein gutes Album, das seine besten Momente hat, wenn es etwas druckvoller zur Sache geht (´Worlds Apart´, ´Raise Some Hell´, ´Damn You!´, ´The Art Of Noise´). Richtig die Zähne zu fletschen, geht aber anders.

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