No Story – no Glory

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Wieso Unternehmen Geschichten erzählen sollen und wie man seine Story findet,
das lernen die Teilnehmer im Seminar »Storytelling für Unternehmen«.

Viele erfolgreiche Marken, bedeutende Persönlichkeiten und Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie können Menschen mit Geschichten für sich gewinnen. Denken Sie an Apple, James Bond, Rocky, Ja! Natürlich etc. Sie alle erzählen Geschichten. Diese bleiben in Erinnerung und werden im Optimalfall weitererzählt. Unternehmen, die Geschichten erzählen, bleiben länger im Gespräch und schaffen kostengünstig mediale Aufmerksamkeit.
Elf Teilnehmer wollten genau das lernen und haben sich für das Seminar »Storytelling für Unternehmen«, veranstaltet von Business ­Circle Mitte März in Wien, angemeldet. Der Trainer, Markus Gull, kommt ursprünglich aus der Werbebranche und hat jahrzehntelange Erfahrung als Stratege, Creative Director und Texter in Werbung und PR sowie als Autor und Creative Producer in Journalismus, Film, Fernsehen und für die Bühne.
Die Erwartungen der Teilnehmer sind unterschiedlich. Eine Dame erzählt, sie möchte das Konzept »Storytelling« endlich einmal richtig verstehen. Ein anderer Teilnehmer möchte die Kommunikation seines Unternehmens um die Endkundenkommunikation erweitern und sucht dafür die richtige Strategie. Weitere Teilnehmer suchen Geschichten, um Finanzdienstleistungen und andere Produkte besser an den Mann und die Frau zu bringen. Und um das Ende der Geschichte vorwegzunehmen: All diese Erwartungen wurden erfüllt, wenn nicht gar übertroffen.
Während der Einleitung in die Thematik erklärt Markus Gull, warum fast alle Menschen mit klassischer Werbung überlastet sind und warum Storytelling eine vernünftige Alternative ist.
»Menschen schauen keine Werbung an, sondern das, was sie interessiert. Das kann natürlich auch Werbung sein«, erklärt der Trainer. Werbung möchte es charmant schaffen, dass Menschen sich von ihrem Geld trennen und die beworbenen Produkte kaufen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Manche sind sogar bereit dafür zu zahlen, keine Werbung zu sehen (z. B. bei Youtube oder bei verschiedenen Apps).
Storys funktionieren anders: emotional und unterbewusst. Sie bauen eine Beziehung zum potenziellen Kunden auf und geben Bedeutung. Sie wirken aktiv nach und schaffen so Bindung. Wichtig ist, dass die Geschichte niemals vom Unternehmen oder der Marke handelt. Die Story handelt vom Kunden. Nicht die Marke ist der Held, sondern die Marke macht den Helden. »Was eine Geschichte mächtig macht, ist das, was dahinter steht: die gemeinsamen Werte«, weiß der Experte. Im Seminar sehen wir uns viele konkrete Werbekampagnen an, erfolgreiche und erfolglose, und besprechen jeweils, was gut bzw. schlecht daran ist.
Später spricht der Vortragende noch über den Aufbau, die Struktur und die Dramaturgie einer Markengeschichte und gibt den Teilnehmern ein Tool, mit dem sie es leichter schaffen, zu ihrer Geschichte zu kommen: den Story-Kompass. Auch auf typische Fehler weist uns der Vortragende hin: Geschichten ohne Emotion, komplexe Geschichten, die nicht nacherzählbar sind, das Publikum wird nicht involviert und fühlt sich so nicht angesprochen und viele weitere Fehler sind Gründe dafür, dass das Storytelling nicht funktioniert.

Fazit: Nach dem Seminar ist den Teilnehmern eines ganz klar: Sie brauchen eine Story. Das Training ist perfekt für Marketing-Experten und Kommunikationsabteilungen, aber auch für Geschäftsführer, die eine nachhaltige Kommunikationsstrategie wollen. Die Arbeit, die eigene Story zu entwickeln, obliegt nach dem Seminar den Teilnehmern selbst. Mit den wichtigen Inputs und Tipps aus dem Seminar gelingt dies um vieles einfacher.

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