“Ich konzentriere mich auf MMA.”

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München – Der Glory-Auftritt im Oktober 2019 gegen seinen Erzrivalen Mohamed Abdallah wird Smoliks einziger Auftritt für den Marktführer bleiben. Denn der 29-jährige Schwergewichts-Kickboxer will sich zukünftig dem MMA zuwenden und hängt die Kickbox-Handschuhe an den Nagel.

“Viele haben es sich vielleicht schon gedacht. Ich trainiere jetzt seit mehreren Wochen MMA und werde jetzt auch im MMA anfangen zu kämpfen”, erklärte Smolik, der sich in Gelsenkirchen auf das neue Abenteuer vorbereitet, in einem Interview am Samstag.

Wer Smoliks Auftritt in den sozialen Netzwerken in den letzten Wochen und Monaten beobachtete, für den war die Ankündigung nur die logische Folge zahlreicher Trainingsaufnahmen. In diesen zeigte er sich immer wieder an der Seite von MMA-Kämpfern und sogar im Bodenkampf.

Smolik verlor den Spaß am Kickboxen

In einem eigenen Video legte der Schwergewichtskämpfer am Sonntag nach und erklärte das Ende seiner Karriere im Kickboxen. Wie er ausführte, sei ihm in den letzten Monaten der Spaß im Training und im Kampf abhandengekommen. Auch eine Unterschrift bei Glory, die Erfüllung eines großen Traumes, hat daran nichts geändert.

“Ich habe bei Glory unterschrieben und dachte, ich kann jetzt frei sein”, so Smolik weiter. “Ich hatte wieder dieses Glücksgefühl und beim Training in Holland auch viel Freude gefunden. Aber das hat nach dem Kampf gegen Abdallah so eine Abwärtsspirale genommen.”

Smolik hatte im Oktober sein Debüt für Glory Kickboxing gegeben und sich dabei seinem Erzrivalen Mohamed Abdallah gestellt. Nachdem sich der Crailsheimer jahrelang von Abdallah im Internet beschimpfen lassen musste, prallten die beiden Hünen in Düsseldorf aufeinander. Smolik gewann einen zähen Kampf nach Punkten.

“Ich sollte eigentlich der glücklichste Mensch sein, aber irgendwie lief alles schief”, so Smolik weiter. “Es hat sich viel verändert, ich werde auch umziehen, weil mich alles in diesem Haus an die Zeit und an die negativen Emotionen erinnert. Und wenn man dann was tut, was man gar nicht mehr möchte, dann hält einen das irgendwie auf.”

Neustart im MMA bringt den Spaß zurück

Nach einer erfolgreichen Karriere als Kickboxer, die Smolik ungeschlagen mit 32 Siegen in 32 Kämpfen und dem Gewinn mehrere WKU-Titel im Profi-Bereich beendete, freut sich Smolik nun darauf, im MMA eine ganz neue Herausforderung einzugehen.

“Ich habe 15 Jahre lang Taekwondo gemacht, acht Jahre Kickboxen, irgendwann verliert man so ein wenig den Reiz”, so Smolik am Samstag. “Im MMA fange ich von ganz unten an, ich muss alles neu lernen, ich bekomme mal wieder von anderen auf die Fresse im Training. Es macht viel Spaß.”

Die neue Herausforderung, das Ausbrechen aus dem alten Trott und der Neustart entzündeten bei Smolik eine Flamme, die er für längst erloschen hielt. Insbesondere das Erlernen neuer Dinge scheint den medialen Tausendsassa zu reizen.

“Man lernt Tag für Tag dazu und merkt, wie man sich selbst wieder verbessert, man hat wieder das Feuer”, sagte Smolik. “Es macht einfach Bock und ich habe schon immer das in meiner Karriere gemacht, worauf ich Bock hatte. Deswegen werde ich jetzt im MMA voll durchstarten.”

Debüt steht noch nicht fest

Wann der 29-Jährige seine neuen Tricks auch in einem Käfig zum Besten geben wird, das steht an dieser Stelle noch nicht fest. Der Kickboxer hat einen Vertrag bei GMC unterschrieben, soll aber erst zum Einsatz kommen, wenn sich die Lage mit Corona wieder beruhigt hat und Fans wieder Veranstaltungen besuchen dürfen.

“Wenn die fetten Events am Start sind und die Fans wieder in die Halle kommen können”, erklärte Smolik. “Wenn die Leute in die Halle kommen können, um mich auszubuhen. Oder um mich zu supporten.”

Ganz zu ist die Tür zum Kickboxen allerdings nicht, das gab Smolik zum Abschluss seines Interviews zu.

“Langer Rede kurzer Sinn: ich bin beim Kickboxen raus”, beendete Smolik sein Video. “Vielleicht wird es irgendwann einen Comeback-Kampf geben, vielleicht auch nicht. Aber meine Ziele liegen jetzt im MMA. Ich will gegen viele Gegner kämpfen, gegen neue Gegner, immer stärkere Gegner.”

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