Covid-19 (Coronavirus) IV – Informationen im Eingangsposting

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Mr. Gordo
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Es gibt bis zum 4.5. keine Änderung an der Regelung der Kontaktbeschränkungen.

In NRW darfst du dich draußen mit einer Person, die nicht in gerader Linie mit die verwandt ist treffen. Bei in gerader Linie verwandten gilt keine Einschränkung. Also Spaziergang mit 2 Kindern, Muter, Vater, Oma Opa ist erlaubt, aber es wird abgeraten.

Im privaten Raum darfst du aber durchaus Abendessen mit Freunden oder mit Freunden und Familie im kleinen Rahmen Geburtstag feiern, wenngleich auch davon abgeraten wird.

https://www.land.nrw/sites/default/f…aschvo_nrw.pdfhttps://www.land.nrw/de/wichtige-fra…m-corona-virus

Danke für die Links und die Zusammenfassung!

Allerdings wundere ich mich schon, dass ausgerechnet NRW, das Land mit den ersten/meisten/größten Hotspots neben Bayern, das so lasch sieht. (Ahhh, LASCHet! Na klar!)

Die regional unterschiedlichen Regelungen wurden ja mit unterschiedlichen Situationen begründet, und das finde ich auch in Ordnung. In Bayern sieht es eben anders aus als in MeckPomm. Aber NRW lässt private Feiern zu?!

Mal zum Vergleich: In Berlin sind private und familiäre Feiern nur für max. 10 Personen zulässig, und nur “sofern diese aus zwingenden Gründen erforderlich sind. Hiervon erfasst sind insbesondere die Begleitung Sterbender und Trauerfeiern.”

Quelle
Dazu mal die Zahlen:

NRW (Einwohner: knapp 18 Mio.) 27.683 Infizierte 14.746 Genesene 703 Todesfälle

Berlin (Einwohner: knapp 3,65 Mio.) 4.870 Infizierte 2.864 Genesene 74 Todesfälle

NRW hat also in etwa die fünffache Einwohnerzahl und auch ungefähr die fünffache Zahl von Infizierten – aber fast die zehnfache Todesrate!

Ja, dann feiert mal schön weiter in meiner alten Heimat. Ich bleib dann lieber hier.

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Plumpaquatsch
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Wenn es jetzt Jahre kein Impfstoff gibt, geht es noch Jahre so weiter, oder?

Sehe ich nicht so – siehe unten…

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suboptimal
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Ich gehe davon aus, dass die Politik Angst davor hat, dass die Bevölkerung überfordert und demotiviert wird, wenn man sie sofort mit den tatsächlichen und wenn überhaupt erst langfristig zu erreichenden Zielen konfrontiert. Deshalb zunächst “flatten the curve”, danach das 10-Tages-Ziel, dann das 14-Tages-Ziel. Beide wurden erreicht, dann wurde das R0 =1,0-Ziel ausgegeben. Das wurde auch erreicht, jetzt ist es R0=<1,0. Wird das auf längere Zeit eingehalten, wird es sicher auf R0=<0,5 ausgeweitet. Immer im 14-21-Tages-Rhythmus, dass ist überschaubar. Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob die für 03.05. angekündigten Schritte auch tatsächlich umgesetzt werden. Vielmehr kann ich mir vorstellen, dass aufgrund neuer, strengerer Zielvorstellungen angekündigte Lockerungen wieder verschoben werden. Das wird sich noch bis weit in den Sommer/Herbst hineinziehen, da bin ich mir sicher.

Ja. Es gibt ja den ein oder anderen Virologen der z.B. davon ausgeht, dass Bundesligaspiele mit Zuschauern erst ab Herbst 2021 wieder stattfinden werden. Für mich ein sicheres Zeichen dafür, dass die Experten nicht in Wochen, sondern in Monaten oder sogar Jahren rechnen. Kekule scheint auch nicht davon überzeugt, dass ein Impfstoff in den nächsten 12 Monaten gefunden werden kann, anders kann man seine Bemerkungen, es zuzulassen, dass sich Jüngere infizieren, eigentlich nicht deuten. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir noch mindestens 18 Monate im jetzigen Zustand verbleiben werden, vielleicht auch länger. Denn ein Stoppen der Infektionsketten ist utopisch.

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suboptimal
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Deshalb gehe ich ja davon aus, dass sich der jetzige Zustand nicht in Wochen, sondern in vielen Monaten, wenn nicht Jahren, bemessen wird.

In den meisten Punkten gebe ich Dir recht, suboptimal. Aber die Einschätzung, dass der derzeitige Zustand mindestens bis weit ins nächste Jahr hinein aufrechterhalten werden soll/muss, teile ich nicht ganz.

Zum einen denke ich, das würde die Bevölkerung nicht so lange mitmachen. Es werden ja immer mehr Menschen von Einkommenseinbußen und existenziellen Nöten betroffen sein, je länger es dauert. Ein paar Wochen kann man mal mit Urlaubsansprüchen überbrücken, wenn man wegen seiner Kinderbetreuung nicht arbeiten kann – aber nicht eineinhalb Jahre! Ein paar Wochen können Lieferengpässe bei den Zulieferern noch überbrückt werden, danach nicht mehr. Dan müssen noch viel mehr Betriebe die Produktion einstellen, und auch die Baubranche dürfte dann zum Erliegen kommen. Und so weiter… Das sind ja überall Dominoeffekte.

Ab einem bestimmten Punkt würde dann die Stimmung kippen und die Bevölkerung das nicht mehr akzeptieren.

Wenn man das aber schon jetzt erkennt, warum versucht man es dann überhaupt mit den jetzigen Beschränkungen? Macht man sie nicht gleich wieder zunichte und kehrt man nicht auf Anfang zurück, wenn man sie nun schrittweise immer mehr lockert, ohne einen Impfstoff zu haben?

Ich meine: Nein. Es gibt nämlich zum anderen auch die Alternative, eine allmähliche “Durchseuchung” der Bevölkerung zuzulassen (oder gar anzustreben), allerdings eben in einem Tempo, das unser Gesundheitssystem bewältigen kann und bei dem noch möglichst wenige Menschen sterben. Die Todesrate kann aber nicht nur durch einen Impfstoff verringert werden, sondern auch durch wirksame Behandlungen.

DAS ist m.E. jetzt der Schlüssel. Es wird mit diversen Medikamenten herumprobiert, aber dabei gibt es anscheinend bisher noch keinen Durchbruch. Da es jedoch inzwischen eine relativ hohe Zahl Genesener gibt, wird der Einsatz der Plasma-Therapie allmählich realistisch. Und die scheint ziemlich vielversprechend zu sein, was gerade das Abstoppen schwerer Verläufe betrifft.

Ich stelle mir das – laienhaft – so vor: Wer nur leichtere Symptome hat, wird die Erkrankung überstehen wie eine Erkältung. Wer mittelschwere Symptome hat, wird dabei medizinisch im erforderlichen Umfang unterstützt, die Erkrankung aber sonst ohne Sauerstoffgabe oder gar Beatmung überstehen. Gibt es allerdings Risikofaktoren (hohes Alter und/oder Vorerkrankungen), sollte die Plasma-Therapie zum Einsatz kommen, um einen schweren Verlauf möglichst zu verhindern. Zeichnet sich ein schwerer Verlauf sogar schon ab, müsste das erst recht geschehen.

Wenn die Therapie hält, was man sich derzeit von ihr verspricht, könnte ich mir vorstellen, dass man auf dieser Basis die Kontaktbeschränkungen schrittweise immer weiter lockert, wobei die Abstands- und vor allem die Hygieneregeln sicher noch eine ganze Weile erhalten werden müssen (Maskenpflicht in der Öffentlichkeit inklusive). Parallel dazu muss aber auch mehr getestet und müssen die Infektionswege verfolgt werden, um gezielt nur diejenigen in ihren Kontakten beschränken zu müssen, die tatsächlich in Gefahr sind, sich oder andere zu infizieren. Das setzt entsprechende Manpower und eine dauerhaft insgesamt niedrige Infektionsrate voraus.

Die Durchseuchung würde dann aber langsam und kontrolliert erfolgen.

So, wie ich die Anzeichen derzeit verstehe, scheint die Politik und die Medizin auch in diese Richtung zu denken.

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