Bumm, zack, in die Goschn

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Wir schnetzeln und prügeln uns wieder durch Dämonen: Nachdem sich bereits 2016 das Egoshooter-Urgestein „Doom“ lang längerer Pause wieder zurückgemeldet hat, geht die Serie mit „Doom Eternal“ nun in die zweite, zeitgenössische Runde.

Von Robert Glashüttner

Fast jede und jeder kennt es, zumindest vom Titel her: das legendäre Computerspiel „Doom“, erstmals 1993 erschienen. „Doom“ ist jener Egoshooter, der mit seiner dämonischen Blut- und Beutschel-Ästhetik viele vor den Kopf gestoßen hat, aber auch technisch und spielerisch wegweisend war.

Die letzten 25 Jahre hinweg hat es erstaunlich wenige Nachfolger von der Serie gegeben, doch vor vier Jahren hat sich das geändert. Da ist „Doom“ in Form eines glorreichen Reboots mit moderner Technik wieder auf unseren Bildschirmen erschienen und es war klar, dass das zünftige Dämonengemetzel der 90er Jahre nichts an Action und Unmittelbarkeit verloren hat. Jetzt gibt es mit „Doom Eternal“ den heiß erwarteten Nachschub, wo sich erneut der namenlose Space Marine einer schier endlosen Horde an Höllenwesen gegenüberstellt.

Viszeraler Wahnsinn

„Doom Eternal“ verzichtet vollkommen auf einen sanften Einstieg ins Spiel, denn sanft ist hier sowieso gar nichts. Wir gehen mit den kleinen und großen Dämonen sofort auf Tuchfühlung, und genau diese Unmittelbarkeit möchte uns das Game von Anfang an lernen. In jedem der ziemlich unfangreichen Levels des Spiels gibt es Arenen, in denen es vor Monstern nur so wimmelt. Nur, wenn wir hier geistesgegenwärtig und geschickt agieren, kommen wir lebend raus.

Immer in Bewegung bleiben ist sowieso eine Grundvoraussetzung, aber ebenso wichtig ist es, stets alle Ressourcen im Blick zu haben. Sie lauten: Lebenspunkte, Schildstärke und Munition. Die Dämonen lassen diese Ressourcen natürlich ständig schwinden, deshalb belohnt uns das Spiel dafür, dass wir uns möglichst schnell und effizient durch die Monster schnetzeln, denn das füllt unsere Vorräte wieder auf: sogenannte Glory Kills geben Lebenspunkte zurück, Kettensägenattacken bringen Munition und Flammenangriffe Rüstungspunkte. Darüber hinaus werden auch unsere Waffen stetig besser, aber natürlich auch die Gegner.

Menschen gegen Dämonen

„Doom Eternal“ ist die nahtlose Fortsetzung von „Doom“ aus 2016. Mitte der 2100er Jahre ist die Apokalypse da, die höllischen Horden stürzen auf den Mars und nun auch auf die Erde zu und nur eine Person kann etwas dagegen unternehmen: der sogenannte Doomslayer, in dessen Rolle Spielerin oder Spieler schlüpft. Subtilität oder Sinnhaftigkeit darf man sich von der hanebüchenen Story nicht erwarten, aber alleine die dick aufgetragene, dramatische Inszenierung reißt einen mit – ob man will oder nicht.

Screenshot aus

id Software / Bethesda Softworks

Gut ausgeschlafen und nicht allzu schreckhaft sollte man beim Spielen sein, denn „Eternal“ ist, sagen wir mal: ein ziemlich intensives Erlebnis. Aber es ist auch höchst motivierend: Zwar ist das Spielgeschehen sehr blutig inszeniert, doch im Wesentlichen ist das Game ein unglaublich dynamischer Reaktionstest. Dazu gehört, dass man auch mit nur ein paar letzten Lebenspunkten weiterkämpft, weil schon zwei Sekunden später alles wieder im grünen Bereich sein kann. Dieser ständige Wechsel zwischen Power Fantasy und komplettem Chaos macht den Reiz des neuen „Doom“ aus.

Zwei gegen einen

Wer nicht nur die Kampagne gegen Computergegner spielen möchte, kann sich in den sogenannten Battlemode werfen und dabei auch Player versus Player spielen. Im Battlemode treten immer zwei Dämonen gegen einen Doomslayer an. Der Slayer hat zwar die bessere Ausrüstung, doch die Dämonen sind eben zu zweit.

Mit „Doom Eternal“ ist der Egoshooter-Opa nach der bereits geglückten Wiederkehr in 2016 nun ohne jeden Zweifel in der Gegenwart angekommen. Aber so sehr das Game auch Spaß macht: Hier sollte man wirklich alle ein bis zwei Stunden zumindest eine Viertelstunde Pause machen, um von diesem höllischen Wahnsinn wieder ein bisschen runterzukommen.

Screenshot aus

id Software / Bethesda Softworks

„Doom Eternal“ in der FM4 Spielekammerl-Show

Chris Stipkovits und ich melden uns heute (Donnerstag, 26. März) wieder in der FM4 Spielekammerl-Show aus unseren Homeoffices, wo wir unter anderem „Doom Eternal“ spielen werden. Zusehen und chatten könnt ihr wie jeden Donnerstag von 17 bis 21 Uhr auf twitch.tv/radio_fm4. Wir freuen uns auf euch!

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