Bekehrung einer Weltfrau, das Zeugnis der Gloria Polo, stand an den Pforten der Hölle, Abtreibung

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Gloria Polo – wortwörtlich vom Blitz
getroffen, im Jahre 1995: Gloria Polo, eine kolumbianische Zahnärztin, anerkannt
und erfolgreich, musste erkennen, dass das Leben mehr als Geld, Macht und
Vergnügen ist. Sie wurde förmlich vom Blitz getroffen und bekam eine 2. Chance.
Als ich es las wurde ich ebenfalls vom Blitz der Erleuchtung getroffen: Ich
rätselte in dieser Zeit über einige Begebenheiten, die Ungläubige als Zufälle
abtun, in meinem Leben vor mehreren Jahren! Hier fand ich die Antwort und ich
dankte Gott für diese Gnade: Er wollte dass ich etwas gutmache, auf dieser Erde,
ich hatte etwas verschuldet… Dieses Zeugnis ist derart ergreifend und
schildert die Sünden in ihrer ganzen Verstricktheit, vor allem aber die Sünde
der Abtreibung und gibt tiefen Einblick in die Hölle, die hier bestätigt wird.
Sie glaubte sich frei von Sünden und musste vor den Augen Gottes erkennen, wie
viel sie gesündigt hat und warum und welche FOLGEN diese Sünden hatten. Hier
ist auch die ganze Sünde um die Unkeuschheit klar dargelegt. Ein weiteres
Gnadengeschenk unseres lieben Gottes… sehr lesenswert, etwas lang, aber ohne
Mühe…
Das wohl bedeutendste und lehrreichste Nahtoderlebnis


Hier ist das Zeugnis auch zum download bereit


Neu: Hier ist das Zeugnis als Dokument – kann gespeichert / gedruckt werden

 

I
N H A L T
 

Unterpunkte (alle verlinkt)

Hier beginnt das
Zeugnis der Gloria Polo

Dreizehn Jahre sind nun schon vergangen seit ich diese wunderschöne
Glaubenserfahrung machen durfte. Es war ein großes Gnaden-Geschenk GOTTES, als
ER es in SEINER großen Barmherzigkeit zuließ, dass ich meinen Lebensweg als
Katholikin leben und erleben durfte.

Wie groß ist doch mein Schmerz, wenn ich an die vorherigen Jahre meines Lebens
denke, in denen ich eine katholische Gläubige auf “Sparflamme” war. Ich danke
dem HERRGOTT dafür, dass ER mir die Katholische Kirche zur Mutter gegeben hat.

Aus tiefsten Herzen und mit meiner ganzen Seele fühle ich mich im Namen JESU
CHRISTI dem Papst, SEINEM Stellvertreter auf Erden, den Priestern und
Ordensleuten der Römisch Katholischen Kirche verbunden.

Ihnen allen gehorche ich blind, weil dies eben der Auftrag ist, den mir Unser
HERR JESUS CHRISTUS gegeben hat, als ER mir gestattete, in dieses irdische Leben
zurückzukehren.

In meinen tiefgreifenden Erfahrungen bei der ANBETUNG des Allerheiligsten
Altarsakramentes habe ich, unwürdige und armselige Magd des HERRN, die
Glückseligkeit und die Wonne des wahren FRIEDENS und der echten LIEBE als eine
Art Vorwegnahme des Himmlischen Paradieses verspüren dürfen.

Ich lade alle Geschwister im christlichen Glauben ganz herzlich ein, dass sie
doch, bevor sie schlecht und gehässig gegen die Katholische Kirche reden und
schreiben, diese Römisch katholische Kirche genauer und besser kennenlernen
sollten, um zu begreifen, dass sie die vom HERRN eingesetzte Hüterin des WAHREN
GLAUBENS ist.

Ich lade alle Menschen ein, Anbeter unseres HERRN und GOTTES zu werden und zu
sein! Derjenige, der täglich Unseren HERRN JESUS CHRISTUS im Allerheiligsten
Altarsakrament besucht und somit auch verehrt, wir niemals zweifeln oder irre
werden, was nun der wahre Glaube ist, da der HERRGOTT selbst im Inneren jedes
Geschöpfes die LIEBE und die DANKBARKEIT für die Heilige Mutter Kirche, eben die
Katholische Kirche, einprägt.

Euch alle liebe und umarme ich in der LIEBE unseres HERRN JESUS CHRISTUS

 

Gloria Polo


Einleitung

Wenn
jemand von Ihnen zweifelt oder denkt, dass GOTT nicht existiert, und dass die
jenseitige Welt eine Sache für Filmautoren ist, oder wenn einer glaubt, mit dem
Tod sei alles aus, der möge bitte dieses Büchlein lesen. Aber lesen Sie es vom
Anfang bis zum Ende ganz durch. Sicherlich wird Ihre Meinung, und sei sie noch
so skeptisch, sich ändern.

Es handelt sich hier um eine Tatsache, einen Vorfall, der gut dokumentiert ist
und im Jahre 1995 passierte. Frau Dr. Gloria Polo ist eine Frau aus Kolumbien,
Zahnärztin, die bei einem Unfall „gestorben” ist, d. h. sie war so schwer
verletzt, dass sie einige Tage im „Koma“ lag und nur noch durch die
medizinischen Geräte  des Spitals am Leben erhalten wurde. Hätte man diese
Geräte abgeschaltet, wäre sie sofort gestorben. Die behandelnden Ärzte haben sie
schon ganz aufgegeben und wollten die Geräte auch schon abschalten.  Nur Ihre
Schwester, die auch Ärztin ist, hat darauf bestanden, die Maschinen noch weiter
arbeiten zu lassen.

Sie ist während ihres Komas auf der anderen Seite der Wirklichkeit gestanden, im
Jenseits, und sie durfte wieder zurückkehren, um Zeugnis abzulegen für
diejenigen, die nicht glauben können. Sie hat uns also von dort eine wichtige
Botschaft gebracht. Aber lesen Sie diese in den nächsten Seiten dann lieber
selbst und direkt aus ihrem Munde…

Frau Gloria  durfte in dieser heutigen Zeit, – in einem mystischen Erlebnis, –
das sie sehr deutlich beschreibt, einen Blick in ihr „Buch des Lebens“ werfen.
Und dieses Erlebnis hat sie so erschüttert, dass sie im Auftrag des HERRN zur
Ruferin in der „WÜSTE des GLAUBENS“ unserer modernen Zeit wurde. Dabei ist die
Essenz ihrer Botschaft und ihr Erlebnis selbst nichts anderes als ein Blick auf
die immense Liebe GOTTES zu uns Menschen und auf SEINE große Barmherzigkeit. Sie
spricht dabei zum gleichen Thema wie unser derzeitiger Papst Benedikt XVI. in
seiner ersten Enzyklika „DEUS CARITAS EST“ (GOTT ist LIEBE).

GOTT gibt uns ja immer wieder Beweise, aber wir leugnen trotzdem SEINE Existenz
!

Das Zeugnis von Frau Dr. Gloria Polo

Der Unfall mit dem Blitzschlag

Guten Morgen, Grüß GOTT, liebe Brüder und Schwestern!
Es ist für mich sehr schön und eine große Freude, dass ich hier sein darf,  um
mit Ihnen dieses große Geschenk zu teilen, das GOTT mir gemacht hat,. Das, was
ich Ihnen erzählen werde, ist am 5. Mai 1995 bei der Nationalen Universität von
Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, passiert, so gegen 16:30 Uhr.
Ich bin Zahnärztin. Ich und mein 23-jähriger Neffe, ebenfalls von Beruf Dentist,
machten gerade unsere Dissertation. An diesem Tag, es war ein regnerischer
Freitag, gingen wir zusammen mit meinem Mann in Richtung der Fakultät für
Zahnheilkunde, um uns ein paar Bücher zu holen, die wir benötigten.
Mein Neffe und ich gingen zusammen unter einem kleinen Regenschirm. Mein Mann
hatte einen wasserdichten Mantel und ging direkt entlang der Mauer der
Hauptbibliothek, um sich vor dem Regen zu schützen. Während wir beide immer von
einer Seite zur anderen wechselten, um den Pfützen auszuweichen – so näherten
wir uns, ohne es selbst zu merken, einer Allee von Bäumen, und während wir über
eine größere Pfütze sprangen, traf uns ein Blitz aus der Höhe, der so stark war,
dass wir verkohlten. Mein Neffe war sofort tot und verstarb an Ort und Stelle.

Der Blitz hatte ihn von rückwärts getroffen und sein ganzes Inneres verbrannt.
Äußerlich blieb er unversehrt. Obwohl er so jung war, war er ein ganz GOTT
ergebener Mensch. Er verehrte besonders das JESUS-Kind. Er trug eine Medaille
von IHM in einem Quarzkristall um den Hals. Die Fachleute der Gerichtsmedizin 
sagten, es sei der Quarz gewesen, der den Blitz angezogen habe. Der Blitz ist
direkt in sein Herz eingedrungen. Es trat sofort Herzstillstand ein. Es
verbrannten alle seine inneren Organe, und danach verließ der Starkstrom des
Blitzes seinen Körper über seine Beine. Die Wiederbelebungsversuche waren
vergeblich. Aber rein äußerlich hatte er keine Verbrennungen.
Was mich betrifft, so drang der Blitz über meinen Arm ein und verbrannte meinen
gesamten Körper, innerlich und äußerlich, in schrecklicher Art und Weise. Diesen
meinen wiederhergestellten Körper, den Sie jetzt und hier vor sich sehen, habe
ich nur der Göttlichen Barmherzigkeit zu verdanken – er ist ein Ausdruck der
Barmherzigkeit dieses unseres gütigen und uns über alles liebenden GOTTES.
Mein ganzes Fleisch war durch diesen gewaltigen Blitzschlag verkohlt, meine
Brüste waren weg, vor allem auf der linken Seite hatte ich da, wo vorher mein
Busen war, ein großes Loch. Es gab kein Fleisch mehr an mir, sowohl  meine
Rippen, mein Bauch, mein Unterleib als auch meine  Beine und meine Leber waren
komplett verkohlt. Der Blitz verließ meinen Körper über mein rechtes Bein. Meine
Nieren erlitten starke Verbrennungen, ebenso meine Lungen und einer meiner
Eierstöcke.
Ich verwendete die Spirale als Verhütungsmittel, diese war aus Kupfer, und
Kupfer ist ja ein guter elektrischer Leiter. Deshalb waren wohl auch meine
Eierstöcke so stark  verbrannt. Sie waren so klein wie zwei Weintrauben. Ich
erlitt einen Herzstillstand und war praktisch ohne Leben. Mein Körper zuckte und
vibrierte wegen des Elektro-Schocks, den der Blitz erzeugt hatte. Selbst der
nasse Boden stand noch unter elektrischer Ladung. Deshalb konnte mir im ersten
Moment auch niemand helfen, da es für längere Zeit  unmöglich war, mich
anzufassen.

Die Wunder, die der HERR an mir gewirkt

Und gerade diese schweren Verletzungen und Verbrennungen, sowie der
Herzstillstand, den ich erlitt, und der aufgrund seiner Dauer, in den ersten
Augenblicken konnte  mich  ja  wegen  der  elektrischen  Ladung  meines 
Körpers  und  des  nassen Bodens um mich herum niemand berühren, sehr
lebensbedrohend war, belegen in einer außergewöhnlichen Art und Weise die große
Güte, die unendliche Barmherzigkeit unseres HERRN und GOTTES, der uns alle in
SEIN Herz geschlossen hat und jeden einzelnen von uns immer wieder einlädt, zu
IHM zurück zukehren.
Durch drei einzelne Tatsachen, für die mein Körper Zeugnis ablegt, möchte ich
Ihnen diese Wundertaten GOTTES aufzeigen. Da ist einmal der Herzstillstand, der
unwillkürlich zu einer Unterversorgung des Gehirns mit dem wichtigen Sauerstoff
führt und damit bleibende Schäden im Gehirn zur Folge hat.
(Ärztliche Kommentare zum Herzstillstand: „Nur sofort einsetzende
Wiederbelebungsmaßnahmen können das Leben retten da bereits nach drei Minuten
Herzstillstand und damit Sauerstoffmangel das Gehirn unwiederbringlichen Schaden
nimmt …“  oder „Denn bislang verfügen Patienten mit akutem Herzstillstand über
äußerst geringe Chancen, mit dem Leben und ohne größere geistige Behinderung
davonzukommen …“)
Trotzdem, dass ich erst nach einem dafür zu lang dauernden Herzstillstand an die
Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden konnte, habe ich nach meiner Zeit im 
Koma  keine  Schäden  im  Gehirn  davon  getragen,  wie  Sie  selbst,  die  Sie 
mich hier vor sich sehen, feststellen können.
Viele  Ärzte  des  Krankenhauses  in  Bogota  haben  meiner  Schwester,  die 
ja  selbst dort   Ärztin   war,   die   Hoffnungs-  und   Sinnlosigkeit   des  
weiteren   Anschlusses meines Organismus an die Herz-Lungen-Maschine vor Augen
geführt, und sie davon überzeugen wollen, dass diese Maßnahme beendet werden
sollte. All diesen gut gemeinten Ratschlägen zum Trotz, hat es meine Schwester
mit ihrer Sturheit und ihrem ganzen Einfluss in diesem Krankenhaus durchgesetzt,
dass mein Körper eben weiter an dieser Maschine angeschlossen blieb. Also, welch
großartiges Wunder, das keiner medizinischen Erklärung zugänglich ist.
In  gleicher  Art  und  Weise  ist  es  ein  Wunder,  dass  meine  verkohlten 
Nieren  und Lungen  wieder  ihre  Funktionen  aufnahmen.  Die  Ärzte  haben 
keine  Blutwäsche (Dialyse)  bei  mir  gemacht,  weil  sie  zu  wissen 
glaubten,  dass  meine  Nieren  nicht mehr arbeiten konnten. Sie waren eben der
Meinung, dass es bei mir nicht mehr notwendig sei, die Funktion der Nieren
künstlich zu ersetzen, da ich sowieso keine Überlebenschance hätte. Und ihrem
medizinischen Urteil zum Trotz haben meine verkohlten Nieren wieder ihre Arbeit
aufgenommen.
Ebenfalls  als  großes  Wunder  ist  die  Wiederherstellung  meiner  Haut  zu 
werten.
Mein ganzer Köper war ja, nachdem sie mir die verbrannte Haut abgezogen und
richtiggehend  abgekratzt  haben,  eine  einzige  offene  Fleischwunde.  Das 
rohe Fleisch war zu sehen. Die Schmerzen waren unbeschreiblich. Es hat gebrannt,
wie wenn man im Feuer schmoren würde. Es brannte außen und auch innen, bei je-
dem Atemzug.
Alles schmerzte mich, nur von den Füßen abwärts hatte ich kein Gefühl. Wenn sie
meine offenen Wunden reinigten, spürte ich an meinen Beinen überhaupt nichts,
während die Reinigung an den übrigen Körperstellen unbeschreibliche Schmerzen 
verursachte. Meine Füße glichen  zwei verkohlten Holzstützen. Sie waren ganz
schwarz.
Und nach einem Monat kamen die Ärzte zu mir und sagten: „ Schau, liebe Gloria,
das Wunder, das GOTT an Ihnen gewirkt hat, ist so riesig und unglaublich. Es ist
einfach toll, dass fast schon die ganze Haut wieder hergestellt ist. Es ist zwar
ein dünnes Häutchen, das sich da und dort erst gebildet hat, und es sind noch
viele offene Stellen dazwischen. Aber diese Stellen, wo sich die zarte Haut
gebildet hat, lassen uns hoffen, dass bald der ganze Körper wieder mit der
schützenden  Haut  überzogen  sein  wird.  Aber  Sorgen  bereiten  uns  Ihre 
Beine.  Wir können hier nichts mehr tun. Wir müssen Ihre Füße leider
amputieren.“
Ich war ja vorher sehr sportlich, ein Aerobic-Fan. Und als sie mir nun sagten,
dass sie mir die Füße abschneiden müssten, habe ich einzig und allein gedacht:
Ich muss so schnell wie möglich aus diesem Krankenhaus fliehen. Ich muss weg von
hier, ich muss mich davon machen, um meine Beine zu retten. Es gingen also die
Ärzte aus dem Zimmer, und ich erhob mich aus meinem Krankenbett, um davon zu
laufen. Aber schon beim ersten Schritt hielten meine Beine nicht stand, und ich
fiel auf den Bauch wie ein Frosch oder eine Kröte, die das erste Mal hüpft und 
mit dem Bauch am Boden landet.
Sie mussten mich also vom Boden auflesen und brachten mich vom 5. Stock in den
7. Stock des Spitals. Und wissen Sie, wen ich dort getroffen habe. Ich  traf
dort eine Frau, der man schon die Beine unterhalb des Knies abgenommen hatte.
Und nun wartete sie darauf, dass man ihr die Beine noch weiter oben – also
unterhalb der Hüfte amputiere. Und als ich diese Frau so sah, dachte ich daran,
wie viel Geld der Welt bräuchte man, um sich neue Beine zu kaufen.
Nicht alles Gold der Welt kann Dir neue Beine verschaffen. Was für ein Wunder
sind die Füße. Als man mir die Beine abschneiden wollte, überkam mich eine
unbeschreibliche Traurigkeit, und mir kam zum ersten Mal der Gedanke, dass ich
mich nie beim HERRN für das Wunder meiner Beine bedankt hatte. Ganz im Gegenteil
ich hatte meine Beine und meinen ganzen Körper gemartert, um meinem Hang zum
Dicksein und zur Gewichtszunahme entgegen zu wirken.
Ich habe gehungert wie eine Irre, habe Geld ausgegeben mit vollen Händen für
Diäten und sonstige Kuren, nur um mich schlank zu sehen und auch schlanke Beine 
zu  haben.  Nicht  nur  ein  Vermögen  hat  mich  das  gekostet,  sondern  
mehrere Vermögen habe ich dafür aufgebraucht.
Und nun auf einmal sehe ich meine Füße ohne Muskeln, spindeldürr, ganz schwarz,
auf allen Seiten mit Löchern übersät. Und jetzt bedanke ich mich beim HERRGOTT
für diese missgestalteten Beine. Sie waren auf einmal so wertvoll für mich.
Nicht ihr  Anblick  war  mir  wichtig,  sondern  ihre  Funktion.  Einfach  nur, 
sie  zu  haben, war mir wichtig. Und dafür bedankte ich mich beim HERRN. Und ich
sagte zum Lieben GOTT:
„HERR, ich danke DIR für diese zweite Chance, die DU mir gegeben hast! Danke,
vielen Dank dafür, für diese Chance, die ich wirklich nicht verdient habe. Aber
Lieber GOTT, ich bitte DICH aus tiefsten Herzen, um eine Gefälligkeit, eine ganz
winzig kleine Gefälligkeit. Lass mir wenigstens diese meine verunstalteten
Beine! Lass sie mir, damit ich mich wenigstens halbwegs bewegen kann, dass ich
mich  wenigstens  halb  aufrichten  kann.  Lass  sie  mir,  bitte,  lass  sie 
mir  wenigstens so, wie sie sind. Ich werde DIR dafür immer dankbar sein.“
Und  auf  einmal  beginne  ich  meine  Füße  zu  spüren.  Das  war  am 
Freitag.  Und von Freitag auf Montag werden diese meine schwarzen Spindeln, die
ohne Leben  waren,  die  ausschauten  wie  ein  Glas  dunkler  Limonade  mit 
Luftbläschen,
langsam  rötlich  und  hell.  Ich  spürte  direkt,  wie  immer  mehr  der 
Blutkreislauf von  meinen  verkohlten  Beinen  Besitz  ergriff.  Immer  mehr 
spüre  ich  sie,  meine eigenen Beine.
Und als am Montag die Ärzte an mein Krankenbett zur Visite kamen, um die letzte
Untersuchung  vor  meiner  Amputation  zu  machen,  da  staunten  Sie,  als 
ich  vom Bett aufstand und mich auf meine eigenen Füße stellte, die mich auch
hielten. Ich fiel also nicht hin. Sie untersuchten mich, sie griffen immer
wieder meine Füße an und konnten es einfach nicht glauben und trauten ihren
eigenen Augen nicht.
Und  ich  zeigte  ihnen  Bewegungen,  die  ich  mit  meinen  Beinen  machen 
konnte.
Ich hatte zwar unbeschreibliche Schmerzen in meinen Beinen. Aber ich glaube, ich
war noch nie so glücklich über so große Schmerzen, die ich in den Füßen spürte, 
wie  in  diesem  Augenblick.  Meine  Beine  waren  zu  meinem 
Körper zurückgekehrt. Und dies alles auf eine Art und Weise, die medizinisch
nicht erklärbar ist, und worüber die Ärzte einfach nur staunen konnten.
Der  Chefarzt  der  Abteilung  im  7.  Stock  des  Krankenhauses  sagte  auch 
gleich  zu mir: „Wissen Sie, Gloria, in 38 Jahren des ärztlichen Dienstes habe
ich noch nie ein so großes Wunder gesehen und erlebt wie das Ihrer Beine.“
Und  schauen  Sie  her,  meine  lieben  Geschwister  im  HERRN,  hier  sind 
sie,  meine wieder  hergestellten  Füße.  Nicht  aus  Überheblichkeit  und 
Eitelkeit,  sondern  nur um  GOTT  die  Ehre  zu  geben,  stolziere  ich  hier 
vor  Ihnen  auf  und  ab  und  zeige Ihnen meine Beine, um ihnen die Größe der
Taten des HERRN, Unseres Lebendigen GOTTES, SEINER Unendlichen LIEBE zu uns und
SEINER ALLMACHT, zu beweisen.  (Kommentar:  Gloria  geht  auf  der  Rednerbühne 
hin  und  her  und  die  Zuhörer applaudieren im Anblick dieses Wunder GOTTES)
Ein  anderes,  großes  Wunder,  das  der  HERR  an  mir  gewirkt  hat,  ist 
folgendes.  Ich hatte keinen Busen mehr. Stellen Sie sich das einmal vor, ich
war eine sehr stolze, eine eitle Frau. Mein Motto war:
„Eine Frau muss die Reize zeigen und ausnützen, die sie von der Natur geschenkt
bekommen hat.“
Und so sagte ich mir, da das Beste, was ich habe, meine Brüste, meine Füße und
überhaupt meine Figur, mein weiblicher Körper sind, werde ich es zur Schau
stellen.  Ich  zeigte  meine  weiblichen  Reize  auch  immer  sehr  ostentativ. 
Ich  betonte die Kur ven meiner Figur und bewegte meine Hüften auffällig. Und
ich erweckte auf diese Art und Weise auch immer eine große Aufmerksamkeit. Ich
trug immer Kleidung mit großem Ausschnitt, um meinen schönen Busen zu betonen
und herzuzeigen. Und ich bildete mir viel auf meine schönen Beine ein.
Und schaut nun, meine lieben Geschwister im HERRN, gerade all diese Lieblinge
meiner  Eitelkeit,  wurden  am  meisten  verbrannt.  Gerade  all  das 
verkohlte  und war ganz unansehnlich.
Nun,  weiter  mit  diesen  wunderbaren  Taten  GOTTES,  die  er  an  mir 
vollbrachte.
Ich  ging  zu  einem  Arzt,  der  mich  immer  in  meinen  sportlichen 
Aktivitäten  und Leistungen  betreute.  Stellen  Sie  sich  vor  ein  Arzt, 
der  immer  gewohnt  war,  eine selbstbewusste und auf ihren Körper eingebildete
Frau zu sehen, die für die Figur ihres Körpers wie eine Irre hungerte, die
Medikamente und Drogen für ihre Figur schluckte und in sich hineinfraß  wie ein
Müllschlucker, dieser mein Arzt für meine sportlichen Aktivitäten sah meinen
Körper auf einmal halb verbrannt und verunstaltet. Er wollte seinen Augen nicht
trauen. Er machte nämlich alle möglichen Untersuchungen  mit  CRT  und  den 
modernsten,  auch  nuklearen  medizinischen Geräten.
Und danach sagte er zu mir: „Wissen Sie, Frau Gloria, mit diesem kleinen Stück
Leber, das ihnen geblieben ist, werden Sie überleben können. Aber ihre
Eierstöcke, meine liebe Frau, sind einfach komplett geschrumpft, verkohlt und
eingetrocknet und gleichen einem Büschel von eingetrockneten Weintrauben. Und
deshalb werden Sie nie mehr in Ihrem Leben Kinder bekommen können.“
Und ich dachte in meinem Inneren: Danke mein GOTT, dass Du mir auf diese Weise
jegliche Sorge der Familienplanung abgenommen hast. Ich bin auf natürliche Weise
unfruchtbar.
GOTT,  ich  danke  DIR  dafür,  EHRE  sei  DIR,  o   GOTT  dafür.  Ich  war 
sogar  glücklich darüber, denn so hatte ich wenigstens eine Sorge weniger.
Aber  eineinhalb  Jahre  später  spürte  ich,  dass  dort,  wo  meine  Brüste 
waren  und jetzt nur mehr die Haut meine Rippen bedeckte,   auf einmal ein
Ziehen und Jucken  zu  spüren  war,  und  sich  die  Haut  spannte  und 
wölbte.  Ich  bekam  Schmerzen. Auf einmal machte sich wieder mein Busen
bemerkbar, und es wuchs mir die Brust. Es war für mich äußerst seltsam und
unerklärlich, dass ich auf einmal wieder einen Busen hatte.
Und  wisst  Ihr,  was  die  Ursache  war.  Ich  stellte  fest,  dass  ich 
schwanger  war.
Schwanger  trotz  der  verschmor ten  Eierstöcke.  Und  so  schenkte  GOTT  mir
meinen Busen wieder. Und mit dieser Brust war ich in der Lage, ein wunderbares,
sehr gesundes Mädchen, das ich zur Welt brachte, mit der eigenen Muttermilch zu
stillen.
Diese  meine  jüngste  Tochter  heißt  Maria  José.  Und  als  Folge  davon 
normalisierte sich auch meine Menstruation und all meine weiblichen Hormone
kamen wieder ins Gleichgewicht. Auch meine Eierstöcke erzeugten in normaler
Weise wieder Eizellen.
Und  dies  sind  im  Großen  und  Ganzen  die  Wundertaten  GOTTES,  die  ER  an
mir, an meinem Körper gewirkt hat, und für die ich Zeugnis ablege.

Die andere Seite des Geschehens

Aber hört nun gut zu! Dies war der körperliche, der materialistische, physische
Teil meines Unfalles.
Aber der andere Teil dieses Geschehens war weitaus schöner, es war ein
unvorstellbares, ein wunderschönes Erlebnis. Denn während mein Körper verkohlt
da lag, befand ich (meine Seele) mich in einem wunderbaren weißen Tunnel. Es war
ein weißes Licht um mich herum, ein unbeschreibbares Licht, das in mir eine
solche Wonne auslöste, einen solchen Frieden, ein solches Glück. Gefühle, die
mit menschlichen Worten einfach nicht zu beschreiben sind. Es gibt  – ganz
einfach gesagt – keine irdischen Worte, um die Größe dieses Augenblickes zu
beschreiben. Es war eine wahnsinnig enorme Ekstase, ein unbeschreiblicher
Höhepunkt. – In diesem Licht bewegte ich mich vorwärts,
unbeschreiblich glücklich und voll Freude, nichts beschwerte mich in diesem
Tunnel.
Als ich aufschaute, sah ich am Ende dieses Tunnels so etwas wie eine Sonne, ein
weißes Licht, ich sage “weiß” nur um eine Farbe zu nennen, denn die Farbe des
Lichtes und seine Helligkeit war unbeschreiblich, sie war mit nichts zu
vergleichen, was es auf dieser Welt an Farben gibt. Das Licht war einfach
wunderschön. Dieses Licht war für mich wie die Quelle dieser ganz großen Liebe,
dieses Friedens in mir und um mich herum, eine unbeschreibliche Liebe und ein
Friede, den ich von der Welt nicht kannte…
Während ich mich in diesem Tunnel vorwärts bewegte, sagte ich zu mir selbst: „Karamba!
Ich bin ja gestorben…“ Und in diesem Augenblick dachte ich an meine Kinder und
jammerte: „Oh, mein GOTT, meine Kinderchen! Was werden wohl meine Kinder sagen?“

Ich war eine Mutter, immer beschäftigt und unter Stress, die nie Zeit für sie
hatte. Ich ging sehr früh morgens aus dem Haus, um die Welt zu erobern, und
kehrte erst spät abends wieder heim. Und dabei war ich unfähig, meine Familie
und meine Kinder richtig zu betreuen. Und da sah ich nun die ganze Misere meines
eigenen Lebens in der ganzen Wahrheit und ohne Beschönigungen, und es überkam
mich eine große Traurigkeit.
In diesem Moment innerer Leere wegen der Abwesenheit meiner Kinder nahm ich
weder meinen Körper noch die Dimension von Zeit und Raum wahr. Ich blickte
wieder auf und sah etwas sehr Schönes. Ich sah alle Menschen meines Lebens in
einem einzigen Moment und gleichzeitig, wirklich in einem nur einzigen
Augenblick, und zwar die Lebenden und die Toten. Ich umarmte meine Urgroßeltern,
meine Großeltern, meine Eltern, die bereits gestorben waren, einfach alle! Es
war ein solcher Augenblick der Fülle, es war wunderbar. Ich begriff nun, dass
man mich mit der Geschichte von der ReInkarnation betrogen hatte. Ich hatte mir
praktisch damit ein „Eigentor“ geschossen, denn ich hatte die „ReInkarnation“
immer fanatisch und vehement verteidigt. Man hatte mir gesagt, dass meine
Großmutter sich  in jemand Anderen inkarniert habe, aber sie sagten mir nicht,
in wen, und weil mir die Wahrsagerei, um das herauszubekommen, zu teuer war,
ließ ich die Sache auf sich beruhen und forschte nicht weiter nach , in wen sie
sich inkarniert hat.
Ich selbst traf immer wieder Menschen, von denen ich annahm, dass mein
Urgroßvater und mein Großvater in diesen Personen inkarniert wären. Und nun
hatte ich soeben meinen Großvater und meine Urgroßvater umarmt. Wir haben uns
ganz richtig und wirklich umarmt, und ich traf alle in einem einzigen
Augenblick; und das geschah mit allen Leuten, die ich je gekannt habe, und aus
allen Gegenden, wo ich einmal war, und zwar mit Lebenden und Verstorbenen – und
das  alles in einem Moment.
Nur meine Tochter reagierte erschrocken, als ich sie umarmte. Sie war damals
gerade mal neun Jahre alt und hat meine Umarmung in ihrem wirklichen Leben auf
dieser Welt in demselben Moment gespürt. Sie fühlte also meine Umarmung in
diesen Stunden, in denen sie und die ganze Familie um mein Leben bangten, da ich
mein Körper ja noch im Krankenhaus im Koma lag.
Normalerweise spüren wir eine solche Umarmung aus dem Jenseits nicht. In diesem
wunderbaren Zustand ist die Zeit stehen geblieben, es einfach so wundervoll,
ohne dem Ballast des Fleisches, ohne Leib. Und schaute die Leute nicht mehr so
an wie früher.
Im meinem Leben vorher schaute ich nur darauf, ob einer dick, dünn, hässlich,
dunkelhäutig oder gut angezogen war oder nicht… Ich teilte die Menschen danach
ein, und war deshalb voller Vorurteile und zynischer Kritik. Immer, wenn ich
über andere sprach, habe ich kritisiert. Jetzt, hier war das ganz anders.
Hier war alles ohne den körperlichen Leib. Jetzt sah ich auch das Innere der
Menschen und wie schön war das, das Innere der Menschen zu sehen, ihre Gedanken
und Gefühle, während ich sie umarmte. Und während ich alle so in den Arm nahm,
bewegte ich mich gleichzeitig immer weiter nach oben.
Und auf diese Art kam ich mich weiter, voll des Friedens und glücklich. Und je
höher ich aufstieg, umso mehr wurde mir bewusst, dass mir eine wunderbare Vision
zuteil geworden war – und am Ende dieses Weges sah ich einen See, einen
wunderbaren See, umgeben von so wunderschönen Bäumen, so schön, so schön, es
gibt keine Steigerung von schön. Und ebenso waren hier Blumen in allen Farben,
mit einem Duft, der einem so wohl tat – es war alles so anders, alles war so
überaus schön in diesem wunderbaren Garten, an diesem herrlichen Ort – es gibt
keine Worte, um das zu beschreiben, alles war Liebe.
Es gab da zwei Bäume, die etwas einschlossen. Es schien ein Eingangstor zu sein.
Es ist alles so ganz anders, als wir es kennen. Nicht einmal die Farben haben
eine Ähnlichkeit mit den unseren. Dort ist alles so unaussprechlich schön.
In diesem Augenblick sehe ich meinen Neffen, der mit mir verunglückt war, wie er
in diesen wunderbaren Garten hineingegangen ist. Und ich wusste, ich fühlte,
dass ich dort nicht eintreten durfte, und auch noch nicht konnte, – dort
eintreten…

Die erste Rückkehr

In diesem Moment hörte ich die Stimme meines Mannes. Er schreit, weint mit
zerbrochenem Herzen und ruft aus tiefster Seele: „Gloria!!! Was ist passiert!
Gloria! Bitte lass mich nicht allein. Schau Deine Kinder brauchen Dich. Gloria,
komm zurück! Sei kein Feigling und lass uns nicht allein zurück!“ In diesem
Augenblick sah ich alles – wie auf einem Blick – ich hatte die Übersicht über
alles –  und sah nicht nur ihn, wie er so schmerzlich weinte.
Und in diesem Augenblick gewährte mir der HERR die Rückkehr. Aber ich wollte
nicht zurück. Dieser Friede, diese Freude, diese Wonne, in die ich hier
eingehüllt war, faszinierte mich.
Aber allmählich und immer mehr begann ich mich abwärts zu bewegen in Richtung
meines Körpers, den ich ohne Leben vorfand. Ich sah, dass mein lebloser Körper
auf einer Tragbahre in einer Abteilung der medizinischen Universität von Bogota
lag. Ich sah die Ärzte, wie sie sich um mich bemühten, und mir mit einem Gerät
Elektroschocks verabreichten, um meinen Herzstillstand zu beheben.
Vorher hatten mein Neffe und ich mehr als zwei Stunden am Boden gelegen, weil
man uns wegen der elektrischen Schläge, die von unseren durch den Blitzschlag
mit Strom aufgeladenen Körpern ausgingen, nicht anfassen konnte. Erst jetzt
konnten sie sich um uns kümmern und erst jetzt begann das Bemühen um meine
Wiederbelebung. Und sehen Sie her. Ich (Meine Seele) komme zu meinem Körper und
berühre mit den Füßen meiner Seele diese Stelle meines Kopfes (Frau Gloria zeigt
dabei auf die Stelle Ihres Kopfes).
Die Seele ist ein Abbild unseres menschlichen Körpers in ihrer Form. – Und in
dem Moment sprang ein Funke mit großer Kraft auf mich über. Und so zwinge ich
mich wieder in meinen Körper hinein. Es schien mir, als sauge er mich wieder in
sich hinein.
Dieses Eintreten in den Körper tat unendlich weh, denn von allen Seiten sprühte
mein Körper Funken. Und es fühlte sich an, als würde ich in etwas sehr Kleines,
Enges hineingepresst werden. Das war aber mein Körper. Es war als würde ich mit
meiner ganzen normalen Statur in Babywäsche gezwängt, die aus Draht zu sein
schien. Es war ein fürchterlicher Schmerz. Und ab diesem Zeitpunkt begann ich
auch die Schmerzen meines total verbrannten Körpers zu spüren, dieser
ausgebrannte Leib tat so weh, so unsäglich weh, es brannte fürchterlich, alles
rauchte und dampfte.
Ich hörte, wie die Ärzte riefen: Sie ist zu sich gekommen! Sie ist zu sich
gekommen! Sie waren außer sich vor Freude, aber meine Schmerzen waren
unbeschreiblich. Meine Beine waren total schwarz und verkohlt, mein ganzer Leib
war eine offene Fleischwunde, so überhaupt noch Fleisch dran war.

Die Eitelkeit

Der größte, unerträglichste  Schmerz aber war meine Eitelkeit. Das war eine
andere Art von Schmerz in mir, es war die Eitelkeit eines weltlichen Weibes,
einer emanzipierten Frau von Welt, einer selbstständigen, selbstbewussten
Exekutiv-Fachfrau, Professionistin, Akademikerin, Intellektuellen, einer
Studierten, einer Frau der Wirtschaft, eines Geschöpfes, das in der Gesellschaft
eine Rolle hatte spielen wollen.
Zugleich war ich aber eine Sklavin meines Körpers, Sklavin der Schönheit, der
Mode. Täglich verbrachte ich vier Stunden mit Aerobic, mit Massagen, Diäten und
Injektionen, und alles, was Sie sich in der Richtung nur vorstellen können. Das
Wichtigste, mein Götze war die Schönheit meines Körpers. Und dafür nahm ich
viele Opfer auf mich. Das war mein Leben gewesen, nur ein Götzendienst an meiner
äußeren Schönheit.
Ich pflegte zu sagen, ein schöner Busen ist dazu da, um ihn herzuzeigen. Warum
sollte ich ihn verstecken? Dasselbe sagte ich von meinen Beinen, denn ich
wusste, dass ich spektakuläre Beine besaß und alles in allem eine sehr gute
Figur.
Und in einem Moment sah ich mit Entsetzen und begriff, wie ich mein ganzes Leben
immer nur meinen Körper gepflegt hatte Dies war der Mittelpunkt meines Lebens
und mein ganzes Interesse gewesen: die Liebe zu meinem Körper. Und nun hatte ich
keinen Körper mehr. Da wo die Brust war, waren beeindruckende Löcher, besonders
an der linken Seite war alles weg. Meine Beine sahen entsetzlich aus, nur mehr
blanke Knochenstumpen, verkohlt, total schwarz wie verbrannte Grill-Koteletts.
Ja, alle Stellen meines Körpers, die ich am meisten gehegt und gepflegt hatte,
waren verkohlt und kaputt.

Im Krankenhaus

Anschließend brachte man mich ins Krankenhaus der Sozialversicherung. Dort
begannen sie mich schnell zu operieren und meine verbrannten Gewebestellen
abzuschaben. Während der Narkose verließ ich meinen Körper zum zweiten Mal und
schaute zu, was die Ärzte mit mir machten und war um mein Leben sehr besorgt,
vor allem hatte ich Angst um meine Beine.
Als plötzlich – wie entsetzlich und schrecklich –  etwas Fürchterliches
geschah…
Weil ich muss Ihnen, meine lieben Schwestern und Brüder, gestehen, auch im
Religiösen war ich – wie auch sonst in meinem ganzen Leben – „auf Diät“.  Also
ich war in der Beziehung zum HERRGOTT eine auch „im Glauben auf Diät gesetzte
Katholikin“. Es ist wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind: Ich war eine
schlechte Katholikin.
Meine ganze Beziehung zu GOTT bestand darin, dass ich einen Sonntagsgottesdienst
besuchte, der lediglich 25 Minuten dauerte. Ich suchte mir immer die Heiligen
Messen aus, wo der Priester am wenigsten sprach, weil mich sein Reden
langweilte. Welche Qual waren mir die Priester, die lange Predigten hielten. Das
war meine Beziehung zu GOTT – sie war sehr dürftig und darum hatten auch
alle weltlichen Strömungen und Mode-Erscheinungen eine solche Gewalt über mich.
Ich war eine richtige Windfahne.
Was gerade als das Neueste, das Modernste des Rationalismus oder der
Freigeistigkeit galt, zum dem lief ich mit fliegenden Fahnen über.  Es fehlte
mir der Schutz des Gebetes, es fehlte mir der Glaube. Es fehlte mir auch der
Glaube an die Kraft der Gnade, an die Kraft des Heiligen Messopfers. Und gerade
als ich mich für meinen Beruf weiterbildete und spezialisierte, brachte diese
meine Flatterhaftigkeit die schlimmsten Blüten hervor.  In dieser Zeit an der
Universität hörte ich eines Tages einen katholischen  Priester sagen, dass es
„keinen Teufel gäbe und eben auch keine Hölle“.
Das war genau das, was ich hören wollte! Sofort dachte ich bei mir: wenn es also
keinen Teufel gibt und keine Hölle, dann kommen wir alle in den Himmel. Wer
braucht  jetzt noch Angst zu haben?
Worüber ich jetzt noch sehr traurig bin, was ich Ihnen nur mit großer Scham
eingestehen kann, ist, dass dies, nämlich der Glaube an die Hölle, das letzte
Band war, das mich noch in der Kirche hielt. Es war einfach diese existenzielle
Angst vor dem Teufel, die mich noch mit der Gemeinschaft der Kirche in
Verbindung stehen ließ. Als man mir also sagte, es gäbe ihn und die Hölle ja gar
nicht, sagte ich mir also gleich:
„Warum soll ich mich da noch bemühen und für ein Leben nach den Regeln der
„alten Kirche“ kämpfen. Also gut, dann kommen wir alle  in den Himmel, es ist
also ganz egal, was wir sind und was wir tun.“
Das eben war dann endgültig der Grund, warum ich mich völlig vom HERRN
entfernte. Ich entfernte mich von der Kirche und begann über sie zu schimpfen
und nannte sie dumm und überholt … etc. Ich hatte keine Angst mehr vor der
Sünde und begann meine Beziehung zu GOTT kaputt zu machen. Die Sünde blieb nicht
nur in mir drinnen, sondern diese Sünde begann sich über mich nach außen zu
verbreiten und andere anzustecken. Ich wurde im negativen Sinn aktiv. Ja, ich
fing jetzt sogar selber an, allen zu erzählen, dass der Teufel gar nicht
existiert, dass er eine Erfindung der Geistlichkeit sei – und irgendwann begann
ich auch meinen Kollegen auf der Universität zu sagen, dass auch GOTT nicht
existiere und dass wir ein Produkt der Evolution sind etc. etc.
Und so gelang es mir, viele Menschen zu beeinflussen. Das sei vorausgeschickt,
damit Sie das Nachfolgende besser verstehen können.

Den Teufel gibt es wirklich

Nun hören Sie, was passierte: Als ich mich in dieser fürchterlichen Situation
befand, was für ein entsetzlicher Schreck! Denn auf einmal sah ich, dass es
wirklich Dämonen gab; und sie kamen jetzt, um mich zu holen.
Ich sah diese Teufel mit all ihrer Schrecklichkeit vor mir, Und keine der
Darstellungen, die ich auf Erden bisher gesehen habe, können auch nur im
Kleinsten darlegen, wie schrecklich diese Teufel in Wirklichkeit aussehen. Und
so sehe ich, wie auf einmal aus den Wänden des Operationssaales, viele dunkles
Gestalten herauskommen. Es scheinen ganz normale und gewöhnliche Menschen zu
sein, aber sie haben alle diesen schrecklichen, grauenhaften Blick. Der Hass
schaut ihnen direkt aus den Augen heraus. Und auf einmal begreife ich, dass ich
ihnen etwas schulde. Sie kamen, um mich zu kassieren, weil ich ihre Angebote zur
Sünde angenommen hatte, und nun musste ich den Preis dafür bezahlen, und dieser
Preis war ich selber.
Denn meine Sünden hatten Konsequenzen. Die Sünden gehören Satan, sie sind kein
Gratisangebot von ihm, sie müssen bezahlt werden. Der Preis sind wir selber.
Wenn wir also sozusagen in seinem Laden einkaufen, werden wir die Ware bezahlen
müssen. Das sollte uns bewusst werden. Wir müssen für jede Sünde bezahlen, wir
bezahlen mit unserer Gewissensruhe, wir bezahlen mit unserem inneren Frieden,
wir bezahlen mit unserer Gesundheit… Und wenn wir sehr treue Stammkunden in
Satans Supermarkt sind und immer nur in seinem Laden einkaufen, wird er am Ende
uns selber kassieren.
Und die größte Verleumdung und die Hauptlüge, der große Trick des Teufels ist
es, dass er das Märchen verbreitet, dass es ihn (den Teufel) gar nicht gäbe.
Und diese fürchterlichen, dunklen Gestalten umkreisen mich und es ist eindeutig,
dass sie nur mit dem einen Ziel kommen, mich mitzunehmen. Sie haben
wahrscheinlich keine Vorstellung, was das für ein Schrecken, was das für eine
scheußliche Angst war, dass mir mein ganzer Intellekt, meine Hochgeistigkeit,
meine Wissenschaftlichkeit, meine akademischen Titel und meine abgeschlossene
Berufsausbildung in dieser Situation überhaupt nichts halfen. Sie waren
vollkommen wertlos.
Diese Sünden ziehen uns also in die Tiefe, nach unten, hin zum „VATER der LÜGE“.
Wenn wir aber unsere bedauerlichen Versager und Sünden (die wir bezahlen müssen)
im Bußsakrament zu GOTT bringen, dann bezahlt GOTT den Preis. ER hat ihn mit
seinem eigenen Blut und Leben am Kreuz bezahlt. Und ER bezahlt jedes Mal, wenn
wir sündigen, wieder. ER hat für uns die Höllenqualen erduldet, die wir uns
eingehandelt haben und die uns dem Besitzer der Sünden (dem Satan) verpflichtet
haben. Wir sind von JESUS CHRISTUS frei gekauft worden. Wir haben nun ein
Anrecht auf SEIN Reich, auf SEIN Leben, denn ER hat uns zu  „Kindern GOTTES“
gemacht.
Und da kamen sie nun, diese dunklen Gesellen, um ihr Eigentum – MICH – zu
kassieren…
Ich sah sie jetzt aus der Wand hervortreten und in den OP hereinkommen. Es waren
sehr viele Personen, die da plötzlich herumstanden. Nach außen sahen sie
zunächst normal aus, aber der Blick eines jeden war voller Hass, voll eines
teuflischen Hasses. Und sie waren so seelenlos, wie innen ausgebrannt. Meine
Seele sträubte sich und erzitterte, und ich verstand sofort, dass sie Dämonen
waren. Ich verstand, dass sie meinetwegen hier waren, weil ich ihnen etwas
schuldete, denn die Sünde ist nicht gratis. Dies ist ja die größte Niedertracht
und Lüge des Teufels, dass er die Menschen glauben macht, dass es ihn gar nicht
gibt.
Das ist seine Strategie, danach kann er alles mit uns machen, was er will,
dieser Lügner. Und nun sah ich mit Entsetzen: O ja, es gibt sie und sie begannen
bereits mich zu umkreisen, sie wollten mich holen.
Können Sie sich mein Entsetzen vorstellen? Meine Angst, diesen Terror?!
Meine ganze Wissenschaft, Gescheitheit und gesellschaftliche Stellung nützten
mir nun gar nichts. Ich begann mich am Boden zu wälzen, mich auf meinen Körper
zu werfen, weil ich in meinen Körper flüchten wollte, aber mein Körper nahm mich
nicht mehr auf; und dies war ein fürchterlicher Schreck.
Ich fing an zu laufen und zu fliehen. Ich weiß nicht wie, aber ich durchbrach
die Wand des Operationssaales. Ich wollte nichts als fort, aber als ich durch
die Wand hindurch ging – zack – machte ich einen Sprung ins Nichts. Ich wurde
ins Innere eines dieser Tunnels verfrachtet, die plötzlich da waren und nach
unten führten.
Am Anfang war noch etwas Licht da und es waren Lichter wie Bienenwaben. Und es
wimmelte hier auch wie in einem Bienenstock, so viele Menschen waren hier.
Erwachsene, Alte, Männer, Frauen und mit lautem Geschrei, borstig und mit wilder
Mähne knirschten sie mit den Zähnen. Und ich wurde immer tiefer in die  Erde
hinabgezogen und bewegte mich unaufhörlich nach unten, obwohl ich mich immer
bemühte, von da raus zu kommen. Das Licht wurde immer weniger, es wurde immer
düsterer, und ich trieb in diesem Tunnel dahin bis es außerordentlich finster
wurde.
Wehrlos tauchte ich in diese Finsternis ein, für die es einfach  keinen
Vergleich gibt. Die finsterste Finsternis dieser Erde ist dagegen noch ein
heller Mittag. Aber dort verursacht diese Finsternis fürchterliche Schmerzen,
Horror und Scham, – und sie stinkt entsetzlich.
Es ist eine lebendige Finsternis, nichts dort ist tot oder regungslos. Nachdem
ich hilflos und wehrlos durch diese Tunnels geschlittert bin, kam ich unerwartet
zu einem ebenen Platz. Hier war ich nun total verzweifelt, aber besessen von
einem eisernen Willen, von da wegzukommen.
Es war derselbe Wille wie früher, um im Leben etwas zu erreichen, was mir jetzt
und hier überhaupt nichts nützte – denn ich war jetzt hier und konnte mich nicht
befreien. Von den großen Vorstellungen und Träumen von früher ist nichts mehr
übrig geblieben. Ich bin auf einmal einfach nur ganz klein, ganz winzig
geworden.
Und dann sah ich plötzlich, wie der Boden sich öffnete. Es sah aus wie ein
großer Mund, wie ein entsetzlich großes Maul, ein Schlund. Der Boden lebte, er
bebte!!! Ich fühlte mich entsetzlich leer und unter mir dieser beängstigende,
entsetzliche Abgrund, den ich einfach mit menschlichen Worten gar nicht
beschreiben kann. Und das Fürchterlichste war, dass man hier absolut nichts mehr
von der Gegenwart und Liebe GOTTES spürte, hier war nichts mehr, nicht ein
Tröpfchen Hoffnung.
Dieses Loch hatte etwas an sich, das mich unwiderstehlich nach unten saugte. Ich
schrie wie eine Verrückte. Ich erschrak zu Tode, als ich merkte, dass ich diesen
Absturz nicht verhindern konnte, sondern, dass ich unaufhaltsam nach unten
gezogen wurde. Ich wusste, wenn ich da einmal hinunter gestürzt bin, dann komme
ich nicht wieder zurück. Und ich werde ohne Ende immer tiefer und tiefer
stürzen. Das war der Tod meiner Seele, der geistige Tod meiner Seele, ich würde
unwiderruflich für immer verloren sein.
Aber während dieses entsetzlichen Horrors, am Rand dieses Abgrundes, spürte ich
plötzlich wie mich der Heilige Erzengel Michael an den Füßen festhielt.
Mein Körper fiel in dieses Loch, aber ich wurde an den Füßen festgehalten. Es
war ein Augenblick furchtbaren Schmerzes  und auch schrecklicher Angst. Aber als
ich so am Abgrund hing, irritierte die Dämonen das bisschen Licht, das ich noch
in mei¬ner Seele hatte, und so stürzten sich alle diese Ungeheuer auf mich.
Diese fürchterlichen Kreaturen waren wie Larven, wie Blutsauger, um dieses Licht
in mir endgültig auszulöschen. Stellen Sie sich meinen Ekel und Horror vor, als
ich mich von diesen ekel¬erregenden Kreaturen bedeckt sah. Ich schrie, ich
schrie wie verrückt. Diese Dinger brannten. O meine Schwestern und Brüder, es
handelt sich um eine lebendige Finsternis, es ist der Hass, der so brennt, der
uns verschlingt, der uns ausbeutet und aussaugt. Es gibt keine Worte, um diesen
Horror zu beschreiben.

Das Sakrament der Ehe

Hier möchte ich kurz besonders auf das Sakrament der Ehe eingehen. Ich möchte
Ihnen  auch  von  der  großen  Gnade  des  Ehesakramentes  erzählen.  Wenn  ein
Mensch  in  der  Kirche  das  Sakrament  der  Ehe  empfängt  und  sein  Jawort 
spricht und sich damit zur Treue verpflichtet, treu zu sein in guten und in
bösen Tagen, dann verspricht er das GOTT VATER Selbst. ER ist der einzige Zeuge,
wenn wir unser Versprechen ablegen.
Wenn  wir  einmal  sterben,  werden  wir  diesen  Moment  im  Buch  unseres 
Lebens aufgezeichnet finden. Ich habe gesehen, dass das Ehepaar in diesem Moment
von einem unaussprechlich schönen goldenen Schimmer umgeben ist. GOTT VATER
schreibt diese Worte mit goldenen Lettern in unser Lebensbuch.
Wenn  wir  dann  den  LEIB  und  das  BLUT  des  HERRN  empfangen,  schließen 
wir einen Bund mit GOTT und der Person, die wir als Ehegemahl erwählt haben, mit
dem wir ein ganzes Leben teilen wollen. Während wir unseren Willen kundgeben,
gelten diese Worte nicht nur dem Partner, sondern auch der Heiligsten
Dreifaltigkeit.
Der HERR ließ mich sehen, wie an meinem Hochzeitstag, als mein Gatte und ich die
Heiligste Eucharistie empfingen, wir nicht mehr zwei waren, sondern drei. Wir
beide und JESUS.
Denn in dem Augenblick, da wir kommunizieren, eint uns der HERR so, dass wir nur
noch einer sind. ER nimmt uns mit in Sein Herz und in Seinem Herzen werden wir
beide Einer. Mit JESUS zusammen bilden wir eine Heilige Dreifaltigkeit. Es 
soll  also  der  Mensch  nicht  trennen,  was  GOTT  geeint  hat.  Und  nun 
frage  ich: wer  vermag  solches  zu  trennen?  Niemand!  Niemand,  Brüder  und 
Schwestern im HERRN, vermag diesen Bund zu trennen. Wirklich niemand, nachdem
GOTT diesen  Bund  gesegnet  hat.  Und  wenn  die  beiden  jungfräulich  in 
die  Ehe  gehen, o welch ein Segen liegt dann über einem solchen Paar.
Ich sah auch die Ehe meiner Eltern: Als mein Vater meiner Mutter den Ring über
den  Finger  streifte  und  der  Priester  sie  als  Mann  und  Frau  erklärte, 
übergab  der HERR meinem Vater einen Hirtenstab, er sah aus wie ein oben
gebogener Stab aus Licht, das ist eine Gnade, die der HERR dem Mann gibt.
Es ist ein Geschenk (Donum) der Autorität von GOTT VATER, damit dieser Mann die
kleine Herde seiner Familie betreuen kann, das sind seine Kinder, die ihm aus
dieser Ehe geschenkt werden und auch um die Ehe zu verteidigen, um die Kinder zu
behüten vor den vielen Schäden und Gefahren, denen Familien ausgesetzt sind.
Meiner Mutter gab GOTT VATER so etwas, wie eine feurige Kugel und setzte sie ihr
ins Herz. Das bedeutet die Liebe des Heiligen GEISTES: Ich sah, dass meine
Mutter eine sehr reine Frau war. GOTT war voll Freude.
Sie können sich nicht vorstellen, wie viele unreine Geister in diesem Augenblick
meinen Vater anzugreifen versuchten. Diese Geister sahen aus wie Larven, wie
Blutsauger.
Sie müssen wissen, wenn jemand außerhalb der Ehe geschlechtliche Beziehungen
hat, so hängen diese schmutzigen Geister sich sofort an ihn, sie kleben sich
überall an, sie beginnen mit den Geschlechtsteilen, bemächtigen sich des
Fleisches, der Hormone, sie setzen sich im Hirn fest, nehmen die Hypophyse ein,
die Schleimdrüsen (Glandula) und an allen neurologischen Stellen des Organismus
des Menschen und beginnen eine Menge Hormone zu produzieren, welche die niederen
Instinkte wecken.
Sie  wandeln  ein  Kind  GOTTES  zu  einem  Sklaven  seiner  Lust,  seiner 
Instinkte, seines sexuellen Begehrens. Sie machen aus ihm einen Menschen, von
dem man zu sagen pflegt: Er genießt das Leben.
Und wir sagen so leichtfertig: einmal ist keinmal und diese „nur eine Mal“ hat
solch bittere Folgen …
Wenn  ein  Ehepaar  jungfräulich  ist,  wird  GOTT  besonders  verherrlicht. 
GOTT schließt  mit  ihnen  einen  heiligen  Bund  und  segnet  ihre 
Sexualität.  (Diesen Segen  bekommt  auch  ein  Paar,  das  nicht  rein  in  die
Ehe gegangen  ist).  Denn Sexualität ist keine Sünde.  GOTT  gab  sie  als 
Segen.  Wo  eine  Ehe  vor  GOTT geschlossen wird, ist GOTT gegenwärtig, auch im
Ehebett.
In  der  sakramental  geschlossenen  Ehe  schenken  die  Partner  einander  bei 
ihrer intimen Begegnung die Gnaden aus GOTT, bei einem nicht gesegneten Bund
aber beschmutzen sie sich gegenseitig mit ihrer Sünde.
GOTT  freut  sich,  wenn  ER  sie  durch  ihr  neues  Leben  begleiten  darf. 
GOTT  und dieses  Ehepaar  bilden  eine  Einheit.  Es  ist  schade,  dass 
viele  Ehepaare  das  nicht wissen und nicht daran denken. Wenn man nur aus
Tradition in der Kirche heiratet, nicht aus dem Glauben an das Sakrament, fehlt
der Segen.
Viele denken während der Feier, wenn es nur schon bald aus wäre, damit sie
endlich feiern können, essen, trinken, sich amüsieren. Sie vergessen auf den
HERRN. So wie ich es damals machte und den HERRN auf der Straße ließ.
Es  kam  mir  nicht  in  den  Sinn,  den  HERRN  in  mein  neues  Heim 
einzuladen,  in mein  neues  Leben.  ER  liebt  es,  wenn  wir  IHN  einladen 
mit  uns  zu  sein,  in  allen
Lebenslagen. ER will, dass wir SEINE Gegenwart spüren. Es ist zwar der HERR und
trotzdem allein schon wegen des Sakramentes der Ehe gegenwärtig, aber ER liebt
es, wenn wir IHN eigens und aus freiem Willen  darum bitten und einladen.
Auch ich habe IHN nicht eingeladen, nach meiner Hochzeit mit mir in unser Heim
zu kommen. Ich habe IHN in der Kirche zurückgelassen, habe dann meine
Flitterwochen  schön  verbracht,  gar  nicht  mehr  an  IHN  gedacht,  bin 
zurückgekehrt  in unser Haus, und ER blieb draußen, traurig blieb ER auf der
Straße zurück, und ich habe IHN gar nicht mehr bemerkt und schon gar nicht
eingeladen zu mir.
Aber wie gut wäre es für alle Ehepartner, wenn sie sich SEINER Gegenwart bewusst
wären und nicht den gleichen Fehler machen wie ich damals. Bei der Eheschließung
meiner  Eltern  war  das  Schönste  noch  dies,  dass  GOTT  meinem  Vater 
alle  Gnaden zurückerstattet hat, die er verloren hatte durch sein
ausschweifendes Leben, GOTT  tat  das  aus  Liebe  zu  meiner  Mutter,  seiner 
Frau,  die  jungfräulich  in  die  Ehe gegangen war.
GOTT  heilte  deswegen  die  schmutzig  gewordene  Sexualität  meines  Vaters 
und
alle hormonelle Unordnung diesbezüglich in ihm. Aber da er sehr “männlich” war
– ein richtiger, so genannter „Macho“ und seine Freunde begannen, ihn wieder 
zu  vergiften  und  zu  verführen,  indem  sie  zu  ihm  sagten,  er  solle 
sich  doch nicht von seiner Frau einwickeln lassen. So überredeten sie ihn sehr
schnell, doch sein früheres Leben wieder aufzunehmen.
Er  war  ja  dann  auch  bereits  14  Tage  nach  seiner  Hochzeit  seiner 
angetrauten Frau, meiner Mutter, untreu, und ließ sich in ein Bordell schleppen,
nur um seinen Freunden zu beweisen, dass er noch der Alte war, dass er sich
nicht von seiner Frau unter den Pantoffel stellen ließ.
Und wissen Sie, was aus dem Hirtenstab geworden ist, den er vom HERRN bekommen
hatte? Der Dämon nahm ihn mit sich fort. Und all diese bösen schmutzigen Geister
kehrten zurück und klebten an ihm. Mein Vater wandelte sich vom Hirten  für 
seine  Familie  zu  einem  Wolf,  der  seine  Familie  nicht  mehr  beschützte,
sondern  den  Dämonen  das  Haustor  weit  aufmachte  und  so  zum  Schrecken 
des ganzen Hauses wurde.
Mein  Vater  sagte  unter  Tränen  dort  darüber:  „Dank  meiner  wunderbaren 
Frau, Deiner Mutter, die 38 Jahre lang für mich und meine Bekehrung gebetet  und
ein vorbildliches Leben als aufopfernde Mutter geführt hat, bin ich noch vor der
Hölle gerettet worden.“
Meine  Mutter  hatte  38  Jahre  ihres  Leben  für  diesen  meinen  Vater 
gebetet,  der auch durch die Schuld meines Großvaters, der ihn schon mit 12
Jahren in ein Freudenhaus  mitnahm,  um  ihn  zum  Manne  zu  machen,  zu 
diesem  verdorbenen  und ehebrecherischen Lebensstil gefunden hatte.
Und wissen Sie, wie meine Mutter immer vor dem Allerheiligsten betete? Sie
sagte:
„HERR, ich weiß MEIN GOTT und ich vertraue darauf, dass DU DEINE Dienerin nicht
sterben lassen wirst, ohne dass ich die Bekehrung meines Ehegatten erleben
werde. Ich bitte nicht nurfür meinen Mann, sondern ich flehe Dich auch an, all
diesen armen Frauen beizustehen, welche sich in derselben misslichen Lage
befinden wie ich. Und ganz besonders bitte ich Dich, für alle jene Frauen,
welche sich in die Hände und in die Macht von Wahrsagern, Hexenmeistern,
Handlesern und sonstigen Werkzeugen der Magie und des Dämonischen begeben. Alle
die auf diese Art und Weise ihre Seelen und die Seelen ihrer Kinder dem Dämon
verkaufen, anstatt vor dem Allerheiligsten
– bei Dir – zu sein und hier zu beten, DICH anzubeten. Ich bitte DICH auch für
sie. Steh ihnen allen bei und befreie sie von den Fesseln des Bösen!“
So betete meine Mutter. Und wisst ihr, warum ich meinen Vater immer geliebt und
zu  ihm  aufgeschaut  habe?  Weil  meine  Mutter  eben  eine  sehr  gute  Frau 
war,  die uns nie – überhaupt nie – und nicht im Mindesten dazu angeleitet hat,
jemanden zu  hassen,  und  schon  gar  nicht  unseren  Vater,  obwohl  er  ihr 
allen  Grund  dafür gegeben hätte.
Und manchmal sagte meine Mutter zu mir in ihren Spinnereien, sie habe eine
Offenbarung gehabt und wisse, dass sich nach jeder schweren Sünde die Erde öffne
und die betreffende Seele verschlucken würde. Ich habe mich oft über diese
Aussprüche meiner Mama lustig gemacht und sie dafür als naiv und dumm
bezeichnet. So sagte ich auch oft zu ihr: „Ja,  weißt  Du,  GOTT  hat  mir 
gerade  gezeigt,  dass sich der Boden geöffnet und meinen Papa verschluckt hat.“
Ich sagte dies in Anspielung auf ihre Aussagen zur schweren Sünde.
Aber in der anderen Welt wurde mir bewusst, dass meine Mutter sehr wohl eine
mystische Vision hatte. Sie antwortete mir ja folgendermaßen: „Ja, meine
Tochter, ich habe deinen Papa gesehen. Er war gefesselt vom Teufel, der ihn in
den Abgrund ziehen wollte. Aber Du sollst wissen, ich habe ihn sofort mit meinem
Rosenkranz umgarnt und ihn bis vor das Allerheiligste in unsere Kirche
geschleppt. Es war ein beständiger Kampf. Der Satan wollte ihn mit seinen
Fesseln nach unten ziehen, und ich zerrte ihn mit dem Rosenkranz wieder nach
oben. Und als ich ihn endlich  in der Kirche gebracht hatte, dann habe ich zum
HERRN gesagt: ‚Hier bringe ich ihn DIR und ich vertraue auf DICH, dass DU ihn
retten wirst.’“
Acht  (8)  Jahre  bevor  mein  Vater  gestorben  ist,  hat  er  sich  bekehrt.
Er  bat  in  tiefer Reue  den  HERRGOTT  um  Verzeihung.  Und  der  barmherzige 
GOTT  verzieh  ihm. Aber  mein  Vater  hat  seine  zeitlichen  Sündenstrafen 
nicht  gesühnt.  Er  hat  zwar bereut, gebeichtet und auch die Lossprechung
bekommen. Aber er bekam nicht mehr  die  Gelegenheit, Sühne  zu leisten.
Deshalb  stand  er im  Fegefeuer  bis  zum Hals in diesem stinkenden Sumpf, den
ich schon beschrieben habe.
Für die begangenen Sünden zu sühnen und sie wieder gut zu machen, ist etwas, das
wir so leicht vergessen. Wir denken eigentlich sehr wenig daran. Und es ist ja
auch so, dass wir selber sehr wenig davon wieder gut machen können.
Aber  JESUS  im  Allerheiligsten  Sakrament  kann  uns  die  Gnade  geben, 
damit  wir sühnen  können,  sühnen  dürfen.  Wenn  wir  IHN  im 
Allerheiligsten  besuchen  und IHN anbeten, bekommen wir oft dieses
Gnadengeschenk der Sühne, der Wiedergutmachung der Folgen unserer Sünden.
Gerade in der anderen Welt zeigt uns GOTT, welche Folgen unsere Sünden für
andere oft haben. Und ER leidet unter diesen von unseren Sünden bei anderen
verursachten Folgen oft mehr als unter der Sünde selbst. Weil diese Folgen sind
meist direkte Attacken gegen die LIEBE. Und GOTT ist eben die LIEBE an und für
sich.
Die Eucharistie und die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments  ist der
einzige Weg, der uns direkt in den Himmel führt. Merken Sie sich das! Es ist
sehr, sehr wichtig für uns alle.
Wenn  jemand  seinem  Ehepartner  untreu  wird,  wird  er  dem  HERRGOTT 
untreu. Er bricht das Versprechen, das er am Tag seiner Hochzeit GOTT und seinem
Partner gegeben hatte. Wenn jemand vorhat, seinem Eheversprechen nichttreu zu
bleiben, soll er lieber nicht heiraten. Der Herr sagt uns: „Wenn du untreu bist,
verdammst du dich selber. Wenn du nichttreu bist, dann heirate nicht.“
Der  HERR  sagt:  „Meine  Kinder,  bittet  Mich,  dass  ihr  eurem  Ehepartner 
treu sein könnt, dass ihr eurem GOTT treu sein könnt.“
Wie  viele  Schäden  und  Leiden  kommen  über  eine  Ehe,  nur  wegen  der 
Untreue!
Wenn z. B. ein Mann ins Bordell geht oder ein Verhältnis mit seiner Sekretärin
beginnt, so zieht er sich trotz Präservativ einen Virus zu. Da nützt auch ein
Bad nichts.
Dieser  Virus  stirbt  nicht  und  später,  wenn  er  zu  seiner  Frau  kommt, 
überträgt  er den Virus auf die Frau und dieser nistet sich in der Vagina oder
im Uterus ein und irgendwann später entwickelt sich daraus ein Krebs. Ja, Krebs!
Wer will dann noch behaupten, dass Ehebruch nicht tötet?! Und wie viele Frauen,
die Ehebruch begingen, haben dann aus Angst vor der Entdeckung ihres
ehebrecherischen Verhaltens, das Kind abtreiben lassen!? Sie töten einen
unschuldigen Menschen,  der  noch  nicht  sprechen  und  sich  nicht 
verteidigen  kann.  Dies  sind einige Beispiele über die unabsehbaren Folge der
Sünde, eines kurzen Moments der Lust.
Der  Ehebruch  mordet  auf  vielerlei  Weise.  Und  dann  haben  wir  noch  die 
Unverschämtheit  mit  GOTT  zu  hadern,  den  Spieß  umzudrehen  und  IHM, 
Unserem Liebenden  GOTT,  die  Schuld an  der  Misere  in  die  Schuhe zu
schieben,  wenn  die Dinge nicht so laufen, wie wir sie wollen, wenn wir
Probleme haben, wenn wir von Krankheiten heimgesucht werden.
Wir sind es, die das Unheil stiften und anziehen durch unsere Sünden. Hinter der
Sünde steht immer der Widersacher. Wir öffnen dem Widersacher die Tür, wenn wir
schwer sündigen. Und wenn uns dann ein Unheil trifft, dann machen wir GOTT dafür
verantwortlich.
Wehe  dem,  der  eine  Ehe  zu  zerstören  sucht.  Wenn  jemand  eine  Ehe   
zerstört, schlägt er gegen einen Felsen und dieser Fels ist JESUS. GOTT
verteidigt die Ehe, zweifeln Sie nie daran!
Ich möchte Ihnen auch noch sagen, dass Sie gut aufpassen müssen mit jener Sorte
von Schwiegermüttern, die sich in die Ehe der Kinder einmischen, um deren Ehe
zu  verderben,  um  die  Beziehung  der  Eheleute  zueinander  zu  trüben, 
 indem  sie Misstrauen säen oder sich sonst wie wichtig machen.
Auch wenn Sie Ihre Schwiegertochter oder Ihren Schwiegersohn nicht mögen, ob
berechtigt oder nicht, mischen Sie sich bitte nicht in deren Beziehung ein.
Beten SIE lieber für diese Ehe. Die Beiden sind nun einmal verheiratet und da
ist nichts mehr zu machen.
Das einzige, was sie für sie tun können, ist für sie beten. Beten Sie für diese
Ehe und  schweigen  Sie.  Und  opfern  Sie  dieses  ihr  Schweigen,  das  Ihnen 
vielleicht sehr schwerfällt, dem HERRN auf. Viele Frauen haben sich selbst
verdammt, weil sie sich in die Ehe ihrer Kinder eingemischt haben. Das ist eine
schwere Sünde. Wenn Sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass einer von
den beiden gegen sein Eheversprechen sündigt, seien Sie still und beten Sie.
Bitten  Sie  GOTT  für  sie,  bitten  Sie  GOTT  um  Hilfe.  Sie  können  auch 
mit  beiden zusammen sprechen und sie bitten, dass sie ihre Ehe retten, dass sie
auf ihre Kinder schauen sollen, dass die Ehe dafür da ist, um zu lieben, zu
schenken und sich ständig  gegenseitig  zu  vergeben.  Man  muss  um  seine 
Ehe  kämpfen.  Aber  nie auf andere Art sich einmischen und noch weniger für
einen der beiden Partei ergreifen.

Die Hinterlistigkeit des Teufels

Wer den Film vom Leiden CHRISTI „Die PASSION“ gesehen hat, der wird sich
erinnern, dass Satan während der Geißelung des HERRN als Baby zu sehen war, das
JESUS anschaute und IHN anlächelte.
Wissen Sie, heute ist Satan kein Baby mehr, er ist ein Monster, der Produzent
und Erzeuger alles Bösen, ein perverses Ekel, der viele Menschen durch die Lust
des Fleisches versklavt hat, durch Hexerei und Irrlehren, z. B. diese, dass der
Teufel behauptet, er existiere doch gar nicht.
Stellen Sie sich vor, wie schlau er ist, dass er sich verleugnen lässt. Er macht
uns vor, als ob es ihn nicht gäbe, damit er geruhsam mit uns tun kann, was er
will.
Selbst  die  Gläubigen  belügt  er  auf  alle  mögliche  Art  und  Weise.  Er 
verwirrt  das Volk auf tausend und eine Weise und nützt bei jedem einzelnen die
Schwachstellen aus. So gibt es viele praktizierende Katholiken, die zur Heiligen
Messe gehen und ebenso zum Wahrsager.
Denn  der  Böse  macht  sie  glauben,  dass  das  nichts  ausmacht  und  dass 
wir  deswegen trotzdem in den Himmel kommen, denn wir tun damit ja niemandem
etwas Böses. Der Dämon führt, benützt und dirigiert das alles mit einer fein
ausgedachten List, einer Hinterlist.
Aber  ich  sage  Ihnen,  wenn  Sie  zur  Wahrsagerin  gehen,  dann  ist  es 
egal,  was  sie dort machen oder nicht machen, die Bestie wird Ihnen auf jeden
Fall ihr Siegel aufprägen, wenn Sie sich der Hexerei widmen, oder
Kartenleserinnen aufsuchen, wenn Sie Geister beschwören, „Tischl-Rücken“,
Spiritismus und Astrologie betreiben – bei all diesen „Hobbies“,  die heutzutage
große Mode sind, prägt ihnen der Böse sein Siegel auf.
Ich war das erste Mal an einem solchen Ort mit einer Freundin, die mich zu einer
Hexe mitnahm, für eine Konsultation, um die Zukunft zu erfahren. Und dort wurde
ich von der Bestie gesiegelt. Ja, der Böse hat mir dort sein Siegel aufgeprägt.
Und von diesem Augenblick an begann für mich das Böse, die inneren Unruhen,
Verwirrung, Aufruhr, nächtlicher Alpdruck, Ängste, Quälereien, Furcht,
Schrecken.
Und es überkam mich sogar ein tiefer Wunsch, mich umzubringen. Ich habe das
“Warum”  dieser  Wünsche  nie  begreifen  können.  Ich  weinte,  ich  fühlte 
mich  unglücklich und nie mehr habe ich in mir Frieden gefunden. Ich habe zwar
gebetet, aber ich fühlte den HERRN so fern von mir, nie mehr habe ich die Nähe
GOTTES gespürt, die ich als Kind erfahren hatte. Es wurde mir immer schwerer zu
beten. Klar, ich hatte dem Bösen die
Tür geöffnet, er war mit aller Macht in mein Leben eingetreten.

Die Armen Seelen

Doch zurück zu dem schrecklichen Ort, an dem ich mich befand, am Rand dieses
fürchterlichen Schlundes. Sie müssen wissen, ich war eine Gottlose, praktisch
eine Atheistin. Ich glaubte ja nicht mehr an die Existenz des Teufels, und
danach auch nicht mehr an die Existenz GOTTES. Aber hier – unter diesen
Umständen – begann ich zu schreien:
„Ihr Armen Seelen im Fegefeuer, ich bitte euch, holt mich weg von hier,
helft mir heraus. Bitte helft mir!“
Als ich so schrie, erfüllte mich ein beißender Schmerz. Da bemerkte ich, wie
Millionen und Abermillionen Menschen weinten und flennten. Plötzlich sah ich,
wie hier eine unzählige Menge Menschen war, Jugendliche, vor allem junge
Menschen, alle in unsäglichen Schmerzen. Ich begriff, dass sie an diesem
schrecklichen Ort, in diesem Sumpf und Morast voll Hass und Schmerz mit den
Zähnen knirschten, und ein Heulen und Wehgeschrei aus ihnen hervorbrach, das
mich erzittern ließ, das ich niemals vergessen werde.
Begreifen Sie? Das ist Gottferne, das ist Sünde, das sind die Folgen der Sünden.
Begreifen Sie, was Sünde ist? GOTT völlig entgegengesetzt, der die Unendliche
Liebe ist. So etwas Entsetzliches ist die Sünde, dass sie solch wahnwitzige
Folgen hat. Und wir machen unsere Witze darüber. Witze über die Sünde, über die
Hölle und über die Dämonen. Dabei wissen wir leider nicht, was wir tun.
Es sind seither Jahre vergangen, seit ich dies erlebt habe, aber immer, wenn ich
dran denke, muss ich weinen über die Schmerzen dieser vielen, vielen Menschen.
Es waren Selbstmörder, die sich in einem Augenblick der Verzweiflung umgebracht
haben, und nun waren sie in diesen Qualen, in dieser Not, in dieser Folter;
umgeben von diesen fürchterlichen Dingen, eingekreist von Dämonen, die sie
quälten.
Aber das Schrecklichste an der ganzen Tortur war: die Abwesenheit GOTTES, die
völlige Abwesenheit GOTTES, denn dort spürt man GOTT nicht.
Und ich verstand, dass jene, die sich das Leben nehmen, dort so lange bleiben
müssen, so viele Jahre als sie auf Erden noch zu leben gehabt hätten. Denn mit
dem Selbstmord waren sie aus der Ordnung GOTTES herausgefallen, deswegen hatten
die Dämonen Zutritt zu ihnen.
Im Fegefeuer sind die „Armen Seelen“ sonst vor jedem bösen Einfluss verschont,
sie sind bereits Heilige GOTTES und haben mit Dämonen nichts mehr gemein. Mein
GOTT, so viele arme Menschen, meistens Jugendliche, so viele, so viele, weinend,
leidend, unsäglich leidend. Wenn diese wüssten, was sie nach dem Selbstmord
erwartet, würden sie sicher lieber eine Gefängnisstrafe etc. in Kauf nehmen, als
so etwas.
Wissen Sie welch besondere Leiden sie nebst allem anderen noch zu erdulden
haben?
Sie müssen sehen, wie ihre Eltern oder nächsten Angehörigen, die noch leben,
ihretwegen leiden, Schande erdulden, Schuldkomplexe haben: Wenn ich ihn nur
strenger erzogen hätte, wenn ich ihn nur bestraft hätte, oder: wenn ich ihn nur
nicht bestraft hätte … wenn ich ihm gesagt hätte … wenn ich dieses oder
jenes getan oder nicht getan hätte … diese Gewissensbisse sind sehr groß und
belastend, sie sind eine Hölle auf Erden. Dieses Leid ihrer Angehörigen mit
ansehen zu müssen, macht sie am meisten leiden. Es ist die größte Qual für sie
und darüber freuen sich die Dämonen und zeigen ihnen alle diese Szenen: Schau,
wie deine Mutter weint. Schau, wie dein Vater leidet, wie sie verzweifelt sind,
voller Angst, wie sie sich beschuldigen, wie sie diskutieren und einander
anklagen. Schau das Leid, das du ihnen angetan hast. Schau, wie sie jetzt gegen
GOTT rebellieren. Schau auf deine Familie – alles das ist deine Schuld!
Diese Armen Seelen brauchen vor allem dies, dass die Zurückgebliebenen ein
besseres Leben beginnen, dass sie ihr Leben ändern, dass sie Werke der Liebe
vollbringen, dass sie Kranke besuchen.
Und dass sie Heilige Messen lesen lassen für die Verstorbenen und diesen Messen
auch selbst beiwohnen. Diese Seelen würden sehr viel Gutes und Trost daraus
schöpfen. Die Seelen, die im Fegefeuer sind, können nichts mehr für sich selbst
tun. Nichts, gar nichts. Aber GOTT kann etwas tun durch die unermesslichen
Gnaden des Heiligen Messopfers. Wir sollten ihnen in dieser Form helfen.
Ich, voller Angst, begriff nun auch, dass diese Seelen mir nicht helfen konnten.
Und in dieser Angst und dieser schrecklichen Panik fing ich wieder an zu
schreien: „Wer hat sich hier geirrt? Es muss ein Irrtum sein! Denn seht doch
her, ich bin eine Heilige, alle haben mich in meinem Leben eine Heilige genannt.
Nie habe ich gestohlen und nie habe ich gemordet. Ich habe niemandem ein Leid
zugefügt. Bevor ich finanziell ruiniert war, habe ich Zähne gratis behandelt,
und oft kein Geld verlangt, wenn sie nicht bezahlen konnten. Ich habe für die
Armen eingekauft… Was mache ich nur hier? Ich pochte auf mein ‚Recht’! Ich,
die ich doch so gut war, die doch kerzengerade in den Himmel kommen sollte. Was
mache ich hier? Ich bin jeden Sonntag zur Heiligen Messe gegangen, obwohl ich
mich als Atheistin ausgab und auf nichts achtete, was der Herr Pfarrer sagte.
Nie habe ich das Heilige Messopfer versäumt. Wenn ich in meinem ganzen Leben
5-mal die Messe versäumt habe, dann ist das viel. Was mache ich also hier??

Befreit mich von hier! Holt mich heraus von hier!“

Ich fuhr fort zu schreien und zu toben, bedeckt von diesen ekligen Geschöpfen,
die an mir klebten.
„Ich bin römisch katholisch, ich bin eine praktizierende Katholikin, bitte
befreit mich von hier!“

Ich sah meinen Vater und meine Mutter

Als mein Körper auf Erden im tiefen Koma lag, als ich so schrie, dass ich
katholisch sei, sehe ich ein kleines Licht – und wissen Sie, nur ein kleines
Lichtlein in dieser undurchdringlichen Finsternis ist etwas vom Größten, wenn
Sie diese absolute, unbeschreibliche Finsternis erleben. Es ist das Beste, was
Ihnen in dieser Situation passieren kann, Es ist das größte Geschenk, von dem
man nur träumt und auf das man nicht zu hoffen wagt es auch wirklich zu
empfangen.
Ich sehe über diesem ungeheuerlichen, finsteren Loch einige Stufen und schaue
nach oben und bemerke dort über diesem grausigen Abgrund meinen Vater stehen. Er
war damals 5 Jahre zuvor verstorben. Er stand fast am Rand dieses Loches. Er
hatte ein wenig mehr Licht als ich da unten, und vier Stufen höher sah ich meine
Mutter mit viel, viel mehr Licht. Sie war wie im Gebet vertieft, eben in einer
Haltung der Anbetung. Als ich sie beide  sah, erfüllte mich eine so große
Freude, eine so große Freude, dass ich ganz außer mir zu rufen begann: „Vater!
Mutter! Welch eine große Freude, euch zu sehen. Bitte holt mich von hier heraus!
Ich bitte euch aus ganzen Herzen, holt mich weg von hier! Holt mich heraus von
hier!“
Und als sie dann so ihren Blick auf mich herunter richteten, und mein Vater 
mich so in meiner miserablen Situation sah, hättet Ihr sehen sollen, diesen
übergroßen Schmerz, den man aus ihren Gesichtern ablesen konnte. Und drüben
sieht man das ja automatisch, weil man eben jeden bis ins Innerste erkennt. Und
so habe ich auf sie geschaut und sofort diese immense Traurigkeit und den
Schmerz verspürt, den meine Eltern erlitten, als sie mich so sahen.
Mein Papa begann bitterlich zu weinen, hielt sich seine Hände vor das Gesicht
und jammerte mit zitternder Stimme: „O meine Tochter! O Du mein Töchterchen!“
Und meine Mutter betete weiter, und so gab ich mir Rechenschaft, dass meine
Eltern mich nicht von hier herausholen konnten. Dabei war es für mich noch ein
großes Leid, dass ich durch meine Lage nur noch dazu beigetragen hatte, dass
auch sie dort, wo sie waren, meinen Schmerz und mein Leid noch zusätzlich
mitzutragen hatten.

Euthanasie und Sterbehilfe

Von neuem begann ich also mit ganzer Kraft zu schreien: „Holt mich hier heraus!
Das alles muss ein Irrtum sein. Wer ist für diesen Irrtum verantwortlich! Holt
mich doch heraus!“ In diesem Augenblick als ich so schrie, war mein Körper auf
der Erde im tiefen Koma. Ich war an viele Apparate angeschlossen. Ich war in
Agonie. Ich lag im Sterben. Keine Luft füllte mehr meine Lungen, meine Nieren
funktionierten nicht mehr, ich “lebte” nur  noch, weil ich an die Maschinen
angeschlossen war, und weil meine Schwester, die auch Ärztin ist, insistierte,
dass man mich angeschlossen ließ. Sie sagte zu den behandelnden Ärzten und
Krankenschwestern: „Ihr seid nicht GOTT!“
Denn die Ärzte meinten, es würde sich nicht mehr lohnen, meine
Intensivbehandlung fortzusetzen. Sie sprachen bereits mit meinen
Familienangehörigen und bereiteten sie darauf vor, dass ich wohl sterben würde,
und sie mich in Ruhe sterben lassen sollten, denn ich lag ja in tiefer Agonie.
Aber meine Schwester  gab nicht nach. Merken Sie hier den Gegensatz? Ich hatte
in meinem Leben immer die Euthanasie verteidigt, das sogenannte Recht, „in Würde
zu sterben.“
Meine Schwester konnte nur deswegen bei mir sein, weil sie selber Ärztin war.
Sie blieb die ganze Zeit an meiner Seite. Und stellen sie sich vor. In dem
Moment, als meine Seele am anderen Ufer war und ich meine Eltern sah und mit
vollen Kräften nach ihnen rief, hörte meine Schwester auf dieser Welt, in ihrer
Wirklichkeit des damaligen Augenblicks, ganz deutlich, wie ich nach meinen –
unseren – Eltern rief, voll Freude darüber, dass sie mich holen kamen… Aber
meine Schwester missverstand dieses Rufen. Sie wäre selbst vor Schreck fast
daran gestorben, als sie meinen Schrei vernahm, den sie ja auch wirklich an
meinem Krankenbett deutlich hörte. Denn für sie bedeutete dieser Schrei, dass
ich endgültig von hinnen gehen würde und auch wollte. Und so schrie sie
ihrerseits: „Meine Schwester ist jetzt gestorben! Sie hat den Kampf verloren.“

Die Prüfung

Und von neuem begann ich zu schreien: „Versteht ihr denn nicht! Holt mich doch
hier heraus, denn ich bin katholisch! Das alles muss ein Missverständnis, ein
Irrtum sein! Wer hat sich denn da geirrt! Bitte, holt mich doch heraus von
hier!“ Und als ich neuerlich so verzweifelt schreie, höre ich auf einmal eine
Stimme, es ist eine so süße und liebliche Stimme, es ist eine himmlische Stimme.
Und als ich sie höre, erschaudert meine ganze Seele in freudiger Erregung. Meine
Seele erfüllt sich mit einem tiefen Frieden und einer unvorstellbarem Gefühl der
Liebe. Und alle diese dunklen Gestalten und dieses Ungeziefer, das um mich herum
war, wichen fluchtartig und entsetzt zurück, denn sie können sich dieser Liebe
nicht  widersetzen. Und auch diesen Frieden können sie nicht ertragen. Um mich
herum kehrt also dieser unbeschreibliche Friede ein und ich vernehme, wie diese
reizende Stimme zu mir sagt:
„Nun gut, wenn Du wirklich katholisch bist, kannst Du mir sicher sagen, wie die
zehn Gebote GOTTES lauten!“
Was für eine für mich unzumutbare Herausforderung. Ich sollte mich jetzt
blamieren. Ich hatte mir selbst die Falle gestellt mit meinem Geschrei und
meinem Bekenntnis. Alle Welt sollte nun meinen Wortbruch, mein falsches
Bekenntnis hören können. Eine schreckliche Vorstellung für mich. Können Sie sich
das vorstellen? Ich wusste gerade noch, dass es zehn Gebote waren. Aber das war
auch schon alles. Danach „Tabula rasa“. Karamba, wie komme ich da raus? Was soll
ich nur tun? Nur nicht aufgeben, irgendwie wird es schon gehen!

Du sollst Deinen
GOTT über alles lieben…

eine Mutter hat doch immer vom ersten GEBOT der LIEBE gesprochen. Endlich haben
ihre Sprüche auch einen praktischen Wert für mich. Es waren also ihre dauernden
Ermahnungen und Belehrungen doch nicht umsonst. Nun ist die Stunde gekommen, um
mich als braves, gehorsames Töchterchen zu beweisen. Meine Mama wird ihre Freude
daran haben. Sehen wir einmal, ob ich mit diesem Minimalwissen durchkomme, ohne
dass mein restliches Unwissen zum Vorschein kommt. Ich dachte, alles so unter
einen Hut zu bekommen, wie ich es von meinem bisherigen Leben schon immer
gewohnt war. Ich hatte immer die besten Ausreden und konnte mich überall „herauswurschteln“.

Ich habe mich immer so gerechtfertigt und auf die Weise verteidigt, dass einfach
niemand bemerkt hat, was ich alles nicht weiß und nicht kann.  Und so stelle ich
mir das auch jetzt vor und beginne einfach zu reden: „Das erste Gebot lautet:
„Du sollst Deinen GOTT über alles lieben, und Deinen Nächsten wie Dich selbst…
!“ Und schon höre ich die Antwort: „Sehr gut!“ Aber gleich darauf sagt diese
nette Stimme: „Und DU? Hast Du Deine Nächsten geliebt?“ Ich antworte gleich
drauf: „Ja, Ja, ich habe sie geliebt; ja, ich habe sie wirklich geliebt; ja, ja,
ich habe sie geliebt!“ Und von der anderen Seite vernehme ich: „NEIN!“ Ein
kurzes, kristallklares NEIN!  Und hören Sie mir jetzt, bitte, gut zu! Als ich
dieses NEIN hörte, da hat es mich getroffen wie ein Blitzschlag, da habe ich den
Einschlag des Blitzes erst so richtig gespürt. Es war wie ein Schock, ich war
wie gelähmt. Schreck lass nach.
Und die Stimme sprach weiter: „Nein, Du hast Deinen HERRGOTT nicht über alles
geliebt! Und noch viel weniger hast Du Deinen Nächsten wie Dich selbst geliebt!
Du hast Dir selbst Deinen HERRGOTT geschnitzt, Du hast Dir Deinen GOTT zurecht
gemacht, wie es Dir gerade gepasst hat. Du hast dem HERRGOTT nur in den
Augenblicken einen Platz in Deinem Leben gegeben, wenn Du in größter Not warst.

Er war sozusagen Dein NOTNAGEL! Du hast Dich vor IHM zu Boden geworfen, als Du
noch arm warst, als Deine Familie in ganz einfachen Verhältnissen lebte, und Du
unbedingt eine gute Berufsausbildung und Stellung in der Gesellschaft haben
wolltest. Ja, damals  hast Du jeden Tag gebetet und Du hast viel Zeit damit
verbracht. Viele Stunden hast Du den HERRN  angefleht, IHN gebeten, und bist vor
IHM auf den Knien gerutscht. Du hast unaufhörlich darum gebetet und die Bitte
nach oben geschickt, dass ER Dich aus Deiner Misere befreien solle, dass ER Dir
eine ehrenvolle Berufsausbildung ermöglichen möge, und dass ER Dich zu einer in
der Gesellschaft anerkannten Persönlichkeit werden lasse.
Wenn Du in Nöten warst, wolltest Du einfach nur Geld. ‚Jetzt gleich einen
Rosenkranz, HERR, aber bitte vergiss dann nicht, mir auch gleich das Geld
zukommen zu lassen!’ – So und so ähnlich waren doch viele Deiner Gebete!  Und
das war die GOTTES-Beziehung, die Du hattest! So hast Du mit Deinem HERRGOTT
verkehrt, und nach Deinen Vorstellungen hast Du IHM, einen Dir beliebigen Platz
in Deinem Leben zugewiesen!“
Und es war wirklich so, ich habe den HERRGOTT so behandelt in meinem Leben. Es
ist die traurige Wahrheit, die ich weder beschönigen noch verleugnen kann. Ich
kann dazu nur sagen, für mich war GOTT eine Art „BANKOMAT“.  Ich habe „einen
Rosenkranz“ eingeworfen, und es musste dann der Geldbetrag, die Geldscheine
herab- bzw. herauskommen. Das war meine Beziehung zum HERRGOTT.
Und es wurde mir gezeigt, und es wurde mir auch selbst ganz klar. Sobald es der
HERR zugelassen hat, dass ich meine gute Berufsausbildung abgeschlossen hatte;
sobald ER es zugelassen hatte, dass ich in der „Gesellschaft einen NAMEN hatte“,
dass ich „WER“ war; sobald ER es erlaubte, dass ich zu GELD kam und mir vieles
leisten konnte, war der HERRGOTT für mich auf einmal unwichtig – ER wurde zur
NEBENSACHE in meinem Leben.

(Egoismus) Ich
begann mir viel auf mich selbst einzubilden – EINBILDUNG ist eine sehr
gefährliche Strecke auf dem Weg des Lebens! Mein EGO wuchs ins Gigantische! Ich
war nicht einmal zur geringsten Geste der Liebe, schon gar nicht der Dankbarkeit
gegenüber dem HERRN fähig! Dankbar sein! Nie und nimmer!

 
Warum denn auch! Ich hatte ja alles alleine geschafft! Ich hatte mich zu
„JEMANDEN“ gemacht. ICH alleine hatte alles erreicht, von dem ich geträumt
hatte. Ich war komplett blind, konnte mich nicht mehr an mein Flehen erinnern!
Es war mir nicht möglich zu sagen: „HERR, danke für diesen weiteren Tag, den DU
mir schenkst! Ich danke DIR für meine Gesundheit! Ich danke DIR für das Leben
und die Gesundheit meiner Kinder; ich danke DIR, dass wir ein Dach über dem Kopf
haben; hilf doch auch den armen Menschen, die obdachlos sind und nicht wissen,
von was sie sich heute ernähren werden!

Gib ihnen doch wenigstens etwas zu essen; lass sie nicht allein; steh ihnen
bei!“ – NICHTS von all dem konnte ich sagen. Ich war nicht fähig dazu. Ich
dachte auch nicht daran. Ich war ganz in mein ICH eingetaucht. Und ICH war MIR
selbst genug.

Und so war ich das undankbarste Wesen, das man sich vorstellen kann. Und noch
dazu, dass ich zu keiner Dankbarkeit fähig war, verschmähte ich den HERRGOTT
sogar und gab IHN der Lächerlichkeit preis.

Esoterik –
Reinkarnation

Ich glaubte viel mehr als an IHN an Merkur, Venus und die anderen Gestirne.
Glücksbringer waren mir wichtiger als der HERR. Ich war geblendet von der
Astrologie und der Sterndeuterei und erzählte überall herum, wie die Sterne mein
Leben beeinflusst und positiv gestaltet haben. Die Astrologie ist einer dieser
kleinen Risse in unserem Seelenleben, denen wir keine Bedeutung zumessen. Und
wenn wir dann merken, wie sehr wir in diese Tricks, die ihren Ursprung auch im
Dämonischen  haben, verstrickt sind, dann ist es meist schon zu spät, um davon
noch loszukommen.

Ich habe dann angefangen jeder Mode-Strömung des Zeitgeistes nachzulaufen. Alle
Lehren – auch wenn sie aus noch so kranken Gehirnen entsprungen waren – waren
für mich interessanter als die Froh-Botschaft des HERRN. Es war alles mehr „IN“
als die Heiligen Schriften und die Jahrhunderte alte Lehre der Katholischen
Kirche.

Ich begann deshalb auch daran zu glauben, dass man einfach stirbt und dann von
neuem wieder beginnt, ein anderes Leben zu haben. Die Wiedergeburt, die
Reinkarnation war mir eine willkommene Lehre,  um mein glauben- und seelenloses
Leben auszufüllen. Dankbarkeit gegen über meinem SCHÖPFER war mir fremd. Ich
habe einfach gar nie daran gedacht. GNADE war etwas, das ich aus meinem
Wortschatz gestrichen hatte – es wurde ein FREMDWORT für mich, dessen Bedeutung
ich komplett vergessen hatte und für meine Lebenseinstellung auch nicht mehr
brauchte.

Schon gar nicht war ich mir bewusst, dass der HERR auch für mich einen hohen
Preis gezahlt hatte, dass auch ich um den Preis SEINES Kostbaren Blutes von IHM
zurückgekauft wurde. All dies wurde mir bei dieser Prüfung der ZEHN GEBOTE durch
die Worte und Fragen dieser himmlischen Stimme bewusst. Ich sah das Alles nun
ganz glasklar.

Die Blindheit war wie weggewischt. Sie prüfen mich und wollen wissen, was ich
von den ZEHN GEBOTEN weiß. Und sie halten mir vor, dass ich vorgegeben habe,
dass ich mir eingebildet habe, dass ich den GOTT  verehre; dass ich den HERRN
liebe. Sie schlugen mich mit meinen eigenen Worten. Und was sollte das nun
bedeuten… sollte ich einfach zum Teufel, in die Hölle abkommandiert werden?

Als einmal eine nette Frau zu mir in die Ordination kam, um meine Räume mit
ihrer Kräutermischung auszuräuchern, ihren Glücks-Essenzen zu besprengen und
eine Zeremonie des Unglück-Vertreibens zu veranstalten, habe ich zu ihr gesagt:
„Ich glaube an solchen Humbug nicht. Aber machen sie es nur, man kann ja nie
wissen. Wenn es nicht schadet, kann es nur noch für etwas gut sein!“

Und so vernebelte sie die Räume mit ihren Zaubersprüchen und versprengte ihre
Wässerchen, um damit dem Glück und dem Wohlbefinden in meinen Räumen zum
Durchbruch zu verhelfen. So ließ ich es zu, dass selbst diese primitive
Zauberei, und dieser meiner Wissenschaftlichkeit widersprechende Aberglaube in
meinem Leben schon mehr Bedeutung und Einfluss hatte, als der HERR und SEINE
FROHBOTSCHAFT.

Ich hatte in meinen Ordinationsräumen, – in einer Ecke, wo es niemand sehen
konnte, und meine Patienten es auch nicht bemerken konnten – ein fleischiges
Blatt der „Aloe Vera – Pflanze“ (im Spanischen: „Penca de sáliba“) versteckt,
von der mir erzählt wurde, dass damit die schlechten Energien aus den Räumen
vertrieben werden.

Gebt Ihr Euch nun Rechenschaft, auf welchen Ab- und Irrwegen ich mich befand!
Habt Ihr das Alles mitbekommen, welche LEERE statt der Wahren LEHRE  mein Leben
ausfüllte.  Es ist eine Schande und ich schäme mich heute dafür. Aber leider war
dies tatsächlich mein damaliges Leben!

Und so fahren sie fort, mein Leben auf Basis der 10 Gebote GOTTES  zu
analysieren. Dabei zeigen sie auch ganz genau auf, wie ich mich gegenüber meinem
Nächsten benommen habe. Wie oft habe ich doch dem HERRN zugerufen, dass ich IHN
liebe und gern habe, bevor ich mich von IHM, Meinem HERRGOTT, abgewendet habe.
Bevor ich begonnen habe, auf den Irrwegen des Atheismus herumzuirren und
falschen Lehren zu folgen, habe ich oft zum HERRN gesagt: „Mein HERR und mein
GOTT, ich liebe DICH!“

Ich und mein
Nächster

Aber mit derselben Zunge, mit der ich den HERRN so gelobt und gepriesen habe,
mit dieser gleichen Zunge und demselben Mund habe ich der ganzen Menschheit 
Prügel vor die Füße geworfen, und sie verteufelt. Alles und jeden habe ich nur
kritisiert. Nichts hat mir gepasst. Auf die ganze Welt habe ich mit meinem
Finger gezeigt und Schuld zugewiesen, Nur auf mich habe ich nicht gezeigt, ich
war ausgenommen aus meinen Beschuldigungen! Ich war ja die „heilige Gloria“, die
„Gute“, die „Liebe“ und die „Schöne“.

Und wie ich mich dabei noch aufplusterte, wenn ich sagte, dass ich GOTT liebe;
und dabei war ich neidisch, unausstehlich und in keinster Weise dankbar!

In keinem Moment habe ich meinen Eltern und meiner Familie eine Anerkennung oder
Dankbarkeit bekundet, für all Mühen, die Opfer und die Liebe, die sie alle dafür
aufgebracht hatten, um mir eine gute Berufsausbildung zukommen zu lassen, um
mich gesellschaftlich aufsteigen zu sehen, um mich zu fördern.

Aber dazu kommt noch, dass ich, sobald meine Ausbildung abgeschlossen war,
sobald ich meine Karriereleiter erklommen hatte, da waren meine Eltern und meine
Familie nicht mehr wichtig für mich. Sogar sie, die mich mit allen ihren
möglichen Mitteln immer unterstützt hatten, wurden für mich zu einer nicht
erwähnenswerten Nebensache. Ja, es kam sogar so weit, dass ich mich meiner
Mutter schämte. Ich schämte mich ihrer, weil sie aus so einfachen Verhältnissen
war und unter so ärmlichen Umständen ihr Leben fristete.

Ich und meine
Familie

Und nach diesen Resultaten über meinen egoistischen Lebens-Stil zeigen sie mir 
bei dieser Prüfung nach den 10 Geboten GOTTES noch, wie ich auch als Ehefrau
versagt und mich total daneben benommen habe.

Weit entfernt von den Erwartungen, die GOTT einem christlichen Ehepartner 
zutraut.

Was war ich für eine EHEFRAU? Wie war ich? Den ganzen Tag habe ich nur
gemeckert, schon ab dem Moment, als ich mich vom Bett erhoben habe. Mein lieber
Mann begrüßte mich freundlich mit den Worten: „Guten Morgen!“ Und was sagte ich
drauf: „Wie soll das ein guter Morgen sein? Schau doch beim Fenster hinaus! Es
regnet ja schon wieder!“ Ich wusste einfach immer etwas auszusetzen und zu
kritisieren, war schlecht gelaunt.

Niemand konnte mir etwas recht machen. Überall fand ich einen Haken an der Sache
und begann mich sofort darüber aufzuregen. Nicht nur gegenüber meinem Mann, auch
meinen Kindern gegenüber verhielt ich mich in derselben unerträglichen und auch
ungerechten Art und Weise.

In dieser jenseitigen Prüfung zeigten sie mir auch, dass ich nie, niemals ein
aufrichtiges Gefühl der LIEBE oder des echten Mitleids gegenüber meinen
Mitmenschen, gegenüber meinen Brüdern und Schwestern von außerhalb der Familie
hatte. Und der HERR sagte zu mir: „Du hast einfach nie an sie gedacht!“ Und ich
sah die unzähligen Kranken und Einsamen, und begann zu jammern:

„O HERR, wie  arm sind sie doch, wie verlassen, diese kranken Menschen. Niemand
kümmert sich um sie! Gewähre mir doch die Gnade, zu ihnen zu gehen und sie zu
besuchen, sie zu trösten und ihnen ihre Einsamkeit zu vertreiben, indem ich bei
ihnen bleibe. Auch diese vielen Kinder, die keine Mutter mehr haben, die oft so
kleinen  Waisenkinder, o HERR, welche Leiden haben sie schon in ganz jungen
Jahren zu erdulden.“

Und je mehr ich sah und je weiter diese Prüfung fortschritt, desto deutlicher
sah ich mein „versteinertes Herz“ vor mir. Es war für mich wie ein Monster, das
ich jetzt auf einmal in meiner früheren Wesensart feststellen musste. Und alles
war so klar und so eindeutig, dass ich mich in keiner Weise – wie sonst immer
gewohnt – aus der Affäre ziehen konnte.  Auf den Punkt gebracht, und kurz und
bündig gesagt und zusammengefasst: In dieser Prüfung auf der Grundlage der ZEHN
GEBOTE GOTTES bin ich mit Bomben und Granaten durchgefallen. Auf der Basis
meines vergangenen Lebens hatte ich keine Chance zu bestehen.

Es einfach unfassbar schrecklich! Ich hatte in meinem vergangenen Leben in einem
riesigen Chaos gelebt. Es gab keine Ordnung mehr, wie sie in der Schöpfung
vorgegeben ist. Was nützte es mir, dass ich niemanden ermordet und keinen
Menschen getötet hatte? Ich werde Euch noch ein Beispiel erzählen:

Ich habe sehr oft vielen bedürftigen Personen Waren, Lebensmittel, Kleider und
vieles andere geschenkt. Aber ich habe es ihnen nie in selbstloser Liebe
gegeben, sondern meist um mir Geltung zu verschaffen, um zu zeigen, wie gut ich
bin, um bei ihnen Eindruck zu schinden, und um in unserer
Schicki-Micki-Gesellschaft  ein gutes Bild von mir aufzubauen.

Weil ich nämlich sehr reich war, wollte ich denn Leuten zeigen wie gütig und
großherzig ich war. Sie sollten sich über meine Großzügigkeit das Maul zerreißen
und mich auch deshalb beneiden und bewundern. Und weil ich eben so reich war,
wollte ich mit meinen Geschenken und meiner Großherzigkeit, die Not und Armut
der Leute manipulieren und auch noch mir zunutze machen.

Und so sagte ich zum Beispiel: „Schau, da gebe ich Dir dies und jenes (je nach
dem, was mir gerade unter die Hände kam oder ich einfach übrig hatte), aber ich
bitte Dich dafür, sei doch so nett und gehe statt mir zum Elternabend in die
Schule meiner Kinder und vertrete mich dort, denn ich habe leider keine Zeit, um
zu diesen Versammlungen in der Schule zu gehen, wo ja immer die persönliche
Anwesenheit kontrolliert wird.“ Und auf diese Art und Weise verteilte ich zwar
in der ganzen Umgebung eine Unzahl von Sachen, aber jede Gabe war mit
irgendwelchen Bedingungen oder Forderungen meinerseits verknüpft. Ich hatte die
Leute so an meinem Gängelband. Ich manipulierte sie, und sie waren von mir
abhängig. Und obendrein gefiel es mir außerordentlich, wenn ich merkte, dass
eine Meute von Leuten hinter mir her lief, und hinter meinem Rücken weiter
erzählten, wie großherzig, gütig und  heilig ich eben wäre. Ich baute mir so in
der Gesellschaft  ein eindrucksvolles Bild von mir auf.

Niemand wusste, dass es ein trügerisches Bild war, das nicht der Wirklichkeit
entsprach. Und nun  war es offensichtlich. Bei dieser meiner Prüfung kam alles
heraus. Sie sagten zu mir: „Den einzigen GOTT, den Du verehrt hast, war das
Geld. Durch diesen Götzen der Moneten hast Du Dich selbst verdammt!! Wegen
diesem Deinem GOTT des Geldes und des Goldes bist Du in den Abgrund gestürzt.
Und so hast Du Dich selbst immer weiter vom HERRGOTT entfernt.“

Es stimmte, eine Zeit lang hatten wir sehr viel Geld, aber dann waren wir
bankrott. Die Schulden wuchsen uns über den Kopf, wir hatten unwahrscheinlich
viele Schulden. Und das Geld ist uns ganz ausgegangen, wir hatten nichts mehr…;

Und als sie mir eben dies alles mit dem Geld vorhielten, schrie ich einfach:
„Aber von welchem Geld redet ihr denn da daher; ich habe doch dort auf der Erde
einen ganzen Rattenschwanz von Problemen und Schulden hinterlassen“… und mehr
konnte ich nicht mehr sagen…

Du sollst den Namen
Gottes nicht verunehren

Als sie mir dann im zweiten Gebot Vorhaltungen machten, sah ich glasklar, wie
ich noch als Kind in bedauernswerter Art und Weise lernte, dass die Lügen ein
ausgezeichnetes Mittel waren, um den Strafen meiner Mutter zu entgehen, welche
manchmal auch sehr streng und hart ausfallen konnten. Und so begann ich meinen
Weg in der Gesellschaft des Vaters aller Lügen, des Satans, zu gehen.

Er wurde so mein Weggefährte. Ich wurde eine große Lügnerin. Und ich  steigerte
mich in dieser „Kunst des Lügens“. Ich wurde immer perfekter. Und in dem Ausmaß,
wie meine Sünden immer größer und unappetitlicher wurden, steigerten sich auch
meine Lügen und wurden immer größer und unverschämter.

Ich wollte mir anscheinend selbst beweisen, zu welcher Meisterschaft ich es in
dieser Disziplin des Lügens bringen konnte. Die Lügen wurden immer gewaltiger
und wuchsen mir über den Kopf hinaus – in gleicher Weise wie die Schulden.

Den Gipfel der Sünde des Lügens erreichte ich, als es auch um das Heilige, um
das Allerheiligste und um den HERRN selbst ging. Ich hatte bemerkt, dass meine
Mama eine große Ehrfurcht vor dem HERRGOTT hatte. Und für Sie war der Name des
HERRN etwas Verehrungswürdiges und sehr Heiliges. Das ließ ich mir durch den
Kopf gehen und dachte, das ist ja die beste Waffe für mich. So habe ich sie
(meine Mutter)  ganz in meiner Hand. Und ich begann bei jeder Kleinigkeit und um
jede meiner Lügen zu untermauern, bei GOTT zu schwören.

Ich nahm den Namen GOTTES einfach leichtfertig und grundlos in den Mund. Ich
sagte zu meiner Mama zum Beispiel: „Mami, bei unseren lieben CHRISTUS schwöre
ich Dir…“; oder „Mama, beim Namen GOTT Vaters schwöre ich Dir, versichere ich
Dir etc. etc…“, und so entging ich mit den dabei glaubhaft gemachten Lügen  den
wohl verdienten Strafen  meiner Mutter.

Können Sie sich das vorstellen, dass ich für meine Lügereien, für meine kleinen
Schweinereien, für diesen Dreckhaufen, in dem ich mich so oft sauwohl fühlte,
den Allerheiligsten NAMEN GOTTES missbrauchte, und IHN dadurch auch in den Dreck
zog, weil ich eben auch selbst bis zum Hals in diesem Sündenpfuhl und in diesem
menschlichen Abschaum steckte.

Und schauen Sie nun, meine lieben Schwestern und Brüder, ich habe durch mein
Schicksal und diese Todeserfahrung, über die ich hier gerade berichte, auch
gelernt und am eigenen Leib erfahren, dass die Worte und Sätze, die unseren Mund
verlassen, und die wir oft so leichtsinnig und unüberlegt von uns geben, nicht
einfach vom Winde verweht werden und sich sozusagen auflösen. Nein, sie bleiben
oft eine Wirklichkeit, die uns viel später einholt, und wie ein „BUMERANG“ auf
einmal wieder zu uns zurück kommt, vielleicht sogar noch besser ausgedrückt, auf
uns zurückfällt.

Vielleicht läuft es Ihnen nun kalt über den Rücken, wenn ich Ihnen folgendes
berichte. Nicht nur einmal, sondern sehr oft, wenn meine Mutter recht stur war
und mir einfach nicht glauben wollte, sagte ich kurzer Hand zu ihr:

„Mama, es soll mich ein Blitz erschlagen, wenn dies eine Lüge von mir ist. Ich
sage Dir nur die reine Wahrheit!“

Und diese oftmaligen Sprüche von mir gerieten in Vergessenheit und niemand
dachte mehr an sie. Aber nun schaut her, ich stehe nur aus reiner Barmherzigkeit
GOTTES vor Ihnen, denn in Wirklichkeit hat mich der Blitz erschlagen, er ist
praktisch durch mich hindurch gegangen, hat mich praktisch in zwei Teile
gespalten und mich vollkommen verbrannt.

So zeigten sie mir also im Jenseits, wie ich, die ich mich großartig als
katholisch ausgab, nie Wort gehalten habe, immer nur wortbrüchig gewesen bin und
immer nur den Heiligsten Namen Unseres HERRN und GOTTES missbräuchlich meinen
Unehrlichkeiten vorangestellt habe.

Ich war beeindruckt, wie der HERR all diese grauenhaften und entsetzlichen
Vorfälle ertragen hat, und wie gleichzeitig alle  Geschöpfe sich vor IHM im
Zeichen einer eindrucksvollen Anbetung und Verehrung auf den Boden warfen.

Ich sah die Seligste Jungfrau Maria, die Muttergottes, zu Füßen des HERRN in
großer Verehrung und Anbetung. Sie betete für mich und flehte IHN an. Und ich,
große und niederträchtige Sünderin, war von meinem Sumpfloch aus mit dem HERRN
auf Du und Du. Ich, die ich doch angeblich so gut war und einen so guten Leumund
hatte, den ich mir ja durch meine Manipulationen erkauft hatte.

Und so sah ich mich, wie ich so oft gegen den HERRN revoltiert hatte, wie ich
auf IHN wütend gewesen war, auf IHN geschimpft und IHN auch verflucht hatte. Es
war für mich nicht nur beschämend, sondern unerträglich und schmerzhaft, mir
dieser Vergangenheit bewusst zu werden und einen klaren Blick darauf zu haben.

Du sollst den Tag
des HERRN heiligen

Als – bei meiner Prüfung nach den 10 Geboten – das Gebot der Heiligung des TAGES
des HERRN und der Festtage dran kommt, war es ein grauenhafter Augenblick.

Es überkam mich ein kaum zu ertragender Schmerz. Die Stimme sagte mir ganz klar
und trocken, dass ich täglich bis zu vier und auch fünf Stunden mit meinem
Körper beschäftigt war, mit meinem Äußeren, mit meiner vermeintlichen Schönheit,
dabei  habe ich täglich nicht einmal 10 (zehn) Minuten dazu aufgewendet, um dem
HERRN meine tiefe Zuneigung und meine Dankbarkeit zu bezeugen, oder ein Gebet zu
IHM zu sprechen.

Ja, oft war es sogar so, dass ich, wenn ich IHM einen Rosenkranz versprochen
hatte, diesen meist in Eile und unter Stress herunter leierte. Dabei kam es auch
vor, dass ich sagte:  „Das geht sich ja wieder gut aus. Ich kann in den
Werbe-Pausen meiner Lieblings-Fernseh-Serie sicherlich gut den Rosenkranz fertig
beten.“

Und so zeigten sie mir im Jenseits, wie undankbar ich gegenüber meinem HERRGOTT
immer war, nie kam mir in den Sinn, mich bei IHM, meinem Schöpfer und ERLÖSER,
zu bedanken.  Und sie haben mir auch klar vor Augen gestellt, was ich alles an
Ausreden hervorbrachte, wenn es darum ging, dass ich aus reiner Faulheit die
Heilige Messe nicht besuchen wollte.

„Aber Mama, wenn doch GOTT überall ist und allgegenwärtig ist, warum soll ich
dann unbedingt dort hingehen und IHN in der Kirche aufsuchen.“

Klar, für mich war es sehr einfach  und bequem, solche Sprüche von mir zu geben
und so zu reden. Und die Stimme wiederholte erneut den Vorwurf, dass ich den
HERRGOTT jeden Tag 24 Stunden lang auf mich warten ließ, und ich erinnerte mich
die ganze Zeit lang nicht an IHN. Ich betete nicht zu IHM und ging nicht einmal
am Sonntag zu IHM hin, um IHM zu danken, wenigstens am Tag des HERRN meiner
Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen und IHM meine Liebe zu IHM zu zeigen. Das war
einfach zuviel für mich. Ich war zu stolz und aufgeblasen dazu.

Aber das Schlimmste an diesem, meinem Fall war, dass dieser Kirchenbesuch wie
das Restaurant für meine Seele war. Ohne in die Kirche zu gehen verkümmerte,
besser gesagt verhungerte meine Seele, weil sie eben keine Nahrung bekam. Ich
widmete mich aber nur meinem Körper, um diesen vergänglichen Leib zu pflegen und
zu hegen, hatte ich alle Zeit der Welt. Ich wurde zur Sklavin meines Körpers.
Und dabei übersah ich gänzlich ein kleines, aber wesentliches Detail.

Ich hatte auch eine Seele, um die ich mich einfach gar nicht kümmerte. Sie war
„Vollwaise“. Nie habe ich sie mit dem WORT GOTTES genährt. Denn auch dafür hatte
ich einen lockeren Spruch in meinem Repertoire, indem ich hinausposaunte, dass
derjenige, der die Bibel regelmäßig liest, über kurz oder lang dem Wahnsinn
verfallen würde.

Und mit den Sakramenten hatte ich nichts am Hut. Wie könnte ich nur einem dieser
„alten, verkalkten Kerle“, die selbst schlechter und sündiger waren als ich
selbst,  meine Sünden bekennen.

Denn es kam mir und meinen Schweinereien sehr gelegen, nicht zur Beichte zu
gehen. Der große Lügner und Durcheinander-Bringer (dies ist ja die wortwörtliche
Bedeutung von „Diabolos“), der Teufel eben, hat mich von der Beichte und den
Sakramenten ferngehalten. Und so brachte Satan es auch zustande, meine Heilung
und die Reinigung meiner Seele zu verhindern. Es ist nämlich so, dass der Dämon
jedes Mal, wenn ich eine Sünde begangen habe, auf die weiße Weste meiner Seele
seinen Stempel aufdrückte, ein schwarzes Mal seines Reiches der Finsternis.

Meine Sünden waren also nicht ohne Folgen. Sie waren nicht kostenlos und gratis.
Sondern sie hatten schwere Konsequenzen für die Gesundheit meiner Seele. Niemals
– außer bei meiner Erstkommunion – habe ich eine gute Beichte abgelegt. Und ab
damals ging ich nie mehr zur Beichte. Und nicht selten traf ich auch auf einen
der Zeit angepassten Priester, der mir sogar in meiner Einstellung zur
Ohrenbeichte recht gab, – und dieses Sakrament als nicht mehr unserer modernen
Zeit entsprechend und dem modernen Menschen nicht mehr zumutbar  bezeichnete.

Und so kam es auch, dass ich jedes Mal, wenn ich zur Heiligen Kommunion ging,
den HERRN JESUS CHRISTUS im Allerheiligsten Sakrament des Altares unwürdig
empfangen habe.

Und meine Blasphemie (Gotteslästerung) ging sogar so weit, dass ich stolz und
alles wissend überall verkündete:

„Was soll da das Allerheiligste sein? Wie soll denn das gehen, dass der
Allmächtige Lebendige GOTT selbst in einem Stückchen Brot, in der Hostie 
gegenwärtig ist. Diese Priester sollten doch lieber der Hostie etwas
Karamellsauce hinzufügen, damit sie wenigstens gut und nicht so fad schmeckt.“

So weit war nun mein Leben aus dem Ruder gelaufen, und dermaßen hatte ich die
Schöpfungsordnung verlassen, dass ich fähig war, solche Gotteslästerungen
hinauszuposaunen. Und so erreichte ich den tiefsten Punkt, den Abbau und die
Zerstörung meiner Beziehung zu GOTT, zu meinem Schöpfer.

Nie habe ich meiner Seele etwas wahrhaft Aufbauendes, eine Nahrung zukommen
lassen.

Und heute hat jede Mutter und jeder Vater dieselbe Verantwortung, wenn er bzw.
sie oder beide ihr Kind nicht taufen lassen. Das Sakrament der Taufe ist die
„Muttermilch für die Seele“. Oft wird heutzutage gesagt:
„ Ja, das Kind soll selbst entscheiden, wenn es einmal erwachsen ist, ob es
getauft werden will oder nicht.“
Ein  Baby  nicht  zu  taufen,  ist  dasselbe,  wie  wenn  ich  ihm  keine 
Nahrung  für  den Körper geben würde mit dem Argument: „ Ja, es soll später
selbst einmal entscheiden, was es essen und trinken will!“

Es ist unsere Verantwortung vor dem HERRGOTT, der Seele des Kindes die richtige
Nahrung  zu  geben.  Und  ohne  Sakramente  sind  wir  selbst  eben  auch  ohne 
Nahrung für unsere Seele. Und so verhungert die Seele dann einfach.

Das Sakrament der Priesterweihe:

Und  um  dem  Ganzen  noch  die  Krone  aufzusetzen,  tat  ich  nichts  anderes 
als  die Priester  zu  kritisieren  und  schlecht  zu  machen.  Ihr  hättet 
erleben  sollen,  wie schwer mir gerade dieser Punkt auf den Kopf gefallen ist,
bei meiner Prüfung im Jenseits. Diese Sünde hat mir der HERR sehr schwer
angerechnet. In meiner Familie war es immer schon der Brauch, sich über die
Priester das Maul zu zerreißen. Seit ich mich erinnern kann, also seit ich ganz
klein war, wurde bei uns zuhause schlecht über die Priester geredet. Angefangen
bei meinem Papa sagten einfach alle, dass diese Typen Weiberhelden, hinter 
jedem  Kittel  her  und  alle  zusammen  mit  mehr  Geld  und  Reichtum  als 
wir einfachen Leute gesegnet wären .
Und  all  diese  Verleumdungen  wiederholten  wir  Kinder  von  klein  auf. 
Und  dazu sagte  nun  der  HERR  mit  trauriger,  aber  strenger  Stimme  zu 
mir:  „Was  hast  Du denn geglaubt, wer Du bist, um so zu tun, wie wenn Du der
HERRGOTT wärst, und ein Urteil über meine Gesalbten abgibst, und sie dabei noch
verleumdest und beschimpfst?“
Und ER fuhr fort: „ Sie sind Menschen aus Fleisch und Blut. Und was die
Heiligkeit eines  Priesters  betrifft,  so  wird  diese  vor  allem  auch 
durch  die  Gemeinschaft der  Gläubigen,  durch  die  Menschen  der  Pfarre 
genährt.  Die  Gemeinschaft trägt  den  GOTTGEWEIHTEN  durch  ihre  Gebete, 
durch  die  Wertschätzung  und Hochachtung,  die  sie  ihm  entgegen  bringt, 
durch  die  Unterstützung,  die  die Menschen  ihm  geben.  Und  wenn  ein 
Priester  der  Sünde  verfällt,  dann  solltet ihr nicht so sehr ihn um den
Grund fragen und beschuldigen, sondern vielmehr die Schuld bei der Gemeinschaft
suchen, die ihm Hochachtung, Wertschätzung, Unterstützung und Gebet verweigert
oder nicht in ausreichendem Maße zugestanden hat.“
Und der HERR zeigte mir dann, wie sich jedes Mal, wenn ich einen Priester
kritisiert und schlecht gemacht hatte, die Dämonen auf mich stürzten und wie
sich die Teufel an mich schmiegten.
Und  darüber  hinaus  sah  ich,  welch  großes  Übel  ich  angerichtet  hatte, 
wenn  ich einen  GOTTGEWEIHTEN  als  homosexuell  hinstellte  und  brandmarkte, 
und  diese Neuigkeit wie ein Lauffeuer durch die ganze Gemeinschaft der
Gläubigen ging. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, welchen großen, immensen
Schaden ich dadurch angerichtet hatte.
Wissen Sie, meine Brüder und Schwestern im HERRN, wenn ein Priester fällt, dann
ist die Gemeinschaft vor GOTT für ihn verantwortlich. Die Gemeinschaft ist  vor 
GOTT  verantwortlich  für  die  Heiligkeit  ihrer  Priester.  Der  Teufel 
hasst  die Katholiken, aber die Priester noch viel mehr. Er hasst unsere Kirche,
denn solange es einen Priester gibt, werden die Wandlungsworte gesprochen.
Und  wir  alle  müssen  wissen,  dass  die  Hände  eines  Priesters  GOTT 
berühren, auch wenn er nur ein Mensch ist, so hat er die Vollmacht, GOTT vom
Himmel herab zu rufen, durch sein Wort vollzieht sich in einem Stück
gewöhnlichem Brot die
Transsubstantiation,  die  Wandlung  des  Brotes  und  Weines  in  den  LEIB 
und das  BLUT  des  HERRN.  Der  Priester  ist  der  Gesalbte  des  HERRN, 
anerkannt  von GOTT VATER.
Wissen Sie, wenn der Priester die HOSTIE hebt, fühlt man die Gegenwart des HERRN
und alle fallen auf die Knie, selbst die Dämonen! Und ich, wenn ich zur
Heiligen  Messe  ging,  hatte  nicht  ein  Minimum  an  Respekt  und  Ehrfurcht 
und schenkte  dem  keinerlei  Aufmerksamkeit,  kaute  meinen  Kaugummi, 
manchmal schlief  ich  ein,  schaute  herum,  dachte  an  alles  mögliche  – 
an  banale  Dinge,  nur nicht an dieses großartige Geschehen der Heiligen
Eucharistie, wo jedes Mal der Himmel die Erde berührt.
Danach hatte ich noch die Unverschämtheit mich zu beschweren, voller Hochmut,
wenn GOTT mich nicht erhörte, wenn ich IHN um etwas bat.
Es  war  sehr  beeindruckend,  zu  sehen,  wie  alle  Kreaturen  sich  anbetend 
niederwerfen,  wenn  der  HERR  vorübergeht.  Ich  sehe  auch  die  Heilige 
Jungfrau  in  aller Demut und in Anbetung vor dem HERRN, mit ihrer Stirn bis zum
Boden geneigt zu Füßen des HERRN, für mich betend bringt sie auch alle Gebete zu
ihm, die für mich zum Himmel geschickt worden waren.
Und ich Sünderin, in meiner Unempfindlichkeit und mit meinem erkalteten und
verhärteten Herzen, immun gegen alles Gute, behandelte den HERRN so La-la: DU
hier, und ich dort. Und dann behauptete ich noch, dass ich gut und fast heilig
sei. Eine gute Ruine, ja das war ich, sonst nichts – ein religiöses Luftschloss,
gebaut auf Sand und Sumpf! Den HERRN verschmähend und schmähend – den HERRN, DER
immer nur in LIEBE   hinter mir her und voller Sorge um mich war! Stellen Sie
sich eine solche Sünderin vor! Da doch selbst die Dämonen sich in aller DEMUT
vor dem HERRN auf den Boden hinwerfen müssen, wenn der HERR vorübergeht.

Die  Sterbestunde – unsere „letzte Stunde“

Diese  gesalbten  Hände  eines  Priesters,  wie  sehr  hasst  sie  der  Dämon. 
Er  hasst diese vom Himmel bevollmächtigten Hände intensiv und abgrundtief. Der
Teufel verabscheut uns Katholiken deswegen so sehr, weil wir die Eucharistie
haben, weil  die  Eucharistie  ein  offenes  Tor  zum  Himmel  ist,  und  sie 
ist  das  einzige Tor. “ Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der hat das
ewige Leben!” Ohne die Eucharistie, das heißt den Heiligen LEIB und das Kostbare
BLUT des HERRN empfangen zu haben, kann niemand in die Seligkeit eingehen.
Der HERR geht zu jedem Menschen, der im Sterben liegt, egal, welchen Glauben er
hatte oder nicht hatte, zu jedem einzelnen kommt der HERR in seiner letzten
Stunde und offenbart Sich ihm und sagt ihm voll Liebe und Barmherzigkeit:
„ICH bin DEIN HERR!“
Wenn  dieser  Mensch  seinen  HERRN  annimmt  und  um  Vergebung  seiner  Schuld
bittet, geschieht etwas Unerhörtes, das etwas schwierig ist, zu erklären: der
HERR nimmt diese Seele augenblicklich mit Sich an einen Ort, wo eine Heilige
Messe gefeiert wird und dieser Mensch empfängt das VIATICUM, die Wegzehrung.
Es  ist  eine  mystische  Kommunion.  Denn  nur,  wer  den  Leib  und  das 
Blut  des Herrn  empfängt,  kann  in  den  Himmel  eingehen.  Es  ist  dies 
eine  geheimnisvolle Gnade, die GOTT unserer Kirche gab, und so viele Menschen
gibt es, die nur schimpfen über die Kirche. Aber nur durch die Katholische
Kirche erhalten wir das Heil.
Diese  Sterbenden  können  nun  das  Heil  empfangen,  sie  kommen  wohl  ins 
Fegefeuer, aber sie sind gerettet. Im Fegefeuerfahren sie fort aus der Gnade der
Eucharistie  zu  schöpfen.  Deswegen  hasst  der  Teufel  die  Priester  so 
sehr.  Denn solange es noch einen Priester gibt, wird Brot und Wein verwandelt.
Deswegen  ist  es  unsere  Pflicht,  sehr  viel  für  die  Priester  zu  beten, 
denn  der Dämon bekämpft sie ununterbrochen. Der HERR hat mir das alles gezeigt.
Nur  durch  den  Priester  können  wir  auch  zum  Beispiel  das  gnadenreiche 
Sakrament der Buße empfangen. Nur durch den Priester empfangen wir die Vergebung
für unsere Schuld.
Wissen Sie was der Beichtstuhl ist? Er ist ein Reinigungsbecken, er ist ein Bad
für die Seele. Kein Bad mit Wasser und Seife, sondern mit dem BLUT CHRISTI:
Wenn eines Menschen Seele durch die Sünde schmutzig und schwarz geworden ist,
kann er sie in der Beichte mit dem BLUT CHRISTI rein waschen lassen. Darüber
hinaus zerreißen die Fesseln, mit denen uns Satan an sich gebunden hat.
Daher ist es logisch, dass der Teufel die Priester am meisten hasst und zu Fall
bringen will? Selbst jene Priester, die selber große Sünder sind, haben die
Macht Sünden  zu  vergeben,  sowie  jedes  Sakrament  gültig  zu  spenden.  Und 
der HERR zeigte mir, wie das geschieht.
Es geschieht in SEINER Herzwunde. Es gibt Dinge, die übersteigen das menschliche
Begreifen, aber es sind geistige Wirklichkeiten. Durch diese Wunde des HERRN
erhebt sich die Seele auf eine Göttliche Dimension, sie erhebt sich zur
GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT,  zur  PFORTE  DER  GÖTTLICHEN  BARMHERZIGKEIT;  die 
Seele erhebt sich und wird im Herzen des Ewigen Hohenpriesters, wo das blutende
Kreuz steht, durch das Heilige Blut des Kreuzes rein gewaschen.
Ich  habe  es  gesehen,  wie  meine  Seele  rein  geworden  ist  durch  das 
Sündenbekenntnis. Durch jede Sünde, die ich aufrichtig bereute und bekannte, hat
der HERR die Fessel gelöst, die mich an Satan festgebunden hatte.
Wie schade, dass ich mich vom Bußsakrament entfernt hatte. Aber dies alles ist
uns nur möglich durch den Priester. Und alle anderen Sakramente empfangen wir
ebenso nur durch den Priester. Deswegen haben wir die Pflicht, für die Priester
zu beten, auf dass GOTT sie behüte, erleuchte und führe.
So ist es begreiflich, dass der Teufel die Kirche und die Priester hasst, da ein
Heiliger Priester die Macht hat, dem Satan viele Seelen zu entreißen.

Du sollst Vater und
Mutter ehren

Wir kamen nun zum vierten Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren!

Und der HERR führte mir auch in diesem Bereich vor Augen, wie undankbar ich
während meines Lebens gegenüber meinen Eltern war. Wie oft und wie arg habe ich
gegen sie geschimpft und sie verflucht. Ich habe es ihnen vorgeworfen, dass sie
mir nicht all das bieten konnten, was meine Freundinnen bereits bekommen hatten.
Und es wurde mir klar, wie sehr ich eine Tochter war, die einfach nichts zu
schätzen wusste und für die alles, was meine Eltern mir mit viel Opfer und unter
großen Mühen boten, einfach ohne jeden Wert war.

Ja ich verstieg mich sogar soweit in meinem Groll gegen die Eltern, dass ich
einfach behauptete, dass diese Frau gar nicht meine Mutter sein könne, weil sie
mir einfach zu primitiv und zu wenig vorkam, um meine Mutter sein zu können.

Es war so entsetzlich für mich dieses Resultat von mir selbst zu sehen. Nämlich
eine Frau ohne GOTT und wie diese Frau ohne GOTT alles zerstörte und negativ
beeinflusste, was nur in ihre Nähe kam; aber das grausamste von all dem war,
dass ich mir dabei noch einbildete etwas Besonderes, vor allem auch gut und
heilig zu sein.

Der HERRGOTT hat mir auch verdeutlicht, warum ich mir nur einbilden konnte, dass
ich bei diesem vierten Gebot sicherlich nichts zu befürchten hätte. Ich war mir
nämlich nur deswegen sicher, diese Hürde mit Links zu nehmen, weil ich ja in den
letzten Jahren ihres Lebens die Ärzte und Medikamente, die meine Eltern
benötigten, finanziert hatte, wenn sie krank waren. Nur wegen dieser ganz
simplen Geschichte bildete ich mir ein, dieses vierte (4.) Gebot mehr als genug
erfüllt zu haben.

Es passte eben zu meiner Lebensphilosophie, bei der ich eben alle meine Taten
nur nach dem Prinzip des Geldes und der Moneten beurteilte und einordnete. Und
so war es eben auch mit meinen Eltern. Mit dem Mittel meines Geldes habe ich sie
für meine Zwecke und Interessen gefügig gemacht und manipuliert.

Mein Reichtum hat mich für sie, meine Mutter und meinen Vater aus einfachen
Verhältnissen, zu einer Art Gottheit erhoben, die sie selbst von meinem Geld
geblendet richtig gehend verehrt haben. Und diese durch den Mammon geschaffene
Situation erlaubte es mir auch, auf meinen Eltern in frecher Willkür
herumzutrampeln. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mich diese klaren
Erkenntnisse über mein früheres Leben, die ich durch die Gnade GOTTES haben
durfte, weh taten und bis aufs Knochenmark schmerzten. Ich musste mit ansehen,
wie mein Vater erfüllt mit großer Traurigkeit weinte und schluchzte über mich
und mein Verhalten; denn trotz all seiner Schwächen war er ein guter Vater
gewesen.

Er hat mich gelehrt, arbeitsam und strebsam zu sein und ein ehrenwertes Leben zu
führen. Denn nur der, welcher eine gute Arbeit macht und sich in seinem Beruf
bewährt, wird auch vorwärts kommen und es zu etwas bringen. Aber leider ist ihm
bei all seinen Bemühungen, mich gut zu erziehen, ein kleines Detail, das aber
etwas ganz Wesentliches ist, entgangen, nämlich dass ich auch eine Seele hatte,
die am Verhungern war, und dass er als Vorbild für seine Tochter eine Mission
hatte, mir auch die Frohbotschaft und den Glauben vorzuleben.

Und in dieser Hinsicht versagte er ganz und sah einfach gar nicht, wie mein
ganzes Leben aufgrund des Fehlens dieses kleinen Details, den Bach hinunterging,
und ich immer tiefer im Sumpf steckte.

Es schmerzte mich, wenn ich sah, was für ein Weiberheld mein Vater war. Er
fühlte sich glücklich und sehr wohl, wenn er meiner Mutter und allen Leuten
erzählen und sich damit prahlen konnte, was für ein „Macho“ (südamerikanischer
Ausdruck für Bock, Weiberheld und Haustyrann und dergleichen)  er war, weil er
gleichzeitig viele Frauen (in seiner Sprache: viele Weiber) hatte und fähig war,
alle bei der Stange zu halten und zu befriedigen.

Außerdem trank und rauchte mein Vater übermäßig viel. Auf all diese Laster und
schlechten Gewohnheiten war mein Vater nun auch noch stolz, und er bildete sich
viel darauf ein; denn er war der irrigen Ansicht, dass es keine Laster, sondern
ganz im Gegenteil Tugenden wären, die ihn zu etwas Besonderem machten.

Und so bekam ich auch schon in jungen Jahren mit, wie meine Mutter oft
tränenüberströmt zuhause saß, wenn mein Papa wieder einmal mit seinen anderen
Frauen und den Abenteuern, die er mit ihnen hatte, zu prahlen begann. Und je
öfter ich das erlebte, desto größer wurden die Wut, der Zorn und die
Ressentiments, die mich überkamen.

Und nun sehe ich den Ablauf meines früheren Lebens und begreife auf einmal, wie
diese unbeherrschten Gefühle und Ressentiments mich langsam in den „spirituellen
Tod“ treiben, meine Seele zum Absterben bringen. Mich überkam ein gewaltiger
Zorn, wenn ich mit ansehen musste, wie mein Papa meine Mama vor den Augen aller
Welt auf das Gemeinste demütigte. Und ich beginne mich dagegen zu wehren, mucke
dagegen auf und rede auf meine Mutter ein und versuche, sie zu beeinflussen. Ich
spreche zu ihr zum Beispiel so:

„Ich werde nie so sein wie Du, ich werde mir solche Sachen von einem Mann nie
gefallen lassen. Wir Frauen haben in unserer Gesellschaft eben keinen Wert und
werden deswegen so gedemütigt, weil es Frauen gibt, die so sind wie Du und sich
eben alles gefallen lassen. Frauen, die sich willenlos der Willkür des „Machos“
unterwerfen, die keine Würde und keinen Stolz mehr haben, nur mehr eine
gebrochene Persönlichkeit sind. Frauen eben, die es den eingebildeten
Mannsbildern erlauben, auf ihnen herumzutrampeln und sie wie den letzten Dreck
zu behandeln.“

Und zu meinem Vater sagte ich, als ich schon etwas älter war:

„Niemals, glaube mir und schreib Dir’s hinter Deine Ohren, Papa, niemals werde
ich es zulassen, dass mich ein Mannsbild so behandelt und demütigt, wie Du es
mit meiner Mama immer wieder machst. Wenn es so weit kommt, dass ein Mann mir
untreu ist und mich betrügt, werde ich mich an ihm rächen und in der Gosse auf
ihm herumtrampeln. Mit mir nicht, mein lieber Papa!“

Daraufhin hat mich mein Vater windelweich geschlagen und mich angeschrien: „Was
nimmst Du Dir nur heraus? Was unterstehst Du Dich? Was glaubst Du, wer Du bist,
um so mit mir zu reden?“  Ihr könnt auch gar nicht vorstellen, was für ein arger
„Macho“ mein Vater war. Und ich konnte meinen Mund nicht halten und antwortete:
„Auch wenn Du mich schlägst und mich sogar umbringst, schwöre ich Dir, dass ich
mir so etwas nicht bieten lassen werde. Falls es jemals so weit kommt, dass ich
mich verheirate und dann erfahre, dass mein Ehemann mir untreu ist, dann werde
ich mich an ihm auf schreckliche Art und Weise rächen, damit ihr Mannsbilder
endlich begreift, was eine Frau mitmacht, wenn ein Mann sie wie den letzten
Dreck behandelt, sie demütigt und auf ihr wie auf einem nassen Fetzen herum
trampelt.“

Und in dieser Art und Weise fraß ich all diese Ressentiments, diesen Zorn und
diese Wut die ganze Zeit in mich und schüttete meinen Gedanken und mein Hirn
damit zu. Ich selbst vergiftete meinen Geist und meinen Charakter. Als ich dann
schon selbstständig und erwachsen war, – und natürlich auch schon genügend Geld
hatte, – begann ich meine Mutter immer wieder zu beeinflussen, indem ich zu ihr
sagte:

„Weißt Du was, Mama? Trenne Dich von Papa, lass Dich von ihm scheiden!“  Und ich
verhielt mich so, obwohl ich meinen Vater sehr verehrte und auch mochte.
Trotzdem redete ich immer wieder von neuem auf meine Mutter ein uns sagte zu
ihr:

„Es kann doch nicht sein, dass Du einen Typen wie meinen Vater einfach so
ertragen kannst! Sei Dir doch Deiner Würde als Frau bewusst! Erobere Deine Ehre
zurück und zeig ihm doch, dass Du etwas Wertvolles, Besonderes bist, und nicht
ein Stück Drecklappen, an dem er sich abputzen kann!“

Diese und ähnliche Phrasen wiederholte ich immer wieder vor meiner Mutter.
Können Sie sich das vorstellen? Ich setzte alles dran, um meine Eltern
auseinander zu dividieren, um sie zur Scheidung ihrer Ehe zu bewegen. Aber meist
sagte meine Mama dann zu mir:

(

Ihre
Mutter sagt NEIN zur

Scheidung)

„Nein, meine liebe Tochter, ich werde mich nicht scheiden lassen. Du
darfst nicht glauben, dass dieses Verhalten Deines Vaters für mich nicht sehr
erniedrigend und schmerzhaft ist. Ich leide sehr darunter – wie Du Dir
sicherlich vorstellen kannst. Aber ich bringe dieses Opfer und halte durch, weil
ihr doch da seid – meine sieben Kinder. Ihr seid sieben  Kinder und ich bin nur
ich allein. So ist es doch besser, dass nur einer drunter zu leiden hat, und
nicht sieben Menschen, den Schmerz dann ertragen müssen.

Und schließlich ist Dein Vater doch auch ein guter Papa und ich bringe es
einfach nicht über mein Herz, einfach wegzulaufen und Euch ohne Vater aufwachsen
zu lassen.

Noch dazu frage ich Dich: Wenn ich mich von Papa trenne, wer wird dann noch
dafür beten, dass er sich bekehrt, und so seine Seele gerettet wird. Den Schmerz
und die Erniedrigung, die mir Dein Papa zufügt, die vereinige ich mit den
unsäglichen Schmerzen unseres HERRN JESUS CHRISTUS am Kreuz. Jeden Tag sage ich
zu unserem HERRGOTT: ‚Das, was ich da zu leiden und zu ertragen habe, ist doch
gar nichts im Vergleich zu den Schmerzen, die Du am Kreuz für uns gelitten hast.

Damit meine Leiden den Wert bekommen, bitte ich Dich um die Erlaubnis, sie mit
Deinem Leiden zu verbinden und zu vereinen, damit so auch meine kleinen Leiden
die Kraft bekommen, um von Dir die Gnade zu erhalten, das sich mein Mann und
meine Kinder bekehren und so vor der ewigen Verdammnis gerettet werden!’“

Mir war das alles nicht verständlich und ich habe damals über soviel Dummheit
nur den Kopf geschüttelt. Es war einfach zu hoch für mich. Es waren Gedanken,
die mir vollkommen fremd und meiner Art, zu leben und zu denken, diametral
entgegengesetzt waren, und deshalb hatte ich auch keinen Zugang diesen Aussagen
meiner Mutter. Und damit Sie es wissen. Nicht nur dass ich dafür kein
Verständnis aufbrachte, diese Aussagen meiner Mutter reizten mich nur noch mehr
und stachelten meinen Zorn an.

Es führte dazu, dass sich mein ganzes Leben änderte, denn ich wurde richtig
rebellisch.

(Die
Einstellung der Weltfrau)
Diese Rebellion zeigte sich als erstes darin, dass ich mich für Frauenrechte und
Frauen-Emanzipation einsetz

te – und zwar nicht nur als normale Mitläuferin –
nein, ich kämpfte mich an die

vorderste Front im Kampf um Frauenrechte.

Ich begann die Abtreibung zu verteidigen, das Recht der Frau, über ihren Bauch
selbst zu bestimmen; die Unabhängigkeit und das Recht als Single oder in einer
freien Partnerschaft – mit so genannten Lebens-Abschnitts-Partnern das Leben zu
organisieren; die Scheidung als willkommene Lösung von Eheproblemen zu
propagieren.

Besonders verteidigte ich auch das „Gesetz des Talion“ (Ley de Talion = [latín:
lex talionis] juridischer Grundsatz „Gleiches mit Gleichen zu vergelten“ – „Aug’
um Aug’, Zahn um Zahn“). Das heißt: Ich gab den Frauen immer den guten Rat,
einfach Gleiches mit Gleichem zu vergelten, und eben sich an jedem Mann, der
untreu war, auch mit einem Seitensprung – möglichst mit seinem besten Freund –
zu rächen.

Obwohl ich persönlich meinem Ehemann nie in meinem Leben körperlich untreu war,
so richtete ich durch meine bösartigen Ratschläge bei sehr vielen Menschen sehr
großen Schaden an. Leider!

Du sollst nicht
töten – Die Abtreibung

Als wir im meinem „Buch des Lebens“ zum 5. Gebot GOTTES – „Du sollst nicht
töten“ – kamen, dachte ich mir: Endlich, da habe ich mir nichts vorzuwerfen,
denn ich habe niemanden getötet und keinen Menschen umgebracht. Und zu meinem
großen Schreck belehrte mich der HERRGOTT eines ganz anderen.

ER zeigte mir mit aller Deutlichkeit, dass ich eine erschreckend grausame
Mörderin war. Und die Morde, in die ich verwickelt war, gehörten außerdem zu der
Klasse von Tötungsverbrechen, die in den Augen des HERRN zu den abscheulichsten
ihrer Art zählten, nämlich die Abtreibungen von „Ungeborenen Kindern“.

——-

Eines  Tages  sagte  meine  Freundin  Estela  zu  mir:  “Hör  mal  gut  zu!  Du 
bist  jetzt dreizehn  (13)  Jahre  alt  und  bist  noch  nicht  einmal  
entjungfert?”  Ich  habe  sie völlig fassungslos angeschaut. Was wollte sie mir
damit sagen?

Meine  Mutter  hat  mir  immer  von  der  Wichtigkeit  der  Jungfräulichkeit 
erzählt.
Sie sagte, dass dies das Brautgeschenk mit dem HERRN sei. Aber meine Freundin
antwortete mir mit einem Ausdruck von Überheblichkeit und Einbildung: “Meine
Mutter hat mich zum Gynäkologen gebracht, sobald ich meine erste Menstruation
hatte. Seither nehme ich die Anti-Baby-Pille.”
Damals habe ich nicht einmal gewusst, was das ist. Sie erklärte mir, dass diese
Pillen Verhütungspillen seien, damit man nicht schwanger wird. Und sie erzählte
mir, mit welchen Männern sie bereits geschlafen hatte. Es war eine große Zahl
von Burschen und jungen Männern. Sie sagte, das sei so wohltuend. Und meine
Freundin sagte zu mir: “Ich merke, dass du von all dem keine Ahnung hast.” Ich
bejahte und sie sagte, sie werde mich an einen Ort bringen, wo ich so etwas
lernen könnte.
Ich war voller Sorge und Angst, denn was weiß ich, wohin sie mich bringen würde.
Eine neue Welttat sich vor mir auf, eine völlig unbekannte Welt. Sie haben mich
in ein Kino im Zentrum mitgenommen, um zusammen einen Pornofilm anzusehen.
Können Sie sich meinen Schrecken vorstellen? Ein Mädchen zu jener Zeit gerade
einmal dreizehn (13) Jahre alt!
Wir hatten damals nicht einmal einen Fernseh-Apparat. Können Sie sich einen
solchen Film vorstellen? Ich bin fast gestorben vor Schrecken und Ekel. Ich kam
mir vor, wie in der Hölle. Ich wollte weglaufen und nur die Scham vor meinen
Freundinnen hielt mich zurück. Aber ich wollte nichts sehnlicher als weg von
dort, ich war zutiefst erschüttert.
An diesem Tag ging ich mit meiner Mutter zur Heiligen Messe. Und weil ich mich
so schlecht fühlte, ging ich zur Beichte. Meine Mutter kniete sich  vor dem
Altar hin und betete.
In  meiner  Beichte  sagte  ich  die  üblichen  Dinge,  dass  ich  die 
Hausarbeiten  nicht gemacht, bei den Schularbeiten geschwindelt habe, dass ich
ungehorsam gewesen war – das waren mehr oder weniger meine Sünden. Ich habe
immer bei demselben Priester gebeichtet und er kannte meine Sünden schon mehr
oder weniger auswendig.
Aber heute bekannte ich auch, dass ich meiner Mutter davongelaufen bin, um ins
Kino zu gehen. Der Priester war völlig überrascht und beinahe schrie er: “Wer
ist wem davongelaufen? Wer ist wohin gegangen?”
Ich  erschrak  fürchterlich  über  diese  Reaktion  und  schaute  ängstlich  zu 
meiner Mutter  hinüber,  ob  sie  etwas  gehört  und  mitbekommen  hatte,  aber 
sie  kniete ganz ruhig an ihrem Platz und betete.
GOTT sei Dank, dachte ich, hat sie   nichts gehört. Sich vorzustellen, dass sie
das gehört hätte, war für mich unerträglich. Ich erhob mich vom Beichtstuhl und
war wütend  auf  den  Priester.  Klar,  dass  ich  ihm  nicht  gesagt  hatte, 
in  welchem  Film ich war. Wenn er schon ein solches Theater machte, als ich nur
bekannte, dass ich im Kino gewesen war. Was würde er erst aufführen, wenn er
alles gewusst hätte. Möglicherweise hätte er mich auch noch geschlagen.
Von diesem Moment an begann Satan in mir wirksam zu werden. Denn von da an habe
ich nie mehr aufrichtig gebeichtet. Von da an, traf ich eine Auswahl, was ich
sagen würde und was nicht. Hier begannen meine sakrilegischen Beichten und ich
ging zur Kommunion, obwohl ich wusste, dass ich nicht ehrlich gebeichtet hatte.
Ich habe den HERRN sakrilegisch empfangen. Und der HERR zeigte mir nun, wie
schrecklich der Abstieg meines Lebens war, wie dieser Prozess des geistigen
Todes immer  schlimmer  wurde.  Der  Abstieg  war  mit  solchen  Folgen 
verbunden,  dass ich am Ende meines Lebens nicht mehr an den Teufel glaubte und
an überhaupt nichts mehr. Und meine Sünden empfand ich sogar als gute Taten.
ER zeigte mir, wie ich als Kind an der Hand GOTTES ging, was für eine innige
Beziehung ich zu IHM hatte und wie die Sünde mich mehr und mehr von GOTT und
Seiner  führenden  Hand  trennte.  Der  HERR  sagte  mir,  dass  jeder,  der 
Seinen  LEIB und Sein BLUT unwürdig empfängt, sich die Verdammung zuzieht. Ich
habe meine Verdammnis gegessen und getrunken. Ich habe im Buch meines Lebens
gesehen, wie der Teufel verzweifelt war, weil ich mit 12 Jahren noch an GOTT
glaubte, und mit meiner Mutter zur Anbetung ging. Der Teufel war wütend darüber.
Als  mein  Sündenleben  begann,  ließ  der  HERR  mich  fühlen,  wie  der 
Friede  aus meinem Herzen gewichen war. Es begann ein großer Gewissenskampf,
aber was sagten meine Freundinnen dazu? Sie sagten:
“Was? Beichten gehen? Du bist doch verrückt, das ist doch völlig aus der Mode.
Und dann bei diesen Priestern, die noch viel größere Sünden haben als wir!”
Keine von ihnen ging mehr zur Beichte, ich war die einzige. Es begann ein
innerer Kampf zwischen dem, was meine Freundinnen sagten und dem, was meine
Mutter sagte, und was auch mein eigenes Gewissen mir nahe legte. Nach und nach
neigte die Waage sich und meine Freundinnen gewannen. Also entschloss ich mich,
nicht mehr zur Beichte zu gehen. Denn ich wollte nicht bei diesen alten und
leibfeindlichen Priestern beichten und schon gar nicht bei solchen, die sich
mokierten, nur weil man ins Kino ging.
Hier  sehen  Sie  die  Verschlagenheit  Satans.  Er  hat  mich  von  der 
Beichte  weggebracht, als ich erst dreizehn (13) Jahre alt war. Er war sehr
hinterlistig. Wissen Sie, er gibt uns falsche Ideen ein. Mit dreizehn (13)
Jahren war Gloria Polo bereits ein lebendiger Kadaver, was ihren Geist anging.
Aber für mich war es wichtig und ich war stolz zu dieser kleinen Gruppe meiner
Freundinnen zu gehören, zu diesen feinen, klugen Mädchen, die sich einbildeten,
mehr zu wissen, als alle ihre Eltern zusammen.
Wenn wir 13 Jahre alt sind, meinen wir, wir wüssten alles und wir waren der
Meinung,  dass  jeder  der  von  GOTT  sprach  unmodern  oder  verrückt  war. 
Denn  was modern ist, das sind der Nutzen und der Lustgewinn. Die Nutznießer und
der Genuss, das war in Mode.
Wissen Sie, ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass ich damals, als ich am
Abgrund zur Hölle stand und man plötzlich die Stimme des HERRN hören konnte,
dass da alle Dämonen flohen. Sie machten sich alle aus dem Staub, nur einer
blieb. Dieser  hatte  die  Erlaubnis  des  HERRN,  zu  bleiben.  Dieser 
riesige  Dämon  schrie  mit schrecklicher Stimme: “Sie gehört mir! Sie ist mein!
Sie gehört mir! Mein ist sie für immer!”
Dieser  Dämon  konnte  deshalb  bleiben,  weil  er  der  Anführer  der  Horde 
von  Dämonen  war,  die  sich  bei  mir  einnisteten  und  alles  in  meinem 
Leben  manipuliert hatten, damit ich sündige. Sie nützten mit großer Hinterlist
meine Schwachstellen aus. Dieser Dämon war es gewesen, der mich von der Beichte
fernhielt. Deswegen hatte  der  HERR  verfügt,  dass  er  jetzt  da  sein 
sollte  und  deswegen  schrie  dieser Teufel  so  sehr,  weil  er  fürchtete, 
dass  seine  Beute  ihm  im  letzten  Moment  noch entwischen könnte.
So schrie er fürchterlich und klagte mich an. Er konnte bleiben, denn ich war im
Stand der Todsünde gestorben. Denn seit meinem 13. Lebensjahr hatte ich nicht
mehr richtig gebeichtet und vorher hatte ich auch das eine und andere Mal
ungültig gebeichtet.
Ich gehörte also diesem Dämon und deswegen durfte er bei dieser Prüfung anwesend
sein. Können Sie sich vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich alle meine Sünden
präsentiert bekam, es waren ja so viele. Und zu all dem diese schadenfrohe,
höhnische Anklage. Und es war fast nicht zu ertragen, wie er immer wieder
brüllte, ich gehörte ihm. Es war einfach unvorstellbar schrecklich.
Der Böse hatte mich vom Bußsakrament fern gehalten und mich dadurch der Heilung
und Reinigung meiner Seele durch JESUS entzogen. Denn jedes Mal, wenn ich
sündigte, war die Sünde nicht gratis. Die Sünde ist Eigentum des Teufels und wir
müssen sie bezahlen. Meine Sünde war derart, dass der Teufel sein Siegel in
meine  Seele  eingebrannt  hatte.  Die  ursprünglich  so  wunderschöne,  mit 
Licht durchdrungene  Seele,  wie  ich  sie  bei  meiner  Empfängnis  gesehen 
hatte,  wurde dunkler und finsterer, lichtlos, eine einzige fürchterliche
Finsternis.
So habe ich ständig sakrilegisch kommuniziert, habe kaum mal eine gute Beichte
abgelegt, solange ich noch zur Beichte ging.
Immer, bevor wir das Bußsakrament empfangen, müssen wir den HEILIGEN GEIST und
unseren Schutzengel bitten, dass sie uns erleuchten, auf dass die Finsternis
unseres Geistes sich lichte. Denn eines der Dinge, die der Böse mit Wonne tut,
ist, dass er unseren Geist verdunkelt, damit wir meinen, das alles sei keine
Sünde, und dass schon alles gut ist, dass es nicht notwendig ist, bei einem
Priester zu beichten, weil ja diese Priester mehr Sünden haben, als wir selber
und dass die Beichte nun eben nicht mehr Mode sei. Es war klar, für mich war es
bequemer, nicht mehr zu beichten.

Die Abtreibung meiner Freundin Estela

Als ich   dreizehn (13) Jahre alt war, wurde meine Freundin Estela schwanger.
Als sie mir das erzählte, dass sie schwanger sei, fragte ich sie: “Aber du hast
doch die Pille genommen?” Sie sagte: ” Ja, aber es hat nichts genützt.” Ich
sagte: “Und jetzt? Was wirst du machen? Wer ist der Vater?”  Sie sagte: “Das
weiß ich nicht.” Sie wusste nicht, ob es bei jenem Spaziergang gewesen sei, oder
bei diesem oder jenem Fest, oder ob es von ihrem Verlobten war. Sie sagte mir:
“Ich werde einfach sagen, dass es von ihm (ihrem Verlobten)  ist.”
Im Juni sind sie (meine Freundin Estela) und ihre Familie in den Urlaub
gefahren.
Sie war bereits im fünften (5.) Monat schwanger. Als sie wieder kam, war ich
überrascht.  Es  gab  keine  Anzeichen  mehr  einer  Schwangerschaft.  Kein 
dicker  Bauch war zu sehen, aber sie sah aus wie eine Leiche. Sie war so blass
und von diesem extrovertierten, lebhaften Mädchen, das sich so gern vergnügte,
war nichts mehr übrig geblieben. Kurz gesagt: Sie war nicht mehr dieselbe.
Wissen Sie, niemand von uns Mädchen ging gern zur Heiligen Messe. Aber in der
Klosterschule, die wir besuchten, war es Pflicht. Wir mussten mit den Nonnen zur
Messe gehen. Der Priester war schon etwas älter und es dauerte immer etwas
länger, bis erfertig war. Uns kamen diese Messen wie eine Ewigkeit vor. Wir
haben immer  nur  gespielt,  geschwätzt,  gelacht  ohne  auch  nur  die 
geringste   Aufmerksamkeit auf das Geschehen am Altar zu verschwenden. Aber
eines Tages kam ein junger Priester, der sehr gut aussah.
Wir fanden, dass es um einen so hübschen jungen Mann schade war. Und so dachten 
wir  darüber  nach,  wer  von uns  ihn,  diesen  jungen  und  gut  aussehenden
Priester verführen  könnte.  Stellen  Sie  sich  das  vor!   Was  für 
Abartigkeiten  der Teufel  auch schon einem jungen, unverdorbenen Menschen
einimpfen kann. In dieser Schule gingen die Klosterschwestern als erste zur
Heiligen Kommunion.
Danach erst kamen wir dran, obwohl wir alle nicht zur Beichte gegangen waren.
Wir machten eine Wette, wem von uns es gelingen würde, den Priester zu
verführen.
Wir beschlossen, wenn wir zur Heiligen Kommunion gingen, unsere Blusen zu
öffnen,  und  bei  derjenigen,  wo  seine  Hand  zu  zittern  anfing,  wenn  er 
ihr  den  LEIB DES HERRN reichte, diese hatte den besten Busen und diese hatte
seine Aufmerksamkeit erregt. Welch teuflische Gedanken und welche Verirrungen
gab uns der böse  Geist  ein.  Aber  wir  glaubten  in  unserer  Naivität, 
dass  dies  alles  nur  lustige Spielereien wären. Wie weit hatten wir uns
erniedrigen lassen …
Aber  als  meine  Freundin  Estela  also  von  den  Ferien  zurück  kam,  war 
sie  schon nicht mehr diese zu Spielereien aufgelegte und unternehmungslustige
und fröhliche Göre von einst. Sie hatte einen verschleierten Blick. Sie wollte
mir nichts darüber  erzählen,  was  passiert  war.  Aber  einmal  war  ich  bei 
ihr  zu  Hause,  und  da zeigte  sie  mir  die  Narben von  dieser Operation,
von  ihrer  Abtreibung.  Sie  sagte: ” Als  meine  Mutter  erfuhr,  dass  ich 
schwanger  sei,  wurde  sie  so  wild,  dass  sie mich augenblicklich bei der
Hand nahm, ins Auto zwang und mit mir zu einem Gynäkologen fuhr. Als wir dort
ankamen, sagte sie ihm: ‚Sie ist schwanger. Bitte verlangen Sie von mir, was Sie
wollen, aber es ist dringend notwendig, dass Sie meine Tochter sofort operieren
und dieses Problem (sächlich: das Problem)   aus der Welt schaffen.'”
Nachdem sie das gesagt hatte, öffnete meine Freundin ihren Schrank und zeigte
mir ein Glas, in dem ein Embryo in einer Spiritus-Lösung lag. Es war ihr Kind.
Es war schon ganz ausgebildet, es war in diesem Glas konserviert. Niemals werde
ich diesen Anblick vergessen. Ihre Mutter hatte darauf bestanden, dass Estela
die Folgen ihres Fehlverhaltens immer vor Augen haben sollte. Und auf dem Deckel
dieses  Glases  stand  die  Schachtel  mit  den  Anti-Baby-Pillen,  damit  sie 
nie  mehr darauf vergesse möge, die Pille zu nehmen. Stellen Sie sich so etwas
vor!!!
Sehen Sie, wie die Sünde einen Menschen krank macht. Und wie eine Mutter, die
geistig  blind  ist,  ihr  eigenes  Kind  zum  Arzt  mitnimmt,  um  ihr  die 
unerwünschte Frucht des Leibes wegnehmen zu lassen.
Und  dann  noch  diese  absurde  Idee  mit  dem  konservierten  Embryo,  um 
ihr  das jeden Tag vor Augen zu führen, nur damit sie nicht vergessen sollte,
die Pille zu nehmen. Damit sie jedes Mal, wenn sie den Schrank aufmachte dieses,
ihr Kind sah und sich an die Pille erinnern sollte.
Das  ist  doch  wahrlich  krankhaft,  das  ist  einfach  nur  dämonisch. 
Solche  Dinge macht der Teufel, wenn wir ihm die Tür aufmachen durch die Sünde
und diese nie auslöschen lassen im Sakrament der Buße, das ein römisch
katholisch geweihter Priester spenden kann. Als ich meine Freundin fragte, ob es
nicht weh getan habe, ob es sie nicht schmerze, antwortete sie ironisch:
” Ach, warum sollte ich traurig sein? Es ist ja noch das geringere Übel, diese
paar Schmerzen zu ertragen, als wenn ich mich mein ganzes Leben mit diesem Kind
herumschlagen müsste! Dieses Problem wurde so ganz einfach gelöst!”
Aber das war Lüge, denn sie war nie mehr wie früher. Es dauerte nicht lange und
sie  bekam  schreckliche  Depressionen.  Sie  begann  LSD  zu  nehmen.  Und  da 
ich ihre beste Freundin war, bot sie mir an, es auch zu probieren. Aber ich
schreckte davor zurück . Zum einen hätte ich gerne probier t, denn sie sagte,
dass die Droge einem ein so angenehmes Gefühl schenkte, man fühle sich, als ob
man schweben würde, als ob man auf Wolken wäre – und ähnlich schöne Dinge
schwärmte sie mir vor.
Ja, ich hätte gern gekostet, aber ich konnte nicht. Ich hatte Angst und sagte
ihr, das  geht  nicht,  dann  rieche  ich  nach  diesem  Zeug  und,  wenn 
meine  Mutter  das entdeckt, bringt sie mich um. Sie hat einen so feinen
Geruchssinn, sie würde mich töten,  wenn  sie  es  herausbekommt.  Tatsache 
ist,  dass  ich  dieses  Rauschgift,  beschützt  durch  meine  Schutzengel  und 
die  Gebete  meiner  Mutter,  nicht  probiert habe.
Der HERR zeigte mir jetzt in meinem “Buch des Lebens”, dass ich es nicht aus
Angst vor meiner Mutter nicht probiert hatte, sondern weil ER mir die Gnade
geschenkt hatte, es nicht zu tun, und weil ich eine Mutter hatte, die betete.
Und ihr Rosenkranzgebet hat mich davor bewahrt, auch noch in diesen Abgrund zu
fallen. Aber meine  Freundinnen  waren  mit  mir  deswegen  nicht  zufrieden 
und  reklamierten, diskutierten,  schrieen  und  nannten  mich  langweilig, 
weil  ich  nicht  mitgemacht hatte.  Aber  ich  konnte  nicht,  ich  konnte 
einfach  nicht.  Das  war  eine  der  vielen Gnaden,  die  ich  bekam,  weil 
ich  eine  solche  Mutter  hatte,  die  so  sehr  mit  GOTT verbunden war und
für mich betete. So wichtig ist das Gebet.

Mit 16 Jahren verlor ich meine Unschuld

Unglücklicherweise lernte ich mit 16 Jahren meinen ersten Verlobten kennen. Und
da fing der Druck meiner Freundinnen wieder an. Ich war das schwarze Schaf in
ihrer  Mitte,  weil  ich  noch  Jungfrau  war.  Jetzt,  da  ich  einen 
Verlobten  hatte,  bedrängten sie mich wieder. Ich hatte ihnen versprochen, es
zu tun, wenn ich einen Bräutigam haben würde, vorher aber nicht. Und nun konnte
ich ihnen nicht mehr entkommen.
Ich sagte zu meiner Freundin Estela: “Und wenn ich dann schwanger werde, wie
du?” Sie sagte: “Nein, nein, das wird nicht passieren, denn inzwischen gibt es
andere Methoden, nämlich das Präservativ.”
Zu ihrer Zeit hatte es nur die Pille gegeben, aber jetzt würde es keine Probleme
mehr geben. Sie sagte mir, dass sie mir fünf (5) Pillen geben würde, um sie zur
besseren Sicherheit alle auf einmal zu nehmen. Außerdem sagte sie zu mir, dass
wir das Präservativ benutzen sollten, und ich würde sehen, dass mir nichts
passieren könnte.
Ich  fühlte  mich  so  schlecht,  weil  ich  dieses  blöde  Versprechen 
einlösen  musste, aber ich hatte große Angst, es mir mit ihnen zu verderben. Und
dann, als es passiert war, erfuhr ich an mir, dass meine Mutter Recht gehabt
hatte, dass ein Mädchen, das seine Unschuld verliert, sich selbst auslöscht. Ich
fühlte, dass irgendetwas  in  mir  ausgelöscht  war,  als  hätte  ich  etwas 
verloren,  das  nie  wiederkehren würde, das nicht wieder herzustellen war. Von
dem mir von den Freundinnen so vorgegaukelten  Sensationserlebnis  war  also 
nur  Betroffenheit,  Reue  und  eine enorme Traurigkeit übrig geblieben.
Ich  weiß  nicht,  warum  alle  sagen  Sex  sei  gut.  Ich  weiß  nicht,  warum 
die  Jugend sagt, dass sie das so sehr liebt. Ich finde, dass das so nicht gut
ist. In meinem Land, in Kolumbien sieht man im T V wie sie die Sicherheit der
Präservative in der Werbung anpreisen, wie die Menschen die Sexualität nur
benutzen zur Lustbefriedigung, Befriedigung des Egoismus, zur Machtausübung und
zum Zeitvertreib aus Langeweile. Ich bin traurig, wenn ich so etwas sehe. Wenn
all diese Menschen nur wüssten,  wie  in  Wirklichkeit,  in  der  Wahrheit 
diese  oberflächlichen  Gefühle  die Seele, den Menschen nur berauschen, damit
er nicht mehr an die Gebote denkt!
Es ist interessant, dass einige Personen, die in ihrer Jugend große Anhänger der
68-Bewegung waren, im reifen Alter selbst erkannt haben, welchen Irrweg sie da
gegangen sind – und wie viel Schaden sie dadurch anderen Menschen – auch den
Nachkommen – zugefügt haben.
Was mich betrifft, so war ich nach diesem Verlust meiner Jungfräulichkeit
einfach nur unendlich traurig und hatte eine furchtbare Angst, nach Hause zu
gehen, da ich mir dachte, dass meine Mutter sicherlich etwas an mir bemerken
würde.
Ich habe nach diesem Erlebnis, meiner Mutter nie mehr in die Augen schauen
können, aus reiner Angst, sie könnte an meinen Augen ablesen, was ich getan
hatte.
Ich  war  wütend  auf  meine  Freundinnen  und  empört  über  sie,  auch 
wütend  auf mich selbst, dass ich so blöd gewesen war und ihnen nachgegeben
hatte, dass ich etwas getan hatte, was ich nicht tun wollte, und dass ich das
alles nur aus Feigheit vor meinen Freundinnen gemacht hatte.
Aber  trotz  aller  Ratschläge  meiner  Freundin  Estela,  trotz  aller 
Vorsichtsmaßnahmen wurde ich nach meinem ersten Geschlechtsverkehr schwanger.
Können  Sie  sich  die  Angst  eines  16 -jährigen  Mädchens  vorstellen,  
schwanger!!
(N a c h  d i e s e m  S a t z  b r i c h t  i h r  d i e  St i m m e  u n d  s
i e  we i n t !  –  d a n n  fä h r t  Fr a u  D r.  G l o r i a POLO  for t 🙂
ch bemerkte viele Änderungen in meinem Körper. In all meiner Angst spürte ich
aber auch, wie in mir ein Gefühl der Zärtlichkeit  zu diesem Baby, das da in mir
war, aufkeimte und immer stärker wurde.
Ich sprach mit meinem damaligen Bräutigam und erzählte ihm alles. Er war
überrascht und erschrocken. Irgendwie erwartete ich mir, dass er sagen würde:
“Dann heiraten wir eben”. Ich war 16 und er war 17 Jahre alt. Aber er sagte zu
mir, dass wir uns deswegen nicht unser Leben ruinieren würden und dass ich das
Kind abtreiben lassen sollte.
Und so ging ich wieder fort, unendlich niedergeschlagen, besorgt, traurig, ja
ganz unendlich  traurig.  Wütend  war  ich  auch  auf  meine  Freundin  Estela, 
die  mir  versprochen hatte, dass mir nichts passieren würde.
Wegen der Abtreibung sagte meine Freundin Estela zu mir dann: ” Mache dir keine
Sorgen, da ist nichts dabei. Vergiss nicht, dass ich schon ein paar Mal so etwas
über mich ergehen lassen musste. Das erste Mal war ich ein wenig traurig, das
zweite Mal war es schon etwas leichter, das dritte Mal spürt man überhaupt
nichts mehr.”
Ich  sagte  zu  ihr:  “Du  kannst  dir  ja  nicht  vorstellen,  was  passieren 
wird,  wenn ich nach Hause komme, und meine Mutter dann einmal diese Narbe
sieht. Der Kummer, den ich ihr damit bereite,  wird sie töten.”
Sie beruhigte mich und sagte: ” Sie machen jetzt nicht mehr so große Schnitte.
Der Schnitt, den du bei mir gesehen hast, war deswegen so groß, weil das Baby
schon  so  groß  war.  Ich  war  ja  schon  im  fünften  (5.)  Monat.  Was 
dich  betrifft, mach  dir  keine  Sorgen,  deines  ist  ja  erst  so  winzig 
klein.  Deine  Mutter  wird überhaupt nichts merken.”
Oh,  meine  Schwestern  und  Brüder  im  HERRN,  was  für  eine  traurige 
Angelegenheit! Welch ein großer Schmerz. So lässt Satan uns die Dinge (miss-)verstehen
und bagatellisieren, als ob das alles nichts Wichtiges wäre, als ob so etwas
überhaupt keine Bedeutung hätte.
Als ob eine Abtreibung das normalste auf dieser gottlosen Welt wäre. Wenn sogar
ein so blöder und stumpfsinniger Mensch, wie ich es war, sich danach schlecht
fühlte, wie schrecklich muss das dann für einen unverdorbenen jungen Menschen
sein!
Der  Böse  gaukelt  der  Jugend  vor,  dass  Sex  nur  zum  Genießen  da  sei, 
dass  man deswegen keine Gewissensbisse zu haben braucht, dass man sich deswegen
nicht schuldig fühlen muss. Aber wissen Sie, warum der Satan das macht? Warum er
die Menschen verführt, so etwas zu tun? Außer vielen anderen Gründen, braucht er
diese Menschenopfer, denn durch jede absichtliche Abtreibung wächst seine Macht
auf dieser Welt.
Niemand kann sich vorstellen, welche Angst und Schuldgefühle ich hatte, als ich
in dieses Krankenhaus ging, weit weg von mir zu Hause, um diese Abtreibung an
mir vornehmen zu lassen.
Der  Arzt  gab  mir  eine  Narkose.  Aber  als  ich  wieder  auf wachte,  war 
ich  nie  mehr dieselbe wie vorher. Sie haben das Baby umgebracht und ich bin
mit ihm zusammen (mit-)gestorben. (Sie unterbricht den Vor trag und beginnt von
Neuem zu weinen!)
Wissen Sie, der HERR hat mich im “Buch des Lebens” all diese Dinge sehen lassen,
die wir mit unseren irdischen Augen nicht zu sehen vermögen. ER hat mich sehen
lassen, was geschehen ist, als der Arzt diese Abtreibung vornahm.
Ich  sah  den  Arzt,  wie  er  so  etwas  wie  eine  Zange  hatte,  mit  der 
umfasste  er  das Baby  und  zerkleinerte  es  in  Stücke.  Dieses  Baby 
schreit  mit  aller  Kraft.  Oh  mein GOTT, es schreit so sehr.   Jedes Kind
bekommt nämlich sofort nach der Empfängnis seine Seele, eine völlig erwachsene
ausgereifte Seele. Diese ist komplett, ganz und fertig ausgereift. Denn die
Seele wächst nicht so wie der Körper. Sie wird fertig von GOTT erschaffen.
Sofort nachdem Samen und Eizelle sich vereinigt haben, bildet sich ein
Lichtstrahl von  unendlicher  Schönheit.  Dieses  Licht  sieht  aus  wie  eine 
Sonne,  entsprungen aus dem Lichtglanz von GOTT VATER und SEINER Unendlichen
Liebe.
In demselben Moment ist diese von GOTT geschaffene Seele schon ausgereift und
erwachsen.  Sie  ist  vollkommen  und  sie  ist  Abbild  und  Gleichnis 
GOTTES.  Dieses junge Leben ist eingetaucht in den Heiligen GEIST, der aus dem
Herzen GOTTES kommt.
Der Schoß einer Frau, die empfangen hat, ist voll von diesem LICHT, von diesem
Glanz der Vereinigung des HERRN mit dieser neu erschaffenen Seele. Und wenn sie
(die Mörder und Handlanger der Abtreibungs-Institute) dann dieses Kind mit der 
Zange  packen  und  zerstückeln,  oh,  wie  kämpft  doch  dieses  winzige 
beginnende Wesen um sein Leben.
Ich  habe  gesehen,  wie  der  HERR  erzitterte  und  erschauderte,  als  sie 
diese  Seele IHM aus Seinen Händen entrissen. Wenn man so ein Baby tötet,
schreit es so sehr, dass  der  ganze  Himmel  erzittert  und  erbebt.  In 
meinem  Fall,  als  ich  mein  Baby töten ließ, habe ich es auch so
herzzerreißend schreien gehört, laut und stark.
Und ich habe auch JESUS am Kreuz stöhnen gehört und leiden gesehen für diese
Seele, und für jede einzelne Seele, die abgetrieben wird, und der man das Recht
zum Leben abspricht. Der Blick des HERRN am Kreuz war so voller Schmerz,
unbeschreiblich welche Schmerzen ER dadurch erleiden musste!! Wenn sie das sehen
könnten, hätte keiner mehr den Mut eine Abtreibung machen zu lassen. (Sie
unterbricht neuerlich den Vor trag und beginnt von Neuem zu weinen!)
Und nun frage ich Sie, wie viele Abtreibungen werden auf dieser Welt gemacht?
An einem Tag? In einem Monat? Können Sie die schreckliche Dimension unserer
Sünde  ermessen?  Das  Ausmaß  dieses  Massen-Mordens,  den  Schmerz  und  das
Leid, das wir GOTT damit zufügen, IHM, der so voll Erbarmen ist mit uns, der uns
liebt, obwohl wir wie  Monster sind und einfach drauf los sündigen.
Und all das Leid, das wir uns selbst damit zufügen und wie die Schlechtigkeit
von unserem Leben und uns selbst Besitz ergreift.
(Die

schwerste aller Sünden, ein Brandopfer an Satan)
Abtreibung ist die schwerste aller Sünden, die  schrecklichste aller Sünden.
Jedes  Mal,  wenn  das  Blut  eines  Babys  –  eines  Unschuldigen  Kindes  
vergossen wird, bringen wir Satan ein Brandopfer dar und seine Macht erhöht sich
mehr und mehr auf dieser Erde. Und diese Seele schreit verzweifelt nach Hilfe –
und niemand kann sie hören bzw. niemand will sie hören! Ich wiederhole es Ihnen
noch einmal: Diese Seele ist reif und erwachsen, auch wenn sie noch keinen
ausgereiften und geformten Leib hat, alle Anlagen dazu sind ja schon da. Wie im
Apfelkern die Anlage zu einem großen ausladenden Apfelbaum vorhanden ist.
Der Körper muss sich erst bilden und wachsen, aber die Seele ist fertig. Und
dieser Schrei, den das junge Leben ausstößt, wenn man es tötet, lässt die Himmel
erzittern. Aber auch in der Hölle bricht ein Schrei des Triumphes los, zu
vergleichen mit dem Geschrei in einem Fußballstadion, wenn ein Tor geschossen
wird. Die Hölle ist so ein Stadion, ein immenses, nicht einsehbares Terrain voll
mit Dämonen, Teufeln und Unterteufeln, die wie verrückt vor Triumph schreien.
Die Dämonen haben das Blut meines Kindes über mich ausgegossen, das ich auf dem
Gewissen hatte und auch das Blut jener, die ich dazu ermuntert und an-
gestiftet hatte, ebenfalls eine Abtreibung über sich ergehen zu lassen  Und
meine ursprünglich lichte Seele verwandelte sich in undurchdringliche
Finsternis. Nachdem ich abgetrieben hatte, verlor ich jedes Empfinden für Sünde.
Ich meinte wirklich, keine Sünden zu haben.
Aber  der  HERR  zeigte  mir  noch  mehr,  nämlich  wie  man  durch  sogenannte 
“Familienplanung”  weitere  Abtreibungen  verursacht.  Ich  hatte  mir  eine 
Spirale  aus Kupfer einpflanzen lassen zur Empfängnisverhütung.
Seit  meinem  16.  Lebensjahr  benutzte  ich  diese  Art  der 
Empfängnisverhütung.
Ich habe sie getragen bis zu dem Tag, als mich der Blitz traf. Nur wenn ich
selber schwanger werden wollte, ließ ich sie entfernen.
Ich  möchte  allen  Frauen  sagen,  dass  die  Spirale  Abtreibungen  auslöst. 
Das befruchtete Ei kann sich nicht einnisten und stirbt. Es wird abgetrieben.
Ich weiß, dass viele Frauen, wenn sie die Periode haben, merken, dass sie im
Blut so etwas wie ein grobes Gerinnsel wahrnehmen und dabei sehr große Schmerzen
haben, mehr als es bei einer Monats-Regel normalerweise der Fall ist. Sie gehen
zum Arzt und  der  schenkt  dem  Ganzen  keine  besondere  Aufmerksamkeit,  er 
verschreibt ihnen ein Schmerzmittel, und wenn es sehr arg ist, gibt er eine
Injektion.
Aber  wissen  Sie,  was  das  wirklich  ist?  Das  ist  ein  Mikro-Abortus. 
Ja,  die  Spirale verursacht einen Mikro-Abortus. Denn nachdem die Eizelle
befruchtet ist, will sie sich im Uterus einnisten und das kann sie wegen der
Spirale nicht, wie ich Ihnen
schon  oben  sagte.  Diese  befruchteten  Eizellen  sind  aber  bereits 
Menschen.  Sie haben bereits eine Seele, eine voll ausgebildete Seele, und es
wird ihr nicht erlaubt, zu leben. Es war schauerlich sehen zu müssen, wie viele
solche befruchteten Eizellen – also voll lebensfähige Menschen auf diese Weise
abgetrieben werden. Diese Sonnen, diese “Göttlichen Funken” werden ausgelöscht,
ermordet, und die Schreie dieser Babys erschüttern die Grundfesten des Himmels.
Das schlimmste aber für mich war dann auch noch, dass ich nicht sagen konnte,
ich  hätte  das  nicht  gewusst.  Denn  ein  Priester  hatte  es  in  seiner 
Predigt  einmal gesagt, aber ich wollte es nicht hören.
Normalerweise  wenn  ich  zur  Messe  ging,  passte  ich  ja  nie  auf,  was 
der  Priester sagte.  Ich  habe  nie  hingehört,  und  wenn  mich  jemand 
gefragt  hätte,  was  heute für ein Evangelium war, ich hätte es nicht gewusst.
Wissen Sie, die Dämonen sind auch  in  der  Kirche  und  verhindern,  dass  wir 
etwas  hören,  sie  lenken  uns  ab  und schläfern uns ein. In einer solchen
Messe, in der ich wieder einmal total abwesend war,  hat  mir  mein 
Schutzengel  einen  Stoß  gegeben  und  meine  Ohren  geöffnet, damit ich höre,
was der Priester in diesem Moment sagte.
Und da hörte ich den Priester ausgerechnet dieses sagen, nämlich, dass die
Spirale Abtreibungen verursacht, und dass jede Frau, die so etwas benutzt, nicht
zur Heiligen Kommunion gehen darf. Ich hörte dies und wurde wütend auf den
Priester.
Was  dachten  sich  diese  Priester  nur?  Was  mischten  sie  sich  ein,  mit 
welchem Recht? Klar, dass deswegen mit der Kirche nichts vorangehen konnte und
sie leer standen. Klar, sie gehen einfach nicht mit der Zeit und kümmern sich um
keinen Fortschritt und keine Wissenschaft. Für wen halten sich diese Priester 
eigentlich? Sind sie es vielleicht, die all den Kindern zu essen geben, die
geboren werden?
Wütend und schimpfend ging ich aus der Kirche. Ich konnte also bei meinem
Gericht   vor   GOTT   nicht   sagen,   dass ich das nicht gewusst hätte. Obwohl
ich also diese  Aufklärung  vernommen  hatte,  kümmerte ich mich  nicht darum
und fuhr fort, eine Spirale bis zu meinem Unfall zu tragen.
Wie viele Babys habe ich wohl auf diese Art getötet? Deswegen war ich so
deprimiert, weil mein Schoß, statt eine Quelle des Lebens zu sein, ein Friedhof
geworden war, zu einer Hinrichtungsstätte für Ungeborene Babys verkommen war.
Stellen Sie sich vor, dass die eigene Mutter ihr Kind umbringt, Die Mutter, der
GOTT eine so große Gabe verliehen hat, dass sie Leben weitergeben durfte, dass
sie ihre Kinder behüten und bewahren sollte vor allem Übel; und diese Mutter
ermordet dann ihr eigenes Kind.
Der  Dämon  hat  mit  seiner  teuflischen  Strategie  die  ganze  Menschheit 
dazu  gebracht,  dass  sie  ihre  Kinder  –  und  damit  auch  ihre  Zukunft 
–   tötet, im  Keim  erstickt.
Nun  begann  ich  zu  begreifen,  warum  ich  die  ganze  Zeit  so  voll  von 
innerer  Bitternis  war,  deprimiert  und  übellaunig,  ungezogen,  immer  mit 
einem  gereizten Gesicht, frustriert über alles und jedes. Klar, ich hatte mich,
ohne es zu bemerken,
in eine Tötungsmaschine für Babys verwandelt. Und das hat mich mehr und mehr
nach unten gezogen, bis an den Rand der Hölle.

Der freiwillige Abortus ist die schlimmste aller Sünden. Denn ein wehrloses Kind
im Mutterschoß zu töten, ein unschuldiges Wesen, bedeutet, dem Satan die Führung
des Lebens zu überantworten, ihm die Seele zu verkaufen.  Der Dämon führt uns
direkt in den Abgrund, weil wir unschuldiges Blut vergießen.
Ein Baby ist wie ein Lämmchen, ein “Unschuldiges Lamm” und JESUS,  dem “LAMM
GOTTES, das für uns hingeschlachtet wurde,” ähnlich. Eine solche Sünde bedeutet
eine Bindung, eine sehr tiefe Bindung an die Finsternis, weil es die eigene
Mutter ist, die ihr Kind umbringt. Dies ist die Ursache, warum immer mehr
Dämonen aus dem  Abgrund  her vorkommen  und diese Erde bevölkern, um die ganze
Menschheit zu zerstören. Für jeden ist es heutzutage offensichtlich, wie sehr
der Satanismus zunimmt.
Es öffnen sich die bislang versiegelten Pforten, es fallen die Siegel, die GOTT
dort angebracht  hatte,  damit  das  Böse  uns  nicht  überschwemme.  Aber 
diese  Siegel zerbröckeln  mehr  und  mehr  mit  jedem  Kindermord.  Aus  den 
höllischen  Pforten treten  die  Dämonen  her vor,  sie  sehen  aus  wie 
schreckliche  Larven  und  immer mehr  von  dieser  höllischen  Brut 
überschwemmt  die  Erde  und  die  Menschheit, heftet  sich  an  sie  und 
verfolgt  sie  und  am  Ende  machen  sie  uns  alle  zu  Sklaven unseres
Fleisches, unserer Lust, zu Sklaven der Sünde, anfällig für das Böse.
Wir  sehen  es  ja  selber,  wir  sehen  ja,  wie  das  Böse  überall  zunimmt.
Es ist, als  ob wir selber den Dämonen die Schlüssel in die Hand geben würden,
damit sie hervorkommen können. Und so kommen sie heraus, immer zahlreicher, die
Dämonen
der Prostitution, der verirrten Sexualität, des Satanismus, des Atheismus, des
Selbstmordes, der Abgestumpftheit und aller Übel, die wir tagtäglich zu sehen
bekommen.
Jeden  Tag  wird  die  Welt  schlechter.  Die  vielen  Kinder,  die  täglich 
ermordet  werden,  das  ist  ein  Triumph  der  Hölle.  Wegen  dieses 
unschuldigen  Blutes  sind  die Dämonen losgelassen und treiben ihr Unwesen
unter uns.
Beachten Sie, wir sündigen ohne es zu wissen, aber wir wissen es nicht, weil wir
unser Gewissen zum Schweigen gebracht haben. Und unser Leben wandelt sich immer
mehr in eine Hölle, voll von Problemen jeder Art. Mit Krankheiten und so vielen
Übeln, die uns heimsuchen. Und dies alles ist das Wirken der Dämonen unter uns
in Reinkultur, die Kultur des Todes.
Aber wir selbst sind es, und nur wir, die dem Teufel die Tore weit aufgemacht
haben, mit  unseren  unbereuten  und  ungebeichteten  Sünden.  Und  so  geben 
wir  ihm  die Freiheit und die Erlaubnis mit unserem Leben so zu verfahren wie
es ihm beliebt.
Denn es ist ja nicht so, dass wir nur durch Abtreibung sündigen, wenngleich dies
die  schwerste  aller  Sünden  ist,  sondern  in  vielen  Bereichen  haben  wir 
kein  Sündenbewusstsein  mehr  und  sind  schon  ganz  abgestumpft.  Und  dann 
haben  wir aber noch die Unverschämtheit, GOTT die Schuld an unseren Übeln zu
geben, wenn uns Krankheit, Schmerz und Leid heimsuchen.
Doch Unser Liebender GOTT in Seiner unendlichen Barmherzigkeit  gibt uns das 
Bußsakrament  und  wir  haben  die  Möglichkeit  zur  Reue,  und  unsere  Sünden
durch das Sakrament der Beichte abwaschen zu lassen, und so die Bande Satans zu
zerreißen, diesen seinen Einfluss auf unser Leben ein für alle Mal zu beenden.
Auf diese Art können wir unsere Seele reinwaschen. Aber ich für meinen Teil
hatte das nicht getan.
Aber wir töten nicht nur, wenn wir anderen das Leben nehmen. Man kann diese
Sünde auch auf Umwegen begehen. 
——-

Passen Sie nun gut auf! Die Macht und der Einfluss, den ich mir durch mein GELD
errungen hatte, haben mich dazu verführt und dazu gebracht, nicht nur eine,
sondern einige – um nicht zu sagen viele – Abtreibungen zu finanzieren. Mein
Geld hat diese Abtreibungen erst möglich gemacht. Denn ich hatte ja immer
gesagt: „Die Frau  hat das Recht, sich auszusuchen, wann sie schwanger bleiben
will und wann nicht. Ihr Bauch gehört nur ihr selbst!“

Und schaut nun her! In meinem „Buch des Lebens“ stand es schwarz auf weiß, – und
es war ein großer Schmerz für mich, das hier zu sehen und endlich auch zu
begreifen, in welche abscheulichen Verbrechen ich durch mein Geld mich selbst
verwickelt hatte.

Es stand aber unlöschbar eingeschrieben in meinem „Buch des Lebens“.

Ein Mädchen, das gerade mal 14 Jahre alt war, habe ich dazu gebracht
abzutreiben. Ich war ihre Lehrmeisterin.

Wenn einer das Gift in  sich hat, dann bleibt nichts gesund in seiner Umgebung.
Alle, die so einem Menschen nahe kommen, werden negativ beeinflusst, kommen mit
diesem Gift in Kontakt und werden dann auch selbst vergiftet und giftig. Weitere
noch ganz junge Mädchen, drei meiner Nichten und die Verlobte von einem meiner
Neffen haben abgetrieben. Sie haben sie ohne Weiteres zu mir gehen lassen, denn
ich war ja die mit dem großen Geld, die alles regeln konnte – und so „gütig“
war.

Ich war die gute Tante, die immer alle eingeladen hat; die gute Tante, die ihnen
von den Neuigkeiten aus der Mode-Welt erzählt hat, und die ihnen die neueste
Mode auch vorgeführt und oft auch gekauft hat. Ich war diejenige, die diesen
jungen Geschöpfen beibrachte, wie sie sich attraktiver machen, wie sie in die
Gesellschaft des „Glamour“ einsteigen und wie sie ihren jungen Körper möglichst
sexy und aufreizend vor den anderen herzeigen können.

Und stellt Euch vor! Meine Schwester hat mir Ihre Kinder in vollem Vertrauen
geschickt und überlassen. Und wie habe ich sie verdorben und prostituiert. Ja,
ich habe diese jungen Dinger, noch halbe Kinder, der Prostitution zugeführt. Und
das war ein weiteres himmelschreiendes Verbrechen und eine schreckliche Sünde,
die in der Rangliste der abscheulichsten Vergehen vor dem HERRN gleich die
Stelle nach der Abtreibung einnimmt.

Denn ich habe diesen jungen Mädchen folgendes beigebracht:

„Meine lieben Mädchen, seid doch nicht dumm! Auch wenn eure Mütter euch soviel
über den Wert der Jungfräulichkeit, der Keuschheit und Reinheit erzählen, dann
ist das einfach darauf zurückzuführen, dass eure Eltern noch in der
Vergangenheit leben, ihre Welt ist nicht mehr die Welt von heute, sie sind im
Gestern verhaftet, sie haben es versäumt ein freies und modernes Leben zu
führen. Ihr müsst dafür Verständnis aufbringen. Aber ihr selbst solltet euch dem
modernen Leben anschließen, die von uns Frauen erkämpfte Freiheit genießen und
euch voll als Frau verwirklichen – also hört ihnen zu, seid verständnisvoll mit
ihnen, weil sie eben nicht anders können; aber verderbt euch deswegen doch euer
eigenes junges Leben nicht. Eure Mütter sprechen mit euch über eine BIBEL, die
es schon 2000 Jahre lang gibt. Sie sind eben nicht mehr „up-to-date“.

Und die Pfarrer haben das Moderne auch abgelehnt und wollen nicht mit der Zeit
gehen. Sie predigen nur das, was der Papst ihnen vorgibt, aber ist Papst ist
eben nicht mehr zeitgemäß, dieser Papst ist aus der Mode gekommen. Und jeder
moderne Mensch, der noch auf ihn hört ist, dumm und selber schuld, wenn er sein
Leben nicht richtig genießen kann.“

Sehen Sie nun das Gift, das ich verstreut habe in diesen jungen, unschuldigen
Mädchen-Herzen. Es ist einfach unvorstellbar MONSTRUÖS!

Und ich habe diesen jungen Mädels auch gelehrt, wie sie am besten ihren Körper
und die Lust am Sex genießen können. Dabei habe ich sie eigens darauf aufmerksam
gemacht, wie wichtig es ist zu verhüten. Alle mir bekannten Methoden habe ich
ihnen beigebracht. Ich habe sie unter dem Titel „Die perfekte, selbstständige
Frau“ über alle Risiken und deren Verhütung beim Geschlechtsverkehr genauestens
informiert.

Und eines Tages kommt dann eines dieser Mädchen, nämlich die Verlobte meines
Neffen, – sie war gerade mal 14 Jahre alt –  zu mir in die Ordination (und das,
was ich ihnen hier erzähle, habe ich persönlich im „Buch meines Lebens“
eingetragen gesehen), – sie kommt also zu mir in die Ordination, und erzählt mir
unter bitteren Tränen: „Gloria, ich bin doch noch so jung, praktisch selbst noch
ein Kind, und trotzdem bin ich schon schwanger.“

Und ich antwortete drauf: „Aber Du, saudummes Ding! Habe ich euch nicht bei
gebracht, wie man verhütet!!!“ Sie sagte darauf immer noch weinend: „Ja schon,
aber es hat einfach nicht richtig funktioniert.“ Und durch die Einsicht in mein
„Buch des Lebens“ habe ich gesehen, dass der HERR mir dieses junge Geschöpf
eigentlich geschickt hatte, um es vor einer Dummheit zu bewahren. Er wollte,
dass ich sie davor bewahre in diesen Abgrund hinabzufallen, dass ich sie davon
abbringe, ihr Kindlein abzutreiben.

Denn die Abtreibung, die legt eine so schwere Kette um unseren Hals, die uns zu
Boden drückt und die wir dann kaum mehr hinter uns herschleifen können. Sie
erzeugt einen Schmerz, der nie mehr in unserem Leben aufhört. Es ist diese
sinnlose Gewissheit, einen Mord begangen zu haben, also ein Mörder zu sein.

Und dabei ist es das Schlimmste, nicht irgendjemand, sondern sein eigenes
Fleisch und Blut, sein eigenes Kind ermordet zu haben.

Und das Schlimmste im Fall dieses Mädchens war es, dass ich ihr, anstatt sie
davon abzubringen und von unserem HERRGOTT zu erzählen, das Geldbündel in die
Hand gedrückt habe, damit sie sich diese Abtreibung leisten kann. Und um mein
Gewissen ( – ich weiß gar nicht, ob man das noch Gewissen nennen kann, was ich
damals hatte – ) zu beruhigen, gab ich ihr so viel Geld, dass sie in die
renommierteste Abtreibungs-Klinik gehen konnte, damit es danach ja keine
Komplikationen gäbe.

Und so wie bei dieser Gelegenheit habe ich noch einige – um nicht zu sagen viele
–  Abtreibungen finanziert.

Das ist so schrecklich, wenn ich heute dran denke. Jedes Mal wenn so das Blut
eines Babys vergossen wird, ist es wie ein großes Brandopfer für den Satan, es
ist ein Festmahl für den Teufel. Er reibt sich die Hände und tanzt vor Freude.
Und unserem HERRN JESUS CHRISTUS schmerzt es wie bei SEINEM Tod am Kreuz und
unter diesen Schmerzen zuckt er zusammen und leidet jedes Mal darunter sehr,
wenn ein ungeborenes, unschuldiges Kind zu Tode gemartert wird.

Im „Buch des Lebens“ habe ich nämlich auch sehen können, wie das Leben entsteht.
Ich sah wie unsere Seele sich in dem Moment bildet, in dem eine Samenzelle auf
die Eizelle trifft. Da springt ein wunderschöner Funke über, der ein Licht
ausstrahlt, das im Sonnenlicht von GOTT VATER seinen Ursprung hat.

Und der Bauch einer werdenden Mutter erleuchtet sich mit den Strahlen dieser
neuen Seele in dem Moment, wo ihre Eizelle befruchtet wurde. Und wenn es dann
zur Abtreibung kommt, dann schreit und stöhnt diese Seele vor lauter Schmerz,
auch wenn sich noch keine Augen und keine Gliedmaßen gebildet haben.

Und die ganze Gemeinschaft der Heiligen, die ganze jenseitige Welt nimmt diese
Schreie und dieses Stöhnen wahr, wenn eine neue, unter Mithilfe GOTTES 
geschaffene Seele ermordet wird. Das gesamte Himmelsgewölbe zuckt unter diesem
Schrei zusammen und man hört ihn vom einen Ende zum anderen, laut und deutlich
wie ein Echo im Gebirge. In der Hölle hört man auch laute Schreie, aber dort
sind es Jubelschreie, die alle Dämonen zur Feier des Tages ausstoßen und dazu
eine Freudentanz aufführen.

Und unmittelbar danach öffnen sich in der Hölle einige Siegel und es kommen
scheußliche Gespenster hervor, welche auf die Erde losgelassen werden, um von
neuem die ganze Menschheit zu versuchen und auf Irrwege zu verführen. Und die
Folge davon ist, dass die Menschen immer mehr vom Satan versklavt werden, immer
mehr der Lust und dem Genuss verfallen, immer neue Sucht-Abhängigkeiten
aufkommen, und alle diese schlimmen und grauslichen Verbrechen und Bosheiten
passieren, die wir täglich in den Nachrichten hören und sehen, und von denen wir
jedes Mal glauben, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, um am nächsten Tag
durch neue Verbrechen darauf gestoßen zu werden, dass doch noch eine Steigerung
möglich war.

Haben wir überhaupt noch eine Vorstellung, wie viele Babys täglich auf der
ganzen Welt umgebracht werden? Es ist uns nicht mehr möglich, das Ausmaß dieses
ungeheuerlichen Verbrechens vorzustellen.

Wir waten im Blut dieser Unschuldigen Kinder und merken es schon gar nicht mehr.
Es ist normal für uns und gehört schon zum Alltag. Wenn sich jemand gegen die
Abtreibung einsetzt, wird er schon als fanatisch und konservativ, altmodisch und
etwas irrsinnig hingestellt.

Und das ist einer der größten Triumphe für den Höllenfürsten, den Satan. Wie
wird es um unsere Welt bestellt sein, wenn der Preis des unschuldigen Blutes
jedes einzelnen Ungeborenen der ist, dass  ein neuer Dämon auf die Erde
losgelassen wird. Bald wird es auf unsere Welt dunkel werden vor lauter Dämonen,
die losgelassen wurden.

Und dann sah ich wie ich in diesem Blut der unschuldigen Kinder eingetaucht und
gewaschen wurde.

Und ganz im Gegenteil zum Waschvorgang auf unserer Welt, wurde meine weiße Seele
durch diese Blutwäsche immer dunkler und unansehnlicher, bis sie vollkommen
schwarz war. Und nach diesen Geschichten mit den Abtreibungen hatte ich absolut
kein Gespür mehr, was Sünde ist. Für mich gab es einfach keine Sünde mehr. Alles
war erlaubt und mein Verhalten kam mir noch dazu gut vor. Ich half ja den
Menschen. Ich war mir nur nicht bewusst, dass ich diesen Menschen zum sicheren
Weg in die Hölle verhalf.

Und es kam noch etwas Zweites zum Vorschein, das mir, da ich ja selbst  auf der
Lohnliste des Teufels stand, in keiner Weise aufgefallen oder in den Sinn
gekommen wäre. Es wurden mir alle Babys gezeigt, die ich selbst getötet hatte,
die ich selbst abgetrieben hatte.

(Spirale) Und genauso,  –  wie Sie jetzt, – wusste ich im ersten Moment
nicht, wie, wann und wo! Doch es wurde mir gleich gezeigt und ich hatte es dann
auch klar vor Augen. Ich habe Ihnen ja schon am Anfang erzählt, dass ich selbst
als Verhütungsmethode zur Familienplanung die Spirale gewählt hatte und diese
mir einsetzen ließ. Und unter schmerzlichem Staunen musste ich nun  im „Buch
meines Lebens“ sehen, wie viele meiner Eizellen befruchtet worden sind und im
Begriff waren zu kleinen Babys heranzu- wachsen.

Ich sah die vielen Lichtfunken, die sich bei der Bildung ihrer Seelen
aufleuchteten. Und ich hörte auch die Schreie dieser Seelen, wie sie aus der
Hand GOTT VATERS herausgerissen wurden.

Und auf einmal verstand ich den Grund, warum ich immer so schlecht gelaunt,
verbittert und mürrisch war. Ich hatte schlechten Humor, war oft nicht
ansprechbar, war unbeherrscht und launisch gegen meine Mitmenschen, meine
Familie. Den ganzen Tag war ich nur frustriert, nichts konnte mich zufrieden
stellen. Oft überkamen mich schreckliche Depressionen. Und nun fiel es mir wie
Schuppen von den Augen:

„Wie einfach und eindeutig klar – ich hatte mich ja in eine Tötungsmaschine für
Babys verwandelt!“

Und das alles ließ mich immer tiefer in den Sumpf der Sünde einsinken. Wie
konnte ich mir nur am Anfang dieser Zusammenschau meines Lebens einbilden und
stolz ausrufen, ich hätte niemanden umgebracht. Und wie konnte ich nur jeden
anderen, der mir zu dick war oder der mir unsympathisch war, links liegen
lassen, verachten, ja richtig gehässig behandeln und einfach ablehnen. Wie
konnte ich mich so hochnäsig benehmen, obwohl ich eine ganz gemeine Mörderin
war?

Und es wurde mir auch gezeigt, dass man Menschen nicht nur durch ein
Pistolenschuss umbringen kann. Nein, oft genügt es, wenn man ihn bodenlos hasst,
wenn man ihm Schlechtes wünscht oder antut, wenn einen der Neid gegen diese
Person zerfrisst. Und damit kann man den anderen auch schon umbringen. Der Mord
in der Familie oder in einem Dorf beginnt sehr oft durch eine dieser Handlungen,
die wir oft selber als ungefährlich, wenn auch bösartig einstufen.

Du sollst nicht
Unkeuschheit treiben

Nun, beim sechsten GEBOT – „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“  – habe ich zu
mir gesagt: „Na, endlich – wenigstens bei diesem Gebot können sie mir keine
Übertretungen vorwerfen. Sie werden mir keinen Liebhaber vorhalten können, weil
ich mein ganzes Leben lang nur mit einem Mann intim war – und das war mein
erster und letzter, nämlich mein Ehegatte.“

Auf einmal wird mir gezeigt, dass ich jedes Mal, wenn ich meinen Busen nackt
herzeigte und meinen Körper mit einem sexy Bikini zur Schau stellte, fremde
Männer dazu verführt habe, mich anzuglotzen, dabei schlechte Fantasien zu
bekommen und dadurch zur Sünde zu verleiten. Und auf diese ganz einfache Art und
Weise bin ich – so zwischendurch –auch  in den Ehebruch hineingerutscht.

Aber auch mit meiner Art, dass ich anderen Frauen immer wieder geraten habe, sie
sollten ihren Ehemännern untreu sein, indem ich sagte:

„Seid doch nicht blöd, zahlt es ihnen heim, verzeiht es ihnen nur nicht, sondern
trennt euch und lasst euch besser schnell scheiden!“

– allein mit diesen Gerede und diesen schlechten Ratschlägen hatte ich mich an
einem verabscheuungswürdigen Ehebruch beteiligt.

Fleischeslust
Und so ich habe bei dieser Schau meines Lebens auch glasklar erkannt, dass die
sogenannten Sünden der „Fleischeslust“ abscheulich sind. Sie führen direkt in
die Verdammnis, und sind ganz strikt abzulehnen, auch wenn viele Menschen es
heutzutage schon normal finden und sagen, dass das dufte und ganz toll wäre;
dass man diese und jene Erfahrung einmal selbst gemacht haben müsste; dass man
es probiert haben muss, um zu erfahren, ob man dabei Lust empfindet oder zu
einem ganz speziellen Höhepunkt kommt.

Manche schrecken gar nicht davor zurück, sogar den Vergleich mit den Tieren als
Argument für ihr Tun heranzuziehen, und sagen: „Lasst es uns so wild treiben wie
die wilden Tiere!“ Auch für die Homosexualität wird oft das Argument gebracht,
dass sie ganz natürlich und gottgewollt sei, weil es ja auch schon bewiesen ist,
dass es auch im Tierreich homosexuelle Paarungen  gibt.

Ja, merken wir den nicht, dass wir uns dadurch die Tiere zum Vorbild nehmen.

Und das ist gleich bedeutend ist, wie die Seele wegzuwerfen. Das, was uns als
GOTTES Ebenbild auszeichnet – nämlich die von IHM in jedem Menschen geschaffene
unsterbliche Seele – werfen wir dadurch vor die Hunde.

Leider habe ich mich in meinem Leben von der Hand GOTTES losgerissen. Ich musste
traurig feststellen, dass die Sünde nicht nur die ausgeführte Tat ist, sondern
auch in den geheimsten Gedanken und in meiner Seele kann ich schwer sündigen.
(Es heißt ja auch im Schuldbekenntnis: „in Gedanken, Worten und Werken“)

Es war auch sehr leidvoll für mich, erkennen zu müssen, wie all diese begangenen
Sünden Folgen haben und lange Zeit hindurch weiter wirken.

Die Sünde des Ehebruchs – besser gesagt der Ehebrüche – meines Vaters hat auch
seinen Kindern großen Schaden zugefügt und ihre Seele erstickt. Ich bin dadurch
zu einer Verächterin aller Männer geworden, und meine Brüder sind richtige
Abziehbilder, waschechte Kopien meines Papas geworden, die überall groß damit
angeben, dass sie noch echte Machos, richtige Weiberhelden und große Säufer
sind. Und sie bilden sich darauf auch noch viel ein. Posaunen es stolz in alle
Welt hinaus. Sie haben sich keine Rechenschaft darüber gegeben, wie sehr sie
dadurch, ihren eigenen Kindern wieder Schaden zufügen.

Und deshalb sah ich meinen Vater in der anderen Welt so bitterlich weinen. Er
hat erst dort begriffen und gesehen, wie sehr er seine Sünde auf seine Söhne,
und auch auf seine Tochter vererbt hat. Und er hat mitbekommen, welchen Schaden
er dadurch in der Göttlichen Ordnung und in der Schöpfung GOTT VATERS
angerichtet hat.

Du sollst nicht
stehlen

Im siebten Gebot, – Du sollst nicht stehlen – war ich meiner Sache wieder ganz
sicher, ich stufte mich als sehr ehrenvoll ein und hatte mir nichts vorzuwerfen!
Aber der HERRGOTT zeigte mir auf drastische Weise, dass bei mir zuhause viele
der reichhaltig vorhandenen Lebensmittel zu faulen und zu schimmeln begannen,
weil wir einfach zu großen Augen einkauften und gar nicht alles essen konnten;
also während ich Lebensmittel verderben ließ, gab es so viel Hunger auf der
ganzen Welt und als ER mir das vor Augen führte, sagte er dazu nur:

„ICH war hungrig, und schau her, was Du mit dem gemacht hast, was ich Dir
gegeben habe, – Du hast es gering geschätzt und verderben lassen; MIR war kalt,
sieh da her, wie Du Dich von den Modetrends und dem äußerlichen Aussehen zu
Sklavin machen ließest. Welches Vermögen hast Du für Injektions-Spritzen
gezahlt, um dünner zu werden. Du hast Dich auch zur Sklavin Deines eigenen
Körpers gemacht. Kurz gesagt, Du hast Deinen Körper zur Gottheit erhoben, zum
Götzen gemacht.“

Und unser HERR führte mir so vor Augen, dass ich mich dadurch auch mitschuldig
an der großen Armut in unserem Land gemacht habe und dass ich eben auch in
diesem Gebot GOTTES Schuld auf mich geladen hatte.

Weiters hat ER mich auch darauf aufmerksam gemacht, dass ich jedes Mal, wenn ich
über jemanden schlecht geredet habe, demjenigen seine Ehre gestohlen habe. Und
so etwas wieder gut zu machen, wieder zurückzugeben, ist fast unmöglich. Es wäre
viel einfacher gewesen, wenn ich jemanden einen Geldschein gestohlen hätte, denn
dann hätte ich einfach den Geldbetrag zurück geben können, um mein Vergehen
wieder gut zu machen.

Deshalb ist auch Raub des „Guten Rufes“ eines Menschen viel schwerwiegender als
eben ein einfacher Diebstahl von Sachen oder Geld.

Auch meine Kinder habe ich bestohlen, indem ich es ihnen verwehrt habe, eine
gute Hausfrau und Mutter für sie zu sein, eine zärtlich Mutter, die die Kinder
umsorgt, die immer für sie da ist und ihnen ein praktisches Vorbild für
selbstlose und hingebungsvolle Liebe ist.

Und nicht eine Mutter, die sich selbst nur auf der Straße herumtreibt, und die
Kinder allein zuhause lässt, in der Obhut vom Fernseh-Apparat als Ersatz-Papa
und vom Computer als Ersatz-Mutti und im Kreise von vielen Video-Spielen als
Ersatz-Geschwister.

Und um mein Gewissen zu beruhigen, kaufte ich Ihnen um teueres Geld immer nur
die besten Marken-Klamotten, damit sie wenigstens in der Schule und bei ihren
Freunden Eindruck schinden und den Neid provozieren konnten.

Noch mehr bin ich erschrocken, als ich sah, wie meine Mutter sich Vorwürfe
machte und sich fragte, ob sie wohl eine gute Mutter gewesen sei. Und das,
obwohl meine Mama eine sehr fromme und gute Frau, Hausfrau und Familienmutter
war, die uns immer wieder ermahnt hat, die uns geliebt hat, und gezeigt hat, wie
sehr sie um uns und unser Wohl besorgt ist.

Genauso hat auch mein Vater immer wieder auf seine Art demonstriert, wie gern er
uns hat, und dass wir das Wichtigste in seinem Leben sind. Und wie ich so in
diesen Gedanken versunken war, sagte ich zu mir selbst:

„Was wird wohl mit mir passieren, die ich meinen Kindern nicht einmal gar Nichts
gegeben habe; sie merken es vielleicht gar nicht, dass ich nun nicht mehr da
sein werde; wahrscheinlich gehe ich ihnen gar nicht ab!“

Das Schaudern lief mir kalt über den Rücken bei diesen Worten, begleitet von
einem Schmerz, der mich wie ein Schwert – mitten durchs Herz – durchbohrte.

Ich schämte mich für all mein Versagen auf der ganzen Linie. Ihr müsst wissen,
dass man im „Buch des Lebens“ alles so sehen kann, wie in einem Film. Und so sah
ich eben auch dort, wie sich meine Kinder bei einer Gelegenheit untereinander
unterhielten und folgendes sagten:

„Hoffentlich braucht meine Mutter noch länger, bis sie nach Hause kommt;
hoffentlich steckt sie im Stau, denn meine Mama ist sehr langweilig und die
ganze Zeit kann sie nur meckern und kritisieren..“

Wie niederschmetternd war es doch von einem dreijährigen Kind und einer etwas
älteren Tochter zu hören, wie sie so über ihre Raben-Mutter redeten.

Und von neuem wurde mir bewusst, dass ich sie einer richtigen Mutter beraubt
habe. Ich habe ihnen kein friedliches Heim geboten. Ich habe es verhindert, dass
sie in den Kinderjahren – durch mein Vorbild – GOTT kennenlernen konnten.

 Und ich habe ihnen nicht beigebracht, wie man den Nächsten liebt. Denn es ist
doch einfach so: Wenn ich meinen Mitmenschen nicht liebe, werde ich auch mit
Unserem HERRGOTT nichts zu tun haben; und wenn ich selbst kein Mitleid und keine
Barmherzigkeit habe und in der Praxis verwirkliche, dann kann ich auch nicht mit
GOTT sein; und kann so auch GOTT niemanden näher bringen oder den Glauben
weitergeben. Denn GOTT ist die LIEBE…

Du sollst keine
falsches Zeugnis ablegen

Nun gut, jetzt will ich Ihnen noch kurz etwas erzählen über das Thema: – Kein
falsches Zeugnis gegen den Nächsten ablegen und nicht zu lügen. Und dabei habe
ich es wirklich zur Expertin geschafft. Haben das auch alle gehört?!? Denn der
Teufel hat sich zu meinen Vater gemacht. Denn jeder von uns hat seinen VATER,
entweder ist es GOTT VATER  oder es ist eben der Satan, der IHM die Vaterschaft
streitig macht.

Wenn GOTT die LIEBE ist, und ich aber voller Hass bin, wer ist dann mein Vater.
Das ist doch nicht schwer zu beantworten und leicht zu verstehen. Wenn GOTT mir
immer wieder Versöhnung und Verzeihung predigt, wenn ER mich dazu auffordert,
auch meine Feinde und diejenigen, die mir Schaden zufügen, zu lieben – Ich aber
nur die Rache im Kopf habe und an das MOTTO: „Zahn um Zahn“ denke.

Und das war damals wirklich meine Welt und meine Vorstellungen. Gut, wer war
also dann mein Vater? Und noch dazu: ER, Unser HERRGOTT, ist die WAHRHEIT
selbst  und der Satan ist der Fürst der Lügen. Wer war dann also mein Vater? Sie
sehen schon. Ich kann es drehen und wenden, wie ich will. Das Ergebnis ist
immer:

Das ich selbst den Teufel  zum Vater in meinem Leben erwählt habe.

Und ich sage Euch. Es gibt keine Kategorie-Einteilung der Lügen. Es gibt sie
nicht – weder die rosaroten, noch die dunkelgelben oder die grasgrünen Lügen.
Jede Lüge ist eben eine Lüge. Und genauso wenig wie diese vorher erwähnten
eingefärbten Lügen, existieren auch nicht die NOT-Lüge, oder die
GEFÄLLIGKEITS-Lüge oder die Lüge aus BARMHERZIGKEIT oder die MITLEIDS-Lüge und
noch so viele andere Arten, die listige Menschen unter dämonischer Anleitung zur
Ausrede erfunden haben.

Jede Lüge ist eben eine LÜGE. Und der Teufel ist der Vater aller Lügen,

der Lügner von Anbeginn.

Die Lügen, die ich mit meiner Zunge begangen hatte, waren so, so fürchterlich,
einfach schrecklich. Ich konnte sehen, dass ich damit die höchst mögliche
Punktezahl gewürfelt hatte.

Bei jeder Gelegenheit wie zum Beispiel beim Tratsch, den ich in die Welt setzte,
wenn ich mich über andere lustig machte, oder wenn ich leichtfertig, für anderen
Menschen einen bösartigen Spitznamen erfunden habe, und diesen dann aller Welt
erzählte und mich jedes Mal dabei in gehässiger Art und Weise noch lustig
machte.

Wie sehr und wie viele habe ich dadurch verletzt, gekränkt, der Lächerlichkeit
preisgegeben  und verleumdet. Und das alles habe ich meinen Mitmenschen angetan.

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie so ein Spitzname, eine Person
verletzen kann. Er kann dadurch Minderwertigkeitskomplexe bekommen, die ihn sein
ganzes Leben lang begleiten und immer von neuem Schmerzen bereiten.

Zum Beispiel eine Freundin, die etwas molliger war, nannte ich einfach nur die
„Dicke“ oder die „Fette Kugel“. Sie ist diese Bezeichnung nie mehr losgeworden
und immer nur die „Fette Kugel“ geblieben. Ihr hat das sehr zugesetzt. Dieser
Frust machte sie zur Frust-Esserin, was natürlich wiederum auf ihren
Leibesumfang Auswirkungen hatte. Sie wurde deshalb oft nicht mitgenommen oder
nicht eingeladen.

Und so sehen Sie, wie Worte auch entsprechende Taten nach sich ziehen können –
und am Schluss kommt ein ganzer Rattenschwanz von Bosheiten heraus. Alles nur
die giftige Frucht eines leichtfertig hinausposaunten Wortes.

Du sollst nicht
begehren Deines Nächsten Gut

Als sie mir diese Überprüfung meines Lebens auf der Grundlage der 10 Gebote
GOTTES gemacht haben, stellte sich klar heraus, dass alle meine Übel, Sünden und
Bosheiten ihren Ursprung in der Habgier hatten.

Dieser wahnsinnige Wunsch, diese Sucht, einfach alles zu besitzen und über alles
zu bestimmen. ICH MUSS HABEN, statt ICH MUSS SEIN. Ich dachte immer, dass ich
glücklich sein werde, wenn ich alles Geld der Welt besitze und sehr reich bin,
und dieser Wunsch, Geld zu haben, artete bei mir bald zu einer BESESSENHEIT aus.

Das war sehr schade und für mich eine große Tragödie. Als ich nämlich wirklich
viel, viel Geld besaß, und mir fast alles leisten konnte, durchlebte ich die
schlimmste und unglücklichste Phase meines Lebens.

Meine Seele kam an dem Tiefpunkt an, dass ich mir sogar das Leben nehmen wollte.
Mit soviel Geld und Reichtum, und trotzdem allein  und innerlich leer, einsam
und verlassen.

Ich erlebte es selbst, was es heißt: LIEBE, FREUNDSCHAFT, ZUNEIGUNG kann man mit
dem Geld nicht kaufen.

Auch für alles Geld der Welt kriegt man beim Versuch LIEBE zu kaufen, meist nur
Scheinheiligkeit, Falschheit, Schmeichelei und gespielte Unterwürfigkeit.

Ich war also zutiefst enttäuscht, verbittert in der selbst gewählten Sackgasse
meines Lebens. Ich hatte den Gipfel der Frustration erreicht, und dort wehte ein
eisig kalter Wind, der mir nur die Frage in den Sinn brachte, warum bist
überhaupt hier herauf gestiegen.

Die Habgier, wie jede andere Gier auch, – also diese Sucht nach Geld und
Reichtum; dieser Neid nach dem, was ein anderer schon hat; dieses „Das-muß-ich-auch-haben“; 
– hängte sich bei mir ein, nahm mich bei der Hand und brachte mich auf Abwege.
Diese Habgier führte mich direkt in Richtung Hölle, weg von meinem Schöpfer
GOTT, von dessen Hand ich mich durch dieses HABEN-wollen losgerissen hatte.

Das „Buch des
Lebens“

Und nach dieser Analyse meines Lebens nach den Bestimmungen der 10 Gebote
GOTTES, wurde mir der Einblick in mein „Buch des Lebens“ gewährt. Es war ein
wundervoller Augenblick. Mir fehlen einfach die Worte, um dieses „BUCH DES
LEBENS“ angemessen beschreiben zu können.

Es begann mit meiner Empfängnis. Sobald sich die Zellen meiner Eltern
zusammengekommen waren, gab es „ZAS!“ einen Funken. Eine kleine, wunderschöne
Lichtexplosion, und es bildete sich daraus eine Seele, meine eigene Seele, ganz
behütet in den Händen GOTTVATERS – und ich sah so einen liebevollen und
zärtlichen Papa in GOTT, dem VATER.

24 Stunden am Tag war er mit mir, er führte mich an SEINER Hand, beschützte
mich, war immer um mich besorgt und hinter mir her. ER ließ mich nicht aus
SEINEN Augen und nie allein. Und alles, was mir im ersten Augenblick wie eine
Strafe oder ein großes Missgeschick vorkam, war nichts anderes als ein Ausdruck
SEINER LIEBE und seiner Besorgnis  um mich. Denn ER blickte mich nicht äußerlich
an und schaute nicht auf meinen wohl geformten Körper. NEIN, ER schaute in mein
Innerstes, ER erforschte meine Seele und sah dabei, wie ich langsam, aber sicher
von SEINEM WEG abkam und wie ich SEINE Rettung und Erlösung ausschlug.

Und so erlebte ich viele Situationen meines verflossenen Lebens bei der Schau in
mein „BUCH des LEBENS“  in ihrem Zusammenhang und sah die jeweiligen Folgen
meines Handelns und der Entscheidungen meines freien Willens. Zum besseren
Verständnis will ich Ihnen ein Beispiel dafür erzählen, das aufzeigt, wie
wunderschön so ein „BUCH des LEBENS“ ist.

Ich war in meinem Leben sehr falsch und heuchlerisch. So sagte ich oft zu meinen
Bekannten – oder auch Freundinnen – mit schmeichelnder Stimme:

„Huy! Schau mal an, wie wunderschön kommst Du heute daher. Dieses Dein Kleid ist
einfach prächtig und es steht Dir so gut! Wie hübsch schaust Du darin nur aus!“

Aber im „Buch des Lebens“ sieht man ja auch, was man dabei denkt, und was im
Innersten abläuft. Und da nahm ich wahr, das ich dabei in meinem Herzen zu mir
sagte:

„Pfui! Was für ein grausliches Aussehen, und dabei  glaubt sie ja auch noch, sie
wäre eine Schönheits-Königin!“

Sehen Sie, das waren dabei meine Gedanken in meinem geheimen Inneren. In diesem
„ Buch des Lebens“ sieht und hört man wie in einem Film diese Geschehnisse, und
so sah und hörte ich auch alles genauso, wie ich es damals im meinem Leben auch
hörbar gesagt hatte, mit dem einzigen Unterschied, dass ich auch meine Gedanken
sehen und vernehmen konnte.

Es war wie eine Zwei-Kanal-Ton-Verfilmung in verschiedenen Sprachen oder wie ein
Film mit Untertiteln. Ein Tonkanal brachte genau das, was ich mit meiner Zunge
und mit Scheinheiligkeit von mir gab, und der andere Ton-Kanal ließ mich meine
Gedanken, die ich gleichzeitig hatte, hören und lesen, und ich konnte den
Zustand meiner Seele, mein Inneres dabei auch sehen. Sie würden selbst an ein
technisches Wunderding denken, wenn sie so etwas über ihre Aussprüche oder über
Situationen Ihres eigenen Lebens miterleben würden. Es ist einfach
überwältigend!

Und so sah ich die innere Wirklichkeit meines Lebens. Alle meine Lügereien lagen
ganz offen da, sie brodelten wie in einem Kochtopf ohne Deckel, sie waren nackt
und ohne Beschönigung, wahrnehmbar für jeden. Die ganze Welt konnte sie sehen.
Sie waren quicklebendig und deckten ihre eigenen Schandtaten auf.

Meine Mutter, wie oft habe ich sie übers Ohr gehauen und bin sie ganz gemein
hintergangen. Oft erlaubte sie mir nämlich zu Recht nicht, auszugehen und mich
mit meinen „schlechten“ Freunden zu treffen. Aber mit der Bemerkung: „Mami, ich
hab jetzt noch eine Gruppenarbeit in der Schulbibliothek!“ war ich flugs  auch
schon weg. Und meine Mutter hat die „Kröte“ geschluckt und mir die schnelle Lüge
abgenommen.

Wie oft habe ich mir mit solchen Lügen selbst die Zeit gestohlen, bin um die
Häuser gezogen, habe mir pornografische Filme angesehen, oder bin in eine Bar
gegangen, um mit meinen „Freundinnen“ Bier zu saufen.

Und nun sah auch meine Mutter dies alles in meinem für alle offen da liegenden
„Buch des Lebens“. Es ist ihr nichts entgangen.

Noch ein weiteres Beispiel dafür, was ich in diesem „Buch des Lebens“ gesehen
habe.

Meine Eltern gaben mir immer Bananen als Essen für die Mittagspause in meine
Schule mit. In jener Zeit lebten wir ja in sehr ärmlichen Verhältnissen, so dass
mein Jausen-Paket meist eben nur aus Bananen, hin und wieder einem  Brötchen und
Milch zusammen gesetzt war. Ich aß oft schon auf dem Schulweg meine Bananen und
warf die Bananenschalen einfach überall, wo ich gerade ging, ohne weiter
Nachzudenken weg. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, mir den Kopf darüber zu
zerbrechen, was durch so eine glitschige, unachtsam weggeworfene Bananen-Schale
alles passieren kann, welchen Schaden so etwas einem anderen Menschen zufügen
kann. Und es lagen die von mir weggeworfenen Bananenschalen also einfach so
herum.

Das überraschende und eindrucksvollste war, wie der HERRGOTT mir zeigte, was
einige – natürlich nicht alle – dieser herum liegenden Schalen ausgelöst haben.
Ich sah die Personen, die durch diese Bananenschalen zu Sturz kamen, und in
einigen Fällen hätten diese Stürze durch den starken Verkehr sogar tödlich
ausgehen können, und ich wäre dadurch noch schuldig geworden, hätte ein
Menschen- leben ausgelöscht. Alles nur aus Gedankenlosigkeit, fehlendem
Verantwortungsgefühl und fehlender Barmherzigkeit meinen Mitmenschen gegenüber.

So war es auch in einem anderen Fall, bei dem eine Frau an der Kassa des
Supermarkts mir durch einen Irrtum von ihr selbst um ganze 4.500 Pesos zu viel
herausgegeben hat. Und in diesem Zusammenhang ging ich dann auch eines der
wenigen Male zur Beichte, wo ich wirklich eine aufrichtige, tiefe Reue und
großen Schmerz über mein sündiges Verhalten empfand.

Mein Vater hat uns Kindern immer dazu ermahnt, in unserem Leben ehrenwert zu
sein, und trotz der Armut die Ehre einer Person als hohes Gut zu betrachten, –
vor allem auch die eigene.

Wir sollten uns nie am Geld eines anderen vergreifen, auch dann nicht, wenn es
sich nur um wenige Cent handelt. Als also dieser Vorfall mit dem Wechselgeld
passierte, bemerkte ich den Irrtum erst im Auto, als ich schon wieder auf dem
Rückweg in meine Ordination war. Und ich sagte zu mir selbst:

„Ha, diese blöde alte Kuh, dieses dumme Viech, hat sie mir nicht um 4.500 Pesos
zu viel heraus gegeben und mich trifft es nun wieder, zu ihr zurückzufahren, um
ihr das Geld zurück zu geben!“
Ich war  schon wieder auf dem Weg zum Supermarkt, als ich in einen
Riesen-Verkehrs-Stau geraten bin. Im Autoradio vernahm ich, dass rundherum alles
zu war.

Und wieder dachte ich laut und sagte zu mir selbst:

„Ha! Das ist ja die Höhe. Jetzt soll ich auch noch Stunden meiner kostbaren Zeit
verlieren, nur weil diese dumme Kuh zu blöd war, richtig zu rechnen. Es hat ihr
ja niemand befohlen, sich saudumm zu sein und sich zu verrechnen! Ich fahre
jetzt einfach heim und werde ihr unter diesen Umständen das Geld gar nicht mehr
zurück bringen! Nein, auf keinen Fall, sie alleine ist ja schuld daran.“

Aber es blieben mir trotz meiner Ausreden Gewissenbisse über diesen Vorfall mit
dem Wechselgeld. Und weil mein Papa eben das Fundament der Ehrenhaftigkeit so
oft und so deutlich betont und damit auch in meinem Charakter verfestigt hatte,
ging ich also am darauf folgenden Sonntag zur Heiligen Beichte und sagte zum
Priester, der im Beichtstuhl saß: „Hochwürdiger Pater, ich habe gesündigt, weil
ich mir 4.500 Pesos angeeignet habe, da ich diesen Betrag einer Frau, der das
Geld eigentlich gehörte, nicht mehr zurückgegeben habe.“ Ich habe dann gar nicht
mehr acht gegeben, was mir der Beichtvater dazu gesagt oder mich darüber belehrt
hat.

Und als ich diese Szene im „Buch des Lebens“ sah, müssen Sie wissen, dass der
Böse, der Teufel mir wirklich diese Sünde nicht mehr ankreiden und mich nicht
als Diebin hinstellen konnte, denn ich hatte sie ja gebeichtet. Aber  ich werde
Ihnen jetzt erzählen, was der HERRGOTT darüber zu mir  sagte:

„Diese fehlende Nächstenliebe, die Du hier an den Tag gelegt hast, als Du keine
Wiedergutmachung Deiner Sünde geleistet hast, ist auch nicht in Ordnung. Die
4.500 Pesos waren für Dich zwar eine Kleinigkeit, – denn Du hast solche Beträge
täglich beim Fenster hinausgeworfen, für Blödsinniges, das Du unbedingt haben
wolltest, –  aber für diese arme Frau mit Mindestlohn, die halbtags noch
arbeiten und ihre Kinder allein zurück lassen musste, um überhaupt über die
Runden zu kommen, – für sie waren diese 4.500 Pesos der Lebensunterhalt für
ganze drei Tage, ihr Kapital für das Essen und Trinken der ganzen Familie für
diese drei Tage.“

Und wissen Sie, was das Schlimmste und am meisten Beeindruckende dabei war, wie
mir der HERR diese Szene sehen ließ: Ich konnte nämlich mit eigenen Augen sehen,
wie diese Frau mit ihren Kindern wirklich darunter zu leiden hatte und wie diese
Familie einige Tage echten Hunger zu ertragen hatte.

Alles nur durch meine Schuld. Folgen meiner Sünde. Diese Frau erduldete dies
alles mit ihren kleinen Kindern und musste zusätzlich noch Angst haben, ihre
Arbeitstelle an der Supermarkt-Kassa zu verlieren.

Denn so weist unser HERRGOTT im „Buch des Lebens“ auf unser Verhalten hin. Er
zeigt uns, wann wir etwas getan haben, wer unter dieser unserer Tat zu leiden
hatte, wer die Folgen zu tragen hatte, zu welchen Taten der in Mitleidenschaft
gezogene Mitmensch dadurch angestiftete wurde, und wie der- jenige sich danach
verhalten oder was er dann getan hat.

Die Abschluss-Frage

Abschließend fragte mich der HERRGOTT:

„Welche spirituellen Schätze bringst Du MIR mit?“

Ich denke mir noch: „Was meint ER wohl mit spirituellen Schätzen?“ Ich stand ja
mit leeren Händen vor IHM, meine Hände waren ja ohne irgendwas, sie hingen mir
einfach ohne etwas zu halten oder zu tun, von der Schulter herunter. Und in
diesem Moment höre ich, wie ER zu mir spricht:

„Was nützt es Dir nun, dass Du zwei Eigentums-Wohnungen hattest, dass einige
Häuser Dein Eigentum waren, dass Du sogar mehrere Ordinationen Dein Eigen nennen
konntest? Was nützt es Dir nun, dass Du Dich für eine hoch gebildete Fachärztin
für Zahnheilkunde gehalten hast, die sehr erfolgreich war?

Konntest Du auch nur ein Staubkorn eines Ziegels Deiner Bauten hierher
mitbringen. Hast Du vielleicht Deine prall gefüllte Geldbörse, oder Dein dickes
Scheckheft dabei?“

Und als ER mich dann noch fragte:

„Was hast Du mit den Talenten angestellt, die ICH Dir gegen hatte?“,

dachte ich mir: „Was meint ER wohl für Talente? Was will ER damit sagen?“ Und
auf einmal nahm ich es wahr. Es wurde mir bewusst. Ja, ich hatte einen Auftrag
bekommen, den Auftrag, das „Reich der LIEBE“, das „Reich GOTTES“, zu verteidigen
und zu vergrößern.

Ich hatte einfach ganz vergessen, dass ich auch eine Seele besaß, und noch viel
weniger erinnerte ich mich, dass ich auch Talente bekommen hatte. Und schon gar
nicht war mir bewusst, dass eines dieser Talente die Fähigkeit war, dass ich das
Werkzeug der Göttlichen Barmherzigkeit sein sollte, dass ich als SEINE
barmherzige Hand fungieren sollte. Und so gab ich mir auch nicht Rechenschaft,
dass alles Gute, das ich unterlassen habe und eben nicht getan habe, dem
HERRGOTT große Schmerzen und viel Kummer bereitet hat.

Die LIEBE GOTTES

Denn Ihr müsst wissen, was mich der HERR immer und immer wieder fragte! ER
sprach mich immer wieder auf die LIEBE an, auf die selbstlose, an keine
Bedingung gebundene Liebe. Und deswegen kam auch immer wieder das Fehlen dieser
LIEBE, dieser „CARITAS“, dieser Wohltätigkeit, dieses weiten Spektrums der
Christlichen Nächstenliebe zu Tage.

Diese Abwesenheit SEINER Göttlichen Liebe, die ER uns allen als Auftrag und
Talent, in die Wiege gelegt hatte, war kurz zusammen gefasst, das Ergebnis, die
Zusammenschau aller Ereignisse meines bisherigen Lebens.

Und dann erklärte ER mir: „Weißt Du, Dein spiritueller Tod, das Absterben Deiner
Seele, begann…“. Und ich sah nun ganz deutlich: Ich war zwar noch am Leben, ich
atmete noch, aber eigentlich war ich schon tot; meine Seele war schon gestorben;
sie war erstickt.

Wenn Sie nur selbst gesehen hätten, was der „spirituelle Tod“ ist. Was es heißt,
die Seele ist abgestorben, erstickt. Sie hätten sehen sollen, wie eine Seele
aussieht, die nur mehr HASS empfindet. Welches Schaudern und welcher Schreck von
einer solchen Seele ausgeht, die nur mehr verbittert, lästig und unerträglich
ist.

Sie denkt die ganze Zeit nur daran, wie sie der ganzen Welt weitere Bosheiten
antun kann. So schaut dann eben eine Seele aus, wenn sie voll mit schweren
Sünden belastet ist. Meine Seele ist ein Beispiel dafür.

Nach außen habe ich angenehm geduftet und war mit teuren Kleidern behangen, aber
meine Seele hier drinnen hat entsetzlich gestunken und hat sich nur in den
Abgründen der menschlichen und dämonischen Bosheiten herumgetrieben.

Es ist nur ganz verständlich und zu Recht, dass ich all die Depressionen hatte
und die Verbitterung von mir Besitz ergriff. Und ER erklärt mir folgendes:

„Dein spiritueller Tod hat nämlich schon damit begonnen, wie Dir Deine
Mitmenschen und deren Leid vollkommen egal wurde. Wie Du einfach keine Gefühle
mehr für sie hattest.

Es war eine Mahnung von MIR  und es sollte Dir eine Warnsignal sein, als ich Dir
die Leiden Deiner Mitmenschen vor Augen führte – bei so vielen Gelegenheiten und
in allen Teilen der Welt. Oder wenn Du im Fernsehen oder anderen
Kommunikations-Medien sehen konntest, wie Leute entführt, getötet, von Bomben
zerfetzt und vertrieben wurden, hattest Du oft nur einen  oberflächlichen
Kommentar auf Deinen Lippen, wie: ‚Ay! Diese Armen Menschen! Was für eine Sünde
wird an ihnen begangen!’

Aber die Leiden Deiner Mitmenschen haben Dich gar nicht berührt, sie sind in
Dein versteinertes Herz nicht eingedrungen, ihr Schicksal ist an Dir abgeprallt.
Im Deinem Herzen hast Du also gar nichts gespürt! Dein Herz war steinhart, ein
eiskalter Fels. Deine Sünden hatten Dein Herz versteinert, hart und kalt
gemacht!“

Und als nun mein „Buch des Lebens“ geschlossen wurde, können Sie sich sicherlich
vorstellen, welche Scham und Traurigkeit mich überkam.

Aber dazu kam noch, – und dieser Schmerz war noch größer, noch unerträglicher,
–  dass ich größte Reue darüber empfand, wie schlecht und undankbar ich mich in
meinem Leben meinem Schöpfer, GOTT VATER, gegenüber verhalten hatte.

Denn trotz aller meiner schweren Sünden, trotz meines ganzen unreinen Geistes
und meiner großen Gleichgültigkeit, trotz meiner Lauheit und all meinen
entsetzlich grausigen Gefühlen gegenüber meinen Mitmenschen, hat der HERRGOTT
mich immer und sogar bis zum letzten Moment gesucht, ist mir nachgegangen und
hat auf ein Zeichen meines Willens zur Umkehr und Rückkehr gewartet.

Immer wieder hat ER Personen geschickt, die meinen Lebensweg kreuzten und seine
Instrumente waren, um mich zu bewegen, nachzudenken und zu IHM zurückzukommen.
Auf diese Weise hat er zu mir gesprochen, hat auf SICH aufmerksam gemacht, hat
mich dadurch – oft ganz laut – gerufen.

Er hat mir viele Dinge auch weggenommen, um mich zum Nachdenken zu bewegen. Er
hat mir Prüfungen und schwere Zeiten geschickt. Er hat mir große Enttäuschungen
wie Knüppel zwischen die Beine geworfen. All das hat er laufend getan, nur um
mich wieder zurück zu gewinnen, mich auf den rechten Weg ins Vaterhaus zu
bringen. ER hat bis zum letzten Moment wirklich alles versucht und auf ein
Zeichen von mir gewartet.

ER hat meinen freien Willen aber nie gebrochen. Ich sollte all SEIN Rufen und
Warten erkennen, und dann die richtige Entscheidung aus freiem Willen treffen.

Wissen Sie, wer und wie GOTT, unser aller VATER, ist? Er steht wie ein Bettler
am Rand unseres Lebensweges. Und wie ein Bettler eben fleht ER uns immer wieder
an, läuft uns nach, ist oft auch lästig;

ER weint und sucht unser versteinertes Herz zu erweichen, und ER ist traurig bis
in SEIN Heiligstes Herz hinein, wenn ER so oft erleben muss, wie wir IHM nur die
kalte Schulter zeigen und IHN einfach nicht beachten, oder auch nur so tun, als
würden wir IHN nicht bemerken. ER erniedrigt sich so oft und so vielfach – genau
so wie ER sich am Kreuz erniedrigt hat – nur um zu erreichen, dass wir uns
bekehren und unsere Leben ändern, zu IHM ins Vaterhaus zurückkehren.

Der Mensch führt seine Verdammung selbst herbei:
Und als ich zu IHM sagte: „Höre zu, Mein HERR, DU hast mich verdammt!“ – war ich
mir schon wieder bewusst, welche Frechheit ich da von mir gab. Natürlich stimmte
das wieder einmal nicht, denn nicht ER hat mich verdammt, sondern ich habe das
schon alles selbst verursacht. Es wurde mir klar, dass ich nach Lust und Laune –
in der Freiheit des menschlichen Geschöpfs, die GOTT immer achtet – die
Entscheidungen getroffen habe. Ich habe mir meinen VATER und meinen Clan
ausgesucht.

Und der Vater, den ich für mich auserwählt habe, war nicht GOTT  VATER, sondern
ich habe mir den SATAN, den TEUFEL zum Vater und Führer meines Lebens genommen.
Nach seinem Willen und seinen Lügen habe ich mein Leben ausgerichtet. Er und
sein Blendwerk war der Sinn meines armseligen Lebens.

Und wie nun mein „Buch des Lebens“ zugemacht wird, stelle ich im Geiste fest,
dass ich noch immer mit dem Kopf nach unten am Rande eines grausigen, finsteren
Schlunds hänge. Und es wir mir der Gedanke zur Sicherheit, dass ich, ohne mich
wehren zu können, unwiderruflich in dieses dunkle Loch fallen werde, wo ich mir
am Ende ein Tor  vorstelle, durch das ich dann in die „Ewige Finsternis“ auf
Nimmerwiedersehen eintreten werde.

Und so begann ich verzweifelt mit aller Kraft zu schreien und zu rufen. Ich
flehte zu allen Heiligen, dass sie mich retten sollen. Und Sie können sich gar
nicht vorstellen, wie viele Heilige mir auf einmal eingefallen sind. Ich hatte
gar nicht gewusst, dass ich so viele Heilige und deren Namen kannte. Ich war ja
eine so laue, ja mehr noch eine wirklich schlechte Katholikin.

Aber in diesem Moment ging mir nur durch den Kopf, gerettet zu werden. Und es
war mir ganz egal, ob der Heilige Josef, der Arbeiter, oder der Heilige
Franziskus von Assisi, oder sonst ein angerufener Heiliger mich retten würde.
Hauptsache war, ich würde gerettet. Zu guter Letzt gingen mir die Namen der
Heiligen aus, die ich anrief. Es fiel mir eben keiner mehr ein, und es war auf
einmal wieder totenstill.

 
Und diese Stille ließ mich wieder meine unbeschreibbaren Schmerzen spüren. Ich
empfand eine Leere, die trostlos war. Ich fühlte mich einsam und komplett
verlassen. Und ich konnte nur daran denken, dass auf Erden alle Menschen
sicherlich an mich denken und dabei nur „meinen Ruf der Guten, Schönen und
Heiligen“ in ihrem Kopf haben. Diesen Ruf hatte ich mir durch meine, von mir
selbst geschaffene Scheinwelt  ja vorsätzlich aufgebaut.

Sie trauerten alle um mich, redeten über meine „Heiligkeit“, warteten auf meinen
Tod, um dann ihre „Heilige“, die sie ja im echten Leben persönlich gekannt
hatten, anzurufen und um dieses oder jenes „Wunder“ zu bitten.

Und schaut nur her, in welcher misslichen Lage ich war. Niemand von diesen
trauernden Menschen auf Erden, die auf meinen Tod warteten, – nicht einmal meine
ärgsten Feinde – hätten sich vorstellen können, in was für einer hoffnungslosen
Situation  ich mich befand – nämlich ganz kurz vor der Ewigen Verdammnis, vor
dem Abmarsch in die Hölle, an deren Existenz die meisten dieser trauernden
Menschen ja gar nicht mehr glaubten.

Und wie mir diese Gedanken so durch den Kopf gingen, und ich dazu immer nur 
meinen Kopf verneinend hin und her bewegte – zum Zeichen Unverständnisses über
diese Diskrepanz zwischen meiner Lage und den Trauergedanken der
Hinterbliebenen, da erhebe ich meine Augen nach oben, sehe die Augen meiner
Mutter und unsere Blicke treffen sich. Wir schauen uns an, schauen uns direkt in
die Augen.

Und unter großen Schmerzen rufe ich meiner Mutter zu:

„Mami! Was für eine Schande. Sie verdammen mich. Dorthin, wo ich jetzt gehen
muss, werde ich nie mehr zurückkommen und wir werden uns nie wieder sehen
können.“

In diesem Augenblick wird meiner Mutter eine große, wunderbare Gnade gewährt.
Sie war ja die ganze Zeit ganz unbeweglich und starr. Und auf einmal wird es ihr
gestattet, ihre zwei Finger nach oben zu erheben und sie macht mir damit
eindeutige Zeichen, auch nach oben zu schauen.

Und im gleichen Augenblick fallen von meinen Augen zwei große Krusten ab, die
mir unvorstellbare Schmerzen bereiteten und die der Grund für meine geistige
Blindheit waren. Sie fallen also von mir ab, und ich sehe plötzlich etwas
unbeschreiblich Schönes, in der Mitte unseren HERRN JESUS CHRISTUS.

Zugleich kommt es mir in den Sinn, wie eine meiner Patientinnen einmal mir
gesagt hat:

„Schauen Sie Frau Doktor, und schreiben Sie sich das hinter ihre Ohren. Sie sind
sehr materialistisch eingestellt, aber eines Tages werden sie sich erinnern und
an das denken, was ich Ihnen jetzt sage. Ja, sie werden es sogar bitter nötig
haben. Wenn Sie in größter Gefahr sind, der sie nicht mehr entrinnen können. Es
ist dabei gar nicht wichtig, welcher Art diese Gefahr ist. Wenn Sie also in
dieser Situation sind, dann rufen Sie einfach Unseren HERRN JESUS CHRISTUS an
und bitten IHN, dass ER sie mit SEINEM Kostbaren, Heiligen Blut bedecken und
schützen möge. Auf diese Art und Weise wird ER sie nie und nimmer  verlassen
oder allein lassen. Denn ER hat mit SEINEM Kostbaren, Heiligen Blut das Lösegeld
auch für Sie und Ihr Seelenheil bezahlt!“

Und in größter Reue und Scham, mit großen Schmerzen in meinem Herzen begann ich
aus vollsten Lungen zu schreien:

„HERR JESUS CHRISTUS, hab Mitleid mit mir! Vergib mir! HERR, gewähre mir doch
eine zweite Gelegenheit!“

Und daraufhin erlebe ich den schönsten Moment dieser ganzen Geschichte. Es
fehlen mir einfach die Worte, um diesen Augenblick richtig zu beschreiben. ER,
Unser HERR JESUS CHRISTUS, kommt herunter und holt mich aus diesem schwarzen,
grausigen Schlund, aus diesem Angst erregenden Loch heraus.

Und als ER mich abholte und bei der Hand nahm, sind all diese Ungeziefer, diese
schlutzigen, ekelerregenden Viecher und diese brennenden Flecken, die ich vorher
spürte, von meinem Körper abgefallen und der ganze Boden unter mir war voll mit
diesem Unrat.

ER hebt mich also nach oben und bringt mich zu dieser ebenen Stelle, die ich
schon vorher beschrieben habe. Und mit dieser unermesslichen, einfach mit
menschlichen Worten nicht auszudrückenden Liebe sagt ER zu mir:

„Du wirst zurückkehren auf die Erde, Du wirst Deine zweite Chance bekommen…“

 – aber er sagt dabei auch sehr ernst:

„Aber diese Gnade der Rückkehr bekommst Du nicht wegen der vielen Gebete Deiner
Freunde und Familienangehörigen. Denn es ist ja zu erwarten und ganz normal,
dass Deine eigene Familie und die Leute, die dich schätzen,  für Dich beten und
MICH deinetwegen anflehen. Sondern Du kannst zurückkehren wegen der Gebete von
so vielen Menschen, die nicht von Deinem Fleisch und Blut  sind, und die nicht
zu Deiner Familie zählen. So viele Dir ganz fremde Menschen haben bitterlich
geweint, mit zerbrochenem Herzen und aus tiefster Seele zu MIR gebetet und haben
mit einem Gefühl größter Liebe und Zuneigung für Dich Ihr Herz zu mir erhoben.“

(Vergleiche: Heilige Messe „Erhebet die Herzen“ – „Wir haben Sie beim HERRN“)

Und in diesem Augenblick sehe ich, wie eine Unzahl von Lichtern, wie kleine
weiße Flammen, die voll mit selbstloser, reiner Liebe sind,  zu leuchten
beginnen. Und ich sehe plötzlich alle Personen, die für mich beteten.

Aber eine dieser Flammen war besonders groß, unter allen anderen herausragend
und leuchtend, die mehr Licht ausstrahlte als alle anderen. Es war die Flamme
der Person, die am meisten selbstlose, wahre Nächstenliebe in ihr Gebet
hineingelegt hatte.

Ich interessierte mich also, zu sehen, wer dieser Mensch war, der
unbekannterweise so viel Liebe für mich aufgewandt hatte. Und da sagte der HERR
zu mir:

„Dieser Mensch, den Du dort siehst, ist eine Person, die so innige und große
Zuneigung und zärtliche Liebe für Dich empfunden hat, obwohl ihr miteinander
vollkommen unbekannt und fremd seid, wie es für einen Menschen kaum vorstellbar
ist.“

Und der HERR zeigte mir, wie das alles passierte. Dieser arme Mann indianischer
Herkunft lebte auf dem Lande am Fuß der „Sierra Nevada de Santa Marta“. Es war
ein armer und sehr einfacher Landbauer. Er ging zur Heiligen Messe ins Dorf
hinunter und war mit einer Inbrunst bei der Messe dabei, wie man es ganz selten
sieht. Er hatte zwei Geldscheine bei sich – einen mit 10 und einen anderen mit 5
damaligen Währungseinheiten. Können Sie sich vorstellen, dass er bei der
Opferung nicht den 5-er-Schein, sondern trotz seiner Armut den 10-er-Schein beim
Absammeln des Messners hergegeben hat.

Und nach der Messe hat er sich mit dem wenigen übrig gebliebenen Geld, noch
etwas Brot und Käse gekauft. Diese Lebensmittel wurden ihm – wie es auf dem Land
üblich ist – in altes Zeitungspapier vom Vortag (Es war eine Ausgabe der
kolumbianischen Tageszeitung „El Espectador“)  eingewickelt.

Als er nun auf dem Heimweg etwas davon essen wollte und diese Brötchen
auspackte, sah er auf der Titelseite dieser Ausgabe des „Espectadors“ vom Vortag
das Foto von meinem verkohlten Körper, wie er so auf der Straße lag.

Als dieser einfache Mann dieses Foto sah, dessen Bildunterschrift und dessen
dazu gehörenden Zeitungsartikel er nicht einmal lesen konnte und sich dazu in
aller Eile auch gar keine Zeit nahm, fiel er mit den Knien zu dem Boden und
begann so bitterlich und Herz zerreißend zu weinen. Er machte das mit einer so
großen, innigen, selbstlosen und kindlichen Liebe und Zuneigung, und er sprach
dabei mit weinerlicher Stimme folgendes Gebet:

„VATER im Himmel, mein HERR und GOTT, hab doch Erbarmen mit meinem
Schwesterchen. HERR, rette sie, HERR, hilf ihr, HERR, lass sie nicht zugrunde
gehen, HERR schaue gnädig herab und nimm Dich ihrer an. Wenn Du mein
Schwesterchen rettest, verspreche ich Dir, dass ich zu Fuß zum Heiligtum von
Buga (ein Marien-Wallfahrtsort im Südwesten von Kolumbien) pilgern werde, und
ich werde dieses Versprechen ganz sicher einlösen, aber komm Du meinem
Schwesterchen zu Hilfe, und rette sie!“

Stellen Sie sich das einmal vor! Ein ganz einfacher und armer Landbauer, der
nicht gegen GOTT geschimpft und geflucht hat, weil er Hunger und Durst zu
ertragen hatte. Und der einfach ein unvorstellbares Fassungsvermögen für die
wahrhaftige, selbstlose, echte Liebe hatte; bietet dem HERRN an, unser großes
Land zu durchqueren, um die versprochene Wallfahrt zu machen, für jemanden, den
er überhaupt nicht kennt und noch nie im Leben getroffen hat.

Und der HERR erklärt mir:

„Siehst DU nun! Das nenne ich Nächstenliebe!“

(…) und gleich darauf spricht er folgendes zu mir:

„Du wirst zurückgehen auf die Erde. Aber Du wirst dieses Erlebnis nicht nur
1,000 Mal, sondern  1,000 x 1,000 Mal erzählen. Und es wird dabei Menschen
geben, die sich nicht ändern werden, obwohl sie Deine Geschichte gehört haben.
Und solche Personen werden dann aber mit noch strengeren Maßstäben gerichtet
werden. So wie auch bei Dir, bei Deiner nächsten Ankunft werden strengere
Maßstäbe für Dein Gericht gelten.“

Auch die Gesalbten, das sind die gottgeweihten Priester des HERRN werden nach
strengeren Richtlinien beurteilt werden. Und jeder von denen, die von den vom
Herrn gewirkten Wundern dieser Welt Kunde erhalten hat und darum wusste, wird
einen strengeren Maßstab zu spüren bekommen. Denn es gibt keinen schlimmeren
Taubstummen, als den, der einfach nicht hören will. Und es existiert keine
ärgere Blindheit, als die derjenigen Person, die einfach nicht sehen will.

Und alles, was ich Ihnen nun heute hier erzählt habe, meine lieben Schwestern
und Brüder im HERRN, ist keine Drohung oder Drohgebärde, auch keine Erpressung,
denn unser HERRGOTT hat es nicht nötig, uns zu drohen oder uns zu erpressen.

Das, was Sie heute hier zu Gehör bekommen haben, oder was Sie gerade gelesen
haben, ist

Ihre zweite Chance, ist Ihre Gelegenheit, die wir alle, Sie und ich, nur der
unermesslichen Güte Unseres GOTTES zu verdanken haben.

Nützen Sie dieses Angebot. Vielleicht ist es ja auch Ihre letzte Gelegenheit
dazu. Und Dank diesem Unserem Gütigen GOTT, habe ich das überlebt, was ich
erlebt habe. Und so kann ich Ihnen durch die Gnade GOTTES davon berichten.

Denn wenn Ihnen „Das Buch des Lebens“ aufgeschlagen wird, jedem einzelnen von
Ihnen, nämlich dann wenn auch jeder von Ihnen in die Ewigkeit hinüber geht, wenn
er stirbt, werden wir alle jeweils diesen ganz gleichen Prozess erleben, und wir
werden uns alle so sehen, wie wir wirklich sind, ohne Beschönigungen, mit dem
einzigen Unterschied, dass wir auch gegenseitig unsere tiefsten Gedanken und die
geheimsten Gefühle in der Gegenwart GOTTES sehen und kennen werden.

Alles wird offenbar und nichts wird geheim bleiben oder unter den Tisch gekehrt.
Und das Schönste wird dabei sein, dass jeder von uns direkt vor dem HERRN stehen
wird, und wir werden – und zwar jeder einzelne von uns allen hier – wir werden
Angesicht zu Angesicht IHM gegenüber stehen.

Und immer und immer wieder wird ER uns „bettelnd bitten“, dass wir uns bekehren,
dass wir ins Vaterhaus zurück kehren, zu IHM heim kommen, damit wir neu beginnen
und mit IHM und durch IHN neue Geschöpfe werden, denn ohne SEINE HILFE ist uns
dies einfach gar nicht möglich.

 
Sra. Gloria  POLO

——Möge der HERR, unser GOTT, Sie alle, Euch alle in reichem Maß mit SEINEM SEGEN
und SEINER GNADE überhäufen.

Die EHRE sei GOTT dem VATER, der uns erschaffen hat und uns mit großer
Zärtlichkeit lieb hat;

Die EHRE sei GOTT dem SOHN, Unserem HERRN JESUS CHRISTUS, der uns durch SEIN
Leiden am Kreuz von aller Sündenschuld erlöst hat und uns von allem
Sündenschmutz durch SEIN Kostbares, Heiliges Blut reingewaschen und losgekauft
hat;

und die EHRE sei dem HEILIGEN GEIST, der uns heilig macht, der uns stärkt durch
die Kraft SEINER Gaben, der uns tröstet und beisteht, bis dass DU, o HERR,
wiederkommst, wie DU es uns versprochen hast – KOMM HERR, lass anbrechen die
STUNDE, die alles neu macht und DEIN REICH errichtet. Mach alles neu und
errichte DEIN REICH der LIEBE und des FRIEDENS. Amen.

 

Herr, wir danken dir für dein Bemühen um uns Menschen. Du läßt die Deinen nicht
im Stich. Wir preisen dich. Amen.
 

—–

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